Leserbrief zur Fertigstellung der Römerstraße in Kripp
Sehr schön saniert, aber Parkplätze fehlen
Am einfachsten wäre es, die Verbotsschilder oberhalb der Feuerwehr wieder zu entfernen
„Sie ist wirklich schön geworden, die Römerstraße in Kripp“, sind sich die Anwohner einig. Vormals eher ein geteerter Feldweg, ist sie heute nach modernen Maßgaben gestaltet. Nachdem die neue Römerstraße für den Verkehr freigegeben wurde, herrschten paradiesische Zustände. Ein sich selbst ordnendes System ohne Verbotsschilder – der Logik gehorchend. Der Verkehr lief langsam, aber flüssig, parken konnte jeder einfach am Straßenrand – und von einer Gefährdung gab es keine Spur. Fachleute nennen dieses System, das auf gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer beruht, „Shared Space“. Erfunden haben es die Niederländer, erste Versuche in Deutschland sind seit Jahren sehr erfolgreich. Über zwei Monate funktionierte das System, ohne dass es zu irgendwelchen Zwischenfällen gekommen wäre, doch dann wurde eine Gefahrenquelle festgestellt. Parkende Fahrzeuge an der Einmündung zur Quellenstraße. Diese Ecke war schon immer unübersichtlich. Wenn dazu noch Fahrzeuge parken, wird es etwas eng. Es wurde rasch Abhilfe geschaffen, indem ein Parkverbot verhängt wurde. Allerdings wurde das Parkverbot nicht nur im Gefahrenbereich der Einmündung zur Quellenstraße eingerichtet, sondern über die gesamte Länge der Römerstraße bis hin zur Langen Fuhr. Warum das Parkverbot („Parken nur in den gekennzeichneten Flächen“) ausgeweitet wurde, bleibt schleierhaft. Hierfür gab und gibt es nach meinem Verständnis keinen Anlass. Jetzt stehen auf den rund 800 Metern Römerstraße ganze zwölf Parkplätze zur Verfügung. Und das, obwohl hier gut 50 Häuser stehen. Breit genug wäre die Straße, 7,50 Meter sind ausreichend, um einen Parkstreifen über die gesamte Länge einzurichten. Dann bleiben immer noch 5,50 Meter für den fließenden Verkehr. Sieht man sich andere Straßen in Kripp und Remagen an, scheinen 5,50 Meter plus Parkstreifen kein Problem zu sein. Und das sogar bei Durchgangsstraßen. Warum ein freies Parken in einer nur wenig genutzten Nebenstraße und Tempo-30-Zone nicht funktionieren soll, bleibt fraglich. Das Bauamt bestätigte bereits im Herbst 2018, dass die zwölf Parkplätze plus vier weitere so geplant seien, allerdings dürfe man ja innerhalb geschlossener Ortschaften im Rahmen der Straßenverkehrsordnung grundsätzlich überall am Straßenrand parken. Von einer „Nur in den gekennzeichneten Flächen“-Regelung war damals keine Rede. Die Straße ist für ein Parkverbot eigentlich viel zu breit. Es drängt sich die Frage auf, ob man in diesem Fall nicht an der Fahrbahnbreite hätte sparen können. Das Ordnungsamt war sehr schnell. Am Dienstag wurden die Schilder aufgestellt. Am Donnerstagmorgen wurde den Straßenparkern schon die begangene Verkehrsordnungswidrigkeit zur Last gelegt. Und das, obwohl es die 72-Stunden-Regelung gibt, die besagt, dass erst 72 Stunden nach Aufstellung eines Verbotsschilds Protokolle geschrieben werden dürfen. Es geht dabei somit um Minuten. Wer für die Planung der Parkflächen zuständig ist, konnte keines der beiden Ämter sagen. Ich bin gespannt, wie sich diese Freifläche auf die Geschwindigkeit auswirken wird. Immerhin werden jetzt den Rasern keine Hindernisse in den Weg gestellt. Die verkehrsberuhigende Wirkung parkender Fahrzeuge fehlt fast vollständig. Und der zwei Meter breite, jetzt leere und überdimensionierte Raum entlang der Fahrbahn, für den es praktisch keinen Nutzen gibt, wirkt eher trostlos als vorteilhaft. Am einfachsten wäre es, die Verbotsschilder oberhalb der Feuerwehr wieder zu entfernen, um es den Bürgern zu überlassen, wo sie in der von ihnen mitfinanzierten Straße parken möchten – ein „Shared Space“ eben. Dass das System sehr gut funktioniert, konnten die Anwohner über zwei Monate lang unter Beweis stellen – und der Beweis ist gelungen.
Achim Gottschalk,
Anwohner der
Römerstraße in Kripp
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