Seniorenunion des CDU Gemeindeverbandes Mendig
Sicherheitsberatung erzeugte großes Interesse
Mendig. In der Reihe der monatlichen Veranstaltungen der Senioren-Union im Gemeindeverband Mendig war das Thema im Februar die Sicherheitsberatung. Krankheitsbedingt war die Teilnehmerzahl diesmal etwas geringer. Als Referenten konnte der Vorsitzende Theo Winkel vom Polizeipräsidium Koblenz, Frau Theis und Herrn Thomas begrüßen. In der zweistündigen Veranstaltung wurden Maßnahmen zum Einbruchsschutz, Diebstahl, Trickbetrügereien , Kaffeefahrten, der Umgang mit Telefonanrufen und Gewinnmitteilungen behandelt.
Abwesenheitssignale locken Diebe an
Zunächst wurde auf die vielfältigen Möglichkeiten beim Einstieg in Wohnungen hingewiesen und wertvolle Tipps zu Vermeidung oder Erschwerung gegeben. Aussagen wie „bei mir lohnt es sich nicht“, „bei uns wird nicht eingebrochen“ oder „ich bin ja versichert“ werden häufig gemacht. Ist man dann aber einmal betroffen, geht das Sicherheitsgefühl in der eigenen Wohnung verloren, es kommt zu psychischen Belastungen und Angstgefühlen.
Wohnungseinbrüche finden oft dort statt, wo dem Dieb Abwesenheit signalisiert wird. Das können heruntergelassene Rollläden aber auch überquellende Briefkästen sein. Hier kann ein aufmerksamer Nachbar hilfreich sein. Angekündigte Abwesenheit können auch die Todesanzeigen oder Texte auf dem Anrufbeantworter sein.
Diebstahl in Krankenhäusern sind eine weitere Masche von Diebesbanden.
Alleinstehende Senioren fallen besonders häufig auf Trickbetrüger herein
Bei den Trickbetrügereien dürften der Enkeltrick, Toilettengang, Stromabsteller, Zählerableser, die Frage nach einem Glas Wasser oder aber auch Anrufe als Polizei, Kripo oder Staatsanwalt , die zur Sicherungsverwahrung von Geld und Schmuck auffordern, hinlänglich bekannt sein. Immer wieder fallen aber besonders alleinstehende Senioren auf diese Tricks herein und werden zum Teil um erhebliches Vermögen gebracht. Hier ist der beste Schutz, gar nicht auf die Forderungen einzugehen und nach Möglichkeit die Polizei unter der Rufnummer 110 verständigen. Eine im Display erscheinende Rufnummer 110 oder mit Vorwahl und 110 sind niemals von der Polizei, die Notrufnummer wird niemals für Anrufe verwendet. Bei Kaffeefahrten wird immer wieder versucht, die Teilnehmer über den Tisch zuziehen und überteuerte Produkte an den Mann zu bringen. Die Lokalitäten sind so gewählt, dass man die Veranstaltung nicht verlassen kann. Hierbei kann es sich um den Straftatbestand der Freiheitsberaubung handeln. Man kann dann versuchen, die Adresse zu erfahren und die Polizei verständigen.
Hilfreiche Tipps
Ein weiteres Thema waren die unerwünschten Telefonanrufe. Bestes Mittel ist hier einfach den Hörer aufzulegen und bei fortwährender Belästigung die Bundesnetzagentur verständigen (rufnummernmissbrauch@bnetza.de)
Gewinnmitteilungen sollte man in die Papiertonne entsorgen, wenn man an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat.
Bei Bankkartenverlust (Kreditkarte/Girokarte) ist neben der Meldung an die Bank auch immer die Anzeige bei der Polizei erforderlich. Die Ausführungen der Polizeibeamten wurden von den Seniorinnen und Senioren mit Interesse aufgenommen, diskutiert und am Ende mit viel Applaus bedacht.
Vom Sicherheitsbeauftragten der Verbandsgemeinde Mendig, Alfred Keip, wurden noch moderne Sicherheitsbeschläge für Türen und Fenster vorgestellt.
Theo Winkel bedankte sich am Ende der Veranstaltung mit einem Blumengebinde und Mendiger Bier bei den Referenten.
Pressemitteilung der
Seniorenunion des CDU
Gemeindeverbandes Mendig
