Politik | 18.02.2016

Zur Schulsituation in Wachtberg

Schulstandort sichern und weiterentwickeln

Wachtberg. Die Zukunft der Profilierten Hauptschule in Wachtberg war ein Tagesordnungspunkt im Ausschuss für Bildung und Jugend Ende Januar. Ausführlich berichtete dabei die Schulleiterin einer Sekundarschule über diese Schulform. Schulamtsdirektor Frank Rosbund gab einen Überblick über die Situation der Hauptschulen im Rhein-Sieg-Kreis. Dabei wurde nochmals erläutert, dass „Sekundarschule“ zunächst einmal der Name für verschiedene Schultypen der Sekundarbildung in verschiedenen Bildungssystemen als weiterführende Schule nach der Primarstufe ist. Deshalb ist es schlichtweg Unsinn, wenn die Wachtberger Grünen es eine Lüge nennen, dass die Hauptschule in Berkum sich als solche seit 2010 bezeichnet. Erst mit dem Schulgesetz von 2011 wurde in NRW die Sekundarschule als eigene Schulform geschaffen, auf die die Grünen in ihrer Pressemitteilung hinweisen. Seit Herr Heimbach die Profilierte Hauptschule in Berkum leitet, hat er bei jeder Gelegenheit auf diesen Umstand hingewiesen, der Internetauftritt der Schule wurde mit dem Untertitel „Regionale Schule vor Ort – Profilierte Gemeinschaftshauptschule“ versehen. Auch die Begründung, dass sich die Wachtberger weiterführende Schule „Profilierte Hauptschule“ nennen darf, „weil sie sehr gut“ ist, ist schlichtweg falsch. Diese Bezeichnung rührt her von dem Profil, das sich von herkömmlichen Hauptschulen abhebt: hier wird in den Klassen 5 bis 9 in Basis- und Erweiterungsklassen in den Haupt- und vielen Nebenfächern äußerlich differenziert und in den Erweiterungsklassen angelehnt an den Lehrplan für Realschulen unterrichtet. In diesen herrscht ein deutlich höheres Leistungsniveau und ist somit besonders für Kinder mit Realschulempfehlung geeignet. Die Vorstellungen, die einzige Wachtberger weiterführende Schule in eine Gesamtschule oder eine Sekundarschule umzuwandeln, um den Schulstandort Wachtberg für alle Wachtberger Schüler auszubauen und zu erhalten, erscheint auf den ersten Blick als gute Möglichkeit, ist aber nach den Ausführungen der beiden Fachleute mit hohen Hürden versehen. So bleibt der Wunsch nach einer Gesamtschule in und für Wachtberg für die SPD ein erstrebenswertes Ziel. Aber die Augen vor den wesentlichen Argumenten, die gegen die Einrichtung einer Gesamtschule bzw. Sekundarschule sprechen, verschließen wir dabei nicht. Es sind dies vor allem die geforderten Anmeldezahlen. 100 Anmeldungen für eine Gesamtschule (bzw. 75 für eine Sekundarschule) von Wachtberger Kindern müssen eingehen, damit die für eine Gründung vorausgesetzte Vier- bzw. Dreizügigkeit der Schule gewährleistet ist. Diese Zahl zu erreichen ist unwahrscheinlich, da zurzeit schon ein Drittel der Schüler der Wachtberger Hauptschule aus Bad Godesberg oder Rheinland Pfalz kommt. Zudem kann die bestehende Schule nicht einfach in eine Sekundarschule umgewandelt werden. Man müsste hier die bestehende Schule schließen und eine neue Schule gründen. Und sollten dann die Anmeldezahlen nicht ausreichen, wäre Wachtberg komplett ohne weiterführende Schule. Das will die SPD ganz sicher nicht riskieren. Die Mehrheit des Ausschusses folgte daher dem Vorschlag der SPD, sich zunächst einmal aussagekräftige Schülerzahlen vorlegen zu lassen und die Kosten für die Anfertigung eines Schulentwicklungsplans zu ermitteln und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Selbstverständlich sind wir alle aufgerufen, die Schule bei einer Weiterentwicklung des Angebots zu unterstützen und ihren Bestand zu sichern. An erster Stelle steht hier für die SPD die Entwicklung eines Ganztagsangebots. Dies sollte zusammen mit dem Kollegium besprochen und entwickelt werden. Vor diesem Hintergrund erscheint es der SPD umso verantwortungsloser, wenn die Grünen gerade im Zeitraum der Schulanmeldungen falsche Aussagen verbreiten und damit Unruhe unter den Eltern schüren, deren Kinder die Schule schon besuchen oder die ihre Kinder für das kommende Schuljahr dort anmelden wollen. Es geht in diesem Fall nicht um „Kopf in den Sand stecken“, „Etikettenschwindel“ und „Lügen“, sondern um ein ehrliches Bemühen, die Zukunft des Schulstandortes Wachtberg zu sichern, bei dem alle Fraktionen einen klaren Kopf bewahren und im Sinne der Wachtberger Schulkinder an einem Strang ziehen sollten.

Pressemitteilung

SPD-Ratsfraktion

Gemeinde Wachtberg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 8

  • Winfried: Rheinbrücke bei Engers
  • Gerhard Stotzem: Die einzige mir bekannte Brückenbaustelle in Hönningen berührt zwar den Ahrradweg, aber sie unterbricht ihn nicht. Es handelt sich dabei um eine Ahrquerung vom Radweg in die Ortschaft. Der Radweg zwischen...
  • Jörg Kasper: Habe zehn Jahre rumgedocktert, war schon als Simmulant abgestempelt, dann 2021 war es soweit. Im November links, Hüfttep und weil es so schön war, sieben Monate später rechts, da hatte mein Arzt dann gemerkt das ich nicht simuliert habe.
  • Horst Peschell: Manschmal isch aber auch der Bein und der Knie inschgeschamt im Arrrrgehnnnn, ich hab Krääääätze und Schoooorf, Schnooooorrrrr!!! ESCH juckt so seeeehr, ob eine Prothese da hilft ? mit freundlichen Grüßen Eure Schorfkrätze
  • Heruete: Holt euch auf jeden Fall eine Zweit- oder Drittmeinung ein. So schnell wie in Deutschland wird in keinem anderen Land operiert und der Patient über den OP Tisch gezogen
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus Daueranzeige
Stellenanzeige Elektroniker für Betriebstechnik
Azubispots Koblenz
Dillemarkt 1. Anzeige
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Stellenanzeige kaufmännische Sachbearbeitung
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten, wird auch 2026/27 weitergeschrieben, von links Lukas Sermann (Vorsitzender Ahrwein e.V.), Lara Surget (designierte Weinprinzessin), Victoria Charlotte Zimmermann (designierte Weinkönigin), Leonie Krupp (designierte Weinprinzessin), Eva Flügge (Vorsitzende Weinort Altenahr e.V.), Mirco Burkardt (stellv. Vorstandsvorsitzender WG Mayschoß-Altenahr).  Foto: DU
281

Neue Weinmajestäten für 2026/2027 vorgestellt

Victoria Charlotte Zimmermann wird Altenahrer Weinkönigin

Altenahr. Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten wird auch 2026/27 weitergeschrieben. Sehr zur Freude des Teams vom Weinort Altenahr e.V. rund um die geschäftsführende Vorsitzende Eva Flügge, aber auch der Bürgerinnen und Bürger, der Vereinsvertreter, der lokalen Politik sowie der Winzerinnen und Winzer, übernehmen erneut drei junge Frauen diese wichtigen Ehrenämter. Designierte Weinkönigin...

Weiterlesen

Auch Ehrengäste kamen zum Gratulieren vorbei.  Foto:Stadtverwaltung / Wolfgang Horrmann
2302

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In Beisein der Pflegekräfte des Seniorenheim St. Maria-Josef gratulierten die Beigeordneten der Stadtverwaltung, Wolfgang Horrmann (l.), und des Kreises Ahrweiler, Horst Gies (r.), der Jubilarin Annedore Hildebrandt zum 100. Geburtstag und überbrachten ihr die besten Wünsche. Ihre Freude darüber war sehr groß, dass sowohl die Stadt als auch der Kreis sie mit einem Präsentkorb sowie einer Orchidee überraschten.

Weiterlesen