Politik | 02.08.2016

CDU-Fraktion stellt Anfrage im Stadtrat

Schulhöfe sollen zu Lern- und Erlebnisräumen werden

Koblenz. Generationen von Schülerinnen und Schülern haben ihren Schulhof lediglich als eine große asphaltierte Fläche in Erinnerung, die vor allem Langeweile ausstrahlte und weder Anreize zum Spielen und Toben noch zur Entspannung boten. Inzwischen geht der Trend jedoch dahin, das Schulgelände durch kindgerechte Bewegungsanregungen und die Schaffung von Möglichkeiten für einen Unterricht im Freien aufzuwerten und in ein pädagogisches Gesamtkonzept einzubetten.

„Hierzu zählen etwa Konzepte wie das ‚Offene Klassenzimmer‘, Parcours zur Verkehrserziehung, Außensportanlagen oder beispielsweise auch Schulgärten“, erklärt die schulpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, Monika Sauer.

Leider fehlten ihr zufolge derartige Einrichtungen jedoch noch immer an vielen Schulen. Dass hier dringender Nachholbedarf besteht, findet auch ihre Fraktionsvorsitzende Anne Schumann-Dreyer: „Unsere Fraktion ist der Überzeugung, dass ein ansprechendes Umfeld dem Lernerfolg der Kinder überaus zuträglich ist.“ Die CDU-Ratsfraktion habe daher in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 14. Juli eine Anfrage gestellt, in der sie unter anderem in Erfahrung bringen wollte, wie viele Schulhöfe in Koblenz bereits umgestaltet wurden und ob es hierbei eine Priorisierung gebe. „Aus der Antwort der Verwaltung ging hervor“, berichtet Schumann-Dreyer weiter, „dass das Kultur- und Schulverwaltungsamt, das als Bedarfsträger grundsätzlich den Bedarf für die Umgestaltung von Schulhöfen feststellt, bislang keine Prioritätenliste zur Umgestaltung an den Schulen festgelegt hat und gegenwärtig lediglich Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.“ Im Rahmen von größeren Baumaßnahmen seien bisher nur vereinzelt Schulhöfe wie beispielsweise am Max-von-Laue Gymnasium und an der Grundschule Güls umgestaltet worden. Künftig geplant sei dies zudem auch an der Grundschule Schenkendorf im Rahmen des vorgesehenen Mensabaus. „Da es unserer Ansicht nach wünschenswert ist, dass sich die Schüler mit ihrem Lernumfeld identifizieren, wollten wir wissen, ob sie in die Umgestaltungsplanungen miteinbezogen werden. Dies wurde seitens der Verwaltung bestätigt. So seien beispielsweise an den Grundschulen Lay, Pestalozzi und Rübenach erste gemeinsame Gespräche zur Installierung neuer Außenspielgeräte und am Eichendorff-Gymnasium über die Revitalisierung der Außensportanlagen geführt worden“, fasst Monika Sauer die Antwort der Verwaltung zusammen.

„Unsere Anfrage ergab ferner, dass im Jahr 2015 weder im Sanierungsprogramm der Koblenzer Wohnbau noch im Masterplan Schulsanierung Mittel für entsprechende Maßnahmen an den Koblenzer Schulen eingestellt wurden. Im Sanierungsprogramm 2016 sind jedoch mehrere Titel für Schulhofsanierungen und Budgets für die laufende Unterhaltung enthalten. Insgesamt werden hierzu rund 355.000 Euro bereitgestellt“, führt Schumann-Dreyer weiter aus. Laut Verwaltung würden damit unter anderem an den Grundschulen in Horchheim, Kesselheim und Rübenach Schulhofbeläge und Parkplätze ausgebessert bzw. teilweise gänzlich erneuert. In Rübenach würden zudem Begrünungsmaßnahmen durchgeführt, auf der Pfaffendorfer Höhe das Stufenreck verbessert und die Albert-Schweitzer-Realschule plus erhalte eine neue Asphaltschicht für das Kleinspielfeld.

„Wir setzen uns als CDU-Fraktion dafür ein, die Umgestaltung der Schulhöfe in Erlebnisräume konsequent voranzubringen. Dies trägt nicht nur dazu bei, dass sich die Kinder in ihrer Schule wohlfühlen, sondern erweitert den bisherigen Unterricht auch um das Prinzip ‚Lernen durch erleben‘“, so Schumann-Dreyer und Sauer abschließend.

Pressemitteilung

CDU-Fraktion im Stadtrat Koblenz

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