CDU sieht keinen Konflikt zwischen Projekten in Buschhoven und Heimerzheim
Seniorenheim darf nicht Infrage gestellt werden
Swisttal. Die Swisttaler Verwaltungsspitze verlieh in der jüngsten Sitzungsvorlage zum Planungs- und Verkehrsausschuss ihrer Befürchtung Ausdruck, dass eine Konkurrenzsituation zwischen dem in Buschhoven dringend benötigten Seniorenheim und einer jetzt ganz neuen Planung in Heimerzheim entstehen könnte. Nach dieser Planung sollen Betreuungsplätze sowie seniorengerechte Wohnungen auf dem Gelände des alten Plus-Marktes und der Kirchstraße entstehen.
Planerisch ist ein solches Projekt in Heimerzheim möglich, weil der bestehende Bebauungsplan die vom Investor angestrebte Bebauung zulässt. Der Projektentwickler suchte dennoch den Konsens mit der Politik und versicherte, dass nicht benötigte seniorengerechte Wohnungen auch dem freien Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden würden. „Durch dieses Projekt würde einem seit Langem von der Heimerzheimer Bevölkerung gehegten Wunsch entsprochen, das Areal des alten Plus-Marktes in einen vernünftigen und gepflegten Zustand zu versetzen und die Kirchstraße zu beleben. Die Ansiedlung seniorengerechter und freier Wohnungen in zentraler Lage würde zudem der Nahversorgungsinfrastruktur des Heimerzheimer Ortskerns dienlich sein und die älteren Menschen wären dort, wo sie hingehörten, in der Mitte der Gesellschaft“, stellte Fraktionsvorsitzender Hanns Christian Wagner fest. Völlig unbestritten sei seiner Auffassung nach aber auch das Projekt „Seniorenheim“ in Buschhoven. Nach den umfassenden und sachorientierten Diskussionen zu diesem Thema sei offensichtlich, dass alle drei großen Swisttaler Ortsteile ein Seniorenheim benötigten.
„Eine unmittelbare Konkurrenzsituation zwischen Buschhoven und Heimerzheim sei aber nicht zwangsläufig, orientiert sich der Buschhovener bei defizitären Versorgungsfragen traditionell doch eher in Richtung Rheinbach oder Bonn“, so Wagner weiter.
„Für den Fall, dass die jetzige Chance auf Bebauung des „alten“ Sportplatzgeländes in Buschhoven mit einem Seniorenheim nicht genutzt werden sollte, würde dieses Projekt über Jahre, wenn nicht sogar abschließend zu den Akten zu legen sein. Die dortigen Flächen seien unabhängig von der Nutzung mit oder ohne Seniorenheim alsbald zu vermarkten, um die Finanzierung des Sportstättenbedarfsplans sicherzustellen“, ergänzt Fraktionspressesprecher Bernd Großmann. „Bereits die Suche nach einer neuen Fläche in Buschhoven sei seiner Einschätzung nach nicht erfolgsversprechend.“
Unter Hinweis auf die Auslastungsgrade der Seniorenheime St. Clara (15 freie Plätze) und Bonifatius (31 freie Plätze) unterstrich die Vorsitzende des Planungs- und Verkehrsausschusses, Gertrud Klein, „dass eine kombinierte Lösung aus Betreuungsplätzen und seniorengerechten Wohnungen, wie vom Entwickler vorgeschlagen, die sinnvollste Lösung für Heimerzheim sei. Auch Wohnraum sei in Swisttal rar und das generationenübergreifende Leben im Heimerzheimer Ortskern wäre ein Gewinn für den Ort. Durch diese differenzierte Lösung sei auch die Konkurrenzhypothese der Verwaltung, sofern sie zutreffen sollte, weitgehend vom Tisch. Dabei bleibe allerdings nach wie vor offen, warum die Verwaltung im Vorfeld der Planung eines Seniorenheims an den Heimerzheimer Märkten keine Gefahr für das Buschhovener Projekt gesehen hatte?“ Bereits zum damaligen Zeitpunkt bestand kein Zweifel an der Notwendigkeit eines Seniorenheims für Buschhoven.
Pressemitteilung
CDU-Fraktion Swisttal
