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Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Bendorf

Solidarisch mit Hambach-Umweltschützern

Mit sechs Bussen fuhren Bündnisgrüne und BUND zur Großdemonstration im Hambacher Forst - Sie fordern schnelles Ende für klimaschädliche Braunkohleverstromung

Solidarisch mit Hambach-Umweltschützern

Von der Kundgebung in Koblenz ging es dann weiter zur Großkundgebung in den Hambacher Forst. Foto: privat

15.10.2018 - 12:31

Bendorf. Richtig verstandenes Umweltbewusstsein reicht weiter als bis an den eigenen Gartenzaun. Deshalb haben sich Mitglieder des Ortsverbands Bendorf von Bündnis 90/Die Grünen an den Protesten gegen die Abholzung des Hambacher Forsts (bei Köln) beteiligt. Von Koblenz aus, wo der Naturschutzbund BUND zu einer Kundgebung aufgerufen hatte, waren sechs Busse nach Hambach gestartet, wo man sich an einer Großkundgebung beteiligte. Nach Schätzungen der Polizei demonstrierten rund 50.000 Besucher gegen die Pläne des Energieunternehmens RWE, den Wald im Hambacher Forst dem Braunkohletagebau zu opfern. Sie halten das für überflüssig, da die Stromgewinnung durch Kohle für die weltweite Klimaerwärmung verantwortlich gemacht wird und ohnehin innerhalb kürzester Zeit beendet werden müsse.

Durch die Rodung des Waldes, so die Bendorfer Bündnisgrünen, wolle der RWE-Konzern die Voraussetzungen für den Braunkohleabbau für weitere 30 Jahre schaffen.

Der Hambacher Forst sei nach der letzten Eiszeit als Mischwald entstanden. Ursprünglich war er mehrere tausend Hektar groß. Für den Kohleabbau wurde bereits der größte Teil abgeholzt. RWE wolle nun weitere 100 Hektar der verbliebenen 200 Hektar roden. Gegen die Rodung des Hambacher Forstes kämpfen seit 2012 Umweltaktivisten. Unter anderem errichteten sie Baumhäuser in dem betroffenen Waldgebiet. Seit Mitte September läuft die polizeiliche Räumung der Baumhäuser , in denen Umweltaktivisten gewaltlosen Widerstand leisten. Vor einer Woche verfügte das Oberverwaltungsgericht Münster einen Rodungsstopp für den Hambacher Forst. Das Großaufgebot der Polizei, die mit der Räumung des Waldes beauftragt war, zog sich daraufhin zurück. Noch am selben Wochenende fand in Hambach die Großdemonstration gegen die Kohleverstromung statt, an der sich auch die Bendorfer Umweltschützer beteiligten.

Für sie heißt das in Deutschland zuallererst: Die dreckigsten Kohlemeiler sofort abschalten, bis 2030 schrittweise ganz aus der Verstromung von Kohle aussteigen und keinesfalls neue Kohle-Abbaugebiete in Angriff nehmen. In einer Mitteilung der Bendorfer Bündnisgrünen heißt es: „Wir unterstützen diesen Protest. Es gilt, die Klimakatastrophe aufzuhalten und erneuerbare Energien konsequent auszubauen.“

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen

Ortsverband Bendorf

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19.10.2018 18:15 Uhr
Helmut Gelhardt

Nur zur Aufklärung: In Rheinland-Pfalz ist Windkraft in Naturschutzgebieten und in Gebieten mit zusammenhängendem Laubholzbestand mit einem Alter von über 120 Jahren absolutes Tabu! In Landschaftsschutzgebieten und Natura 2000-Gebieten ist in RLP Windkraft zwar möglich, aber nur, wenn die Schutzzwecke und Erhaltungsziele nicht erheblich beeinträchtigt werden. Klar: Windkraft als Klimaschutz kann mit anderen Umweltschutzbereichen in Konflikt geraten. Insbesondere durch Schädigung der Vogel- und Fledermauspopulation. Das ist unstreitig. Dann muss im Interesse des Gemeinwohls äußerst sorgfältig und gerichtsfest abgewogen werden.Und der Strombedarf muss insgesamt drastisch gesenkt werden.Unbegrenztes Wachstum ohne Naturschädigung gibt es nicht! Aber was hat Windkraft an sich mit dem ökologisch völlig unsinnigen Abholzen des Hambacher Forstes zu tun. Absolut nichts! Es ist völlig richtig, dass DIESE GRÜNEN und der BUND gegen diesen Abholzfrevel energisch und erfolgreich protestiert haben.



19.10.2018 16:22 Uhr
juergen mueller

Nachtrag zum Kommentar von Herrn Klasen:
HESSEN - "REINHARDSWALD" = NATURSCHUTZGEBIET - Lt. Beschluss von CDU und GRÜNEN soll gerodet werden.
WOFÜR? Für WINDKRAFTANLAGEN.
Grün ist schon lange nicht mehr grün.
Wird Zeit, dass sie sich ein anderes, weniger verlogenes Logo zulegen.



16.10.2018 14:10 Uhr
Uwe Klasen

Unglaublich populistisch und Unglaubwürdig, wurde doch 2016 von der damaligen rot-grünen Landesregierung die Rodung und Nutzung des Hambacher Forstes genehmigt. So sind also Zusagen der Grünen zu bewerten: Bedeutungslos!



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Kommentare
Anonym:
Vielleicht könnte auch mal jemand die Bauarbeiten in der Römerstraße hinterleuchten. Den großen Teil zahlen Anwohner und anliegende Firmen obwohl das die Hauptzufahrtsstraße zum Sportplatz ist, auch von den Baufirmen des neuen anliegenden Wohngebietes wurde die Straße bevorzugt genutzt und geschädigt. Große Bäume die vor vielen Jahren genauso wie Straßenbeleuchtung illegal gesetzt wurden werden zwar durch die Bauarbeiten beschädigt und stellen eine große Gefahr dar werden aber nicht beseitigt weil niemand die Kosten dafür tragen möchte. Dies wurde aber den Anwohnern zugesagt, wurden die Anwohner vorsätzlich angelogen bzgl. der Grundstücksgrene um das vorhaben durchzubekommen und im nachhinein hinter den Rücken der betroffenen zu ändern?
H. Schmidt:
Warum unsere Landesregierung das nicht aufgreift, liegt auf der Hand: Ein entsprechender Entschließungsantrag kam dummerweise von der falschen Partei (CDU, Landtagsdrucksache 17/7994), und ein entsprechender Gesetzesentwurf sogar von der ganz falschen (AfD, Drucksache 17/7619). Würde es in der Landespolitik um sachliche Auseinandersetzungen mit dem Thema gehen, und weniger darum wer im Sandkasten wessen Schäufelchen geklaut hat, müsste man wie die SPD im Nachbarland agieren, aber... Das ist im Übrigen kein auf die SPD oder die Landesebene beschränktes Phänomen, auch bei den anderen Parteien gibt es eine nahezu beliebige Austauschbarkeit einzelner Positionen und Argumentationen zu Sachthemen, je nachdem ob man gerade Regierung oder Opposition ist, und wer gerade mit einer Initiative ums Eck kommt. Und das ist einer der Hauptgründe für die weiter steigende Politikverdossenheit, die Wahlbeteiligungen, und v.a. auch die Wahlergebnisse sogenannter Alternativen.
H. Schmidt:
Das ist mal eine lustige Pressemeldung, fast schon mit Trump-Twitter-Ähnlichkeit. Wieso? Nun: Die Gemeinde veröffentlicht anscheinend neuerdings auf ihrer Homepage die kompletten Sitzungsunterlagen, und im "Sozial-, Kultur-, Sport- und Demografieausschuss" im Januar steht dieser Punkt tatsächlich auf der Agenda. Dort ist als Dokument auch ein Leistungsverzeichnis zu finden, wie die Verpflegung der Grundschule Ringen seit einigen Jahren aussieht. Und dort wird genau aufgelistet, was an 20 Verpflegungstagen wie oft serviert werden darf (Punkt 4.4). Von "Nudel-Soße-Ketchup-Mix" kann man da überhaupt nichts erkennen. Mind. 8x frische Kartoffeln, maximal 4x Hackfleisch, usw. alles genau dort vorgegeben. Ich würde die CDU ungern wegen Fotos mit Hühnern auf dem Arm wählen, lieber wegen einer Politik, die sich an Tatsachen orientiert, und etwas weniger am Wahlkampf und den unbedingt auszugebenden Haribo-Einnahmen. Unsere Kinder essen jetzt schon gut, zum aktuellen Preis.

Erfolgreicher Start ins Wahljahr

Helmut Gelhardt:
Das war eine sehr gute Veranstaltung. Der Redner Detlef Placzek, der schon 2018 in Bendorf beim DGB anlässlich der der '1. Mai-Feier' inhaltlich sehr gut gesprochen hat, ist der Politiker-Typus: sachorientiert, hartnäckiger Zielverfolger, sozial hochkompetent und hochengagiert. Politische Schaumschläge- reien sind von ihm nicht zu erwarten. Das ist wohltuend. Seine Stärke ist das politische Argument. Die Rheinland-pfälzische SPD hat hier einen ausgezeichneten Mann. Er benennt auch klar Fehler der SPD im Bund! Aber er belässt es nicht bei der politischen Rückschau, sondern benennt sachkundig die vielfältigen politischen Erfolge der SPD in Rheinland-Pfalz von 1991 bis heute. Manchmal wird der eine oder die andere beim Genossen Placzek den "politischen Säbel" vermissen. Gleichwohl: Ein MEHR von diesem Typ Politiker ist immer gut! Die Engerser SPD macht ihr Ding. Weiter so! "Nah bei de Leut" ist keine Nostalgie, sondern absolute Pflicht! Ein Kritikpunkt: Der Gitarrenvirtuose kam zu kurz!
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