Politik | 09.12.2015, 12:01 Uhr

Grundschulen aus Sankt Augustin und Santarém beteiligen sich aktiv am Klimaschutz

Science-Fiction aus PET & Co

Ausstellung „Müll, der kein Müll ist“ - „Lixo, que não é lixo“

Die Kinder zeigen auf, was man alles aus Müll machen kann.
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Rhein-Sieg-Kreis. Dass man aus Müll noch so einiges „zaubern“ kann, bewiesen die Schülerinnen und Schüler Klasse 1/4c der Max & Moritz-Grundschule aus Sankt Augustin und der Grundschule Escola Municipal de Ensino Fundamental Irmã Leodgard Gausepohl im brasilianischen Santarém jetzt eindrucksvoll. In Sankt Augustin präsentierten sie die Ausstellung „Müll, der kein Müll ist“. „Lixo, que não é lixo“ - so der portugiesische Titel der Ausstellung - ist dabei Programm: Kleider aus Zeitungspapier, ein bewegliches Science-Fiction-Gefährt aus PET-Flaschen, handgeschöpftes Papier aus Altpapier, Geldbörsen aus Papier und Kronkorken sind nur eine kleine Auswahl der phantasievollen Ausstellungsstücke. „Ich bin begeistert über unsere jungen Schülerinnen und Schüler. Was die alles schon über Klimaschutz und Abfallentsorgung wissen, das hätte ich nicht erwartet“, sagte Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Technischen Umweltschutz beim Rhein-Sieg-Kreis, anlässlich der Ausstellungseröffnung.

Die beiden Schulen in Deutschland und Brasilien befassen sich aktiv mit den Themen „Mülltrennung“ und „Wiederverwertung von Müll“ sowie der Frage, was das alles mit Klimaschutz zu tun hat. Inhaltlich betreut wurden die Nachwuchsexpertinnen und –experten von Elke Marquis, stellvertretende Leiterin der Max & Moritz-Schule, und den RSAG-Umweltberatern Johannes Spielberg und Thomas Franzen. Die organisatorische Betreuung übernahm Ibrahim Celik vom Amt für Technischen Umweltschutz. Die Schulaktivitäten wurden von Christina Hoffmann-Bosch vom Lateinamerikazentrum in Bonn koordiniert und begleitet - allein schon wegen der verschiedenen Sprachen eine unverzichtbare Hilfe. Sie zeichnet auch verantwortlich für die Facebook-Seite „Müll, der kein Müll ist/Lixo, que não é lixo“, auf der Neuigkeiten zu diesem Projekt ausgetauscht werden. „Klimaschutz ist ein Thema, das an Grenzen und Kontinenten nicht haltmacht. Abfallvermeidung, Abfalltrennung, die Wiederverwertung von Abfällen und nicht zuletzt ihre umweltverträgliche Beseitigung spart Energie ein und verhindert, dass schädliche Klimagase wie Methan in die Atmosphäre entweichen“, so Rainer Kötterheinrich. Deshalb unterstützen auch der Rhein-Sieg-Kreis und die RSAG mit ihrem Know-how die Abfallwirtschaft in der brasilianischen Stadt Santarém. Finanziert wird das Projekt zur getrennten Sammlung und Wiederverwertung von Siedlungsabfällen in der Partnerkommune durch Engagement Global, eine Entwicklungshilfegesellschaft der Bundesregierung. In Santarém kommt die Kooperation auf Schulebene bereits jetzt gut an: „Für die Schule in Santarém war/ist diese Aktion im Rahmen des Nakopa-Projektes eine supergute Erfahrung für Schüler und Erzieher“, so das offizielle „Statement“ vom südamerikanischen Kontinent.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

Der Landrat

Die Kinder zeigen auf, was man alles aus Müll machen kann.
Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Technischen Umweltschutz beim Rhein-Sieg-Kreis, und Elke Marquis, stellvertretende Leiterin der Max & Moritz-Schule, bei der Ausstellungseröffnung.

Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Technischen Umweltschutz beim Rhein-Sieg-Kreis, und Elke Marquis, stellvertretende Leiterin der Max & Moritz-Schule, bei der Ausstellungseröffnung.

Die Kinder zeigen auf, was man alles aus Müll machen kann.

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