Landrat Achim Schwickert:

Solidarisch sein bedeutet, dass wir alle uns gegenseitig Hilfe und Unterstützung gewähren

Landrat Achim Schwickert appelliert an die Westerwälderinnen und Westerwälder

Solidarisch sein bedeutet,
dass wir alle uns gegenseitig
Hilfe und Unterstützung gewähren

Landrat Achim Schwickert appelliert an die Bürger, durchzuhalten. Foto: Pressestelle des Westerwaldkreises

22.10.2020 - 16:56

Liebe Westerwälderinnen und Westerwälder,

Ich wende mich heute vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Fallzahlen auch im Westerwaldkreis an Sie.

Die Zahl der Appelle vieler Stellen und Personen häufen sich exponentiell zu den steigenden Fallzahlen. Und auch ich habe mich dazu entschlossen, mich als Landrat unseres Westerwaldkreises an Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, zu wenden.

Bei sachlicher Betrachtung ist Folgendes festzustellen:

Fakt ist: Die Pandemie ist nicht vorbei.

Fakt ist: Das Virus nützt nach wie vor jede Chance, um bei zu geringem Abstand von dem einen Menschen auf den anderen überzuspringen.

Fakt ist: Die Zahlen steigen nicht nur dynamisch, sondern rasant im ganzen Kreisgebiet aus den unterschiedlichsten Gründen und Situationen an.

Fakt ist aber auch: Keine wie auch immer gearteten Empfehlungen, Hinweise, Aufforderungen oder Appelle und auch Anordnungen werden den Einzelnen davon entbinden können, sich in seinem persönlichen Bereich nach bestem Wissen und Gewissen einzuschränken.

Die Wissenschaft, aber auch die täglichen Erfahrungen im Gesundheitsamt, zeigen uns ganz klar: Die Ausbreitung des Virus hängt direkt und ausschließlich von der Zahl der Kontakte, der Begegnungen und Alltagssituationen ab, die jeder von uns hat.

Die Ausbreitung des Virus erfolgt dabei in besonderem Maße immer dann, wenn wir Menschen uns zusammen ohne Masken, ohne jeglichen Abstand und ohne Lüftung über einen Zeitraum von mehr als 15 Minuten gemeinsam aufhalten und auch nur einer von uns dabei das Virus in sich trägt. Es gilt deshalb, diese Situationen überall dort zu vermeiden, wo sie nicht notwendig sind.

Die steigenden Fallzahlen sind - zumindest hier im Westerwaldkreis derzeit noch - weitestgehend zurückzuführen auf Feierlichkeiten und Zusammenkünfte jeglicher Art, meist im privaten Bereich, bei denen die Abstandsregelungen eben nicht eingehalten werden.

Jeder Einzelne, ich, Sie, wir alle, müssen jetzt alles tun, damit nicht noch mehr Leute weiter unkontrolliert erkranken und im schlimmsten Fall sterben!

Und das geht nur so:

- Einhaltung des Mindestabstands von mindestens 1,50 Metern, besser 2 Metern

- PLUS das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

- PLUS das regelmäßige Händewaschen und Hände desinfizieren

- PLUS das regelmäßige Lüften in Räumen, in denen wir uns länger als eine Viertelstunde aufhalten

- PLUS Verzicht auf jede Reise, jede Feier, jeden Kontakt, der nicht zwingend notwendig ist.

Ja, ich weiß, das war und ist hart für jeden Einzelnen von uns.

Und ich weiß auch, das ist ein schwerer Verzicht für alle von uns, die wir schon seit März mit Einschränkungen diverser Art zu leben haben.

Aber wir müssen da jetzt durch!

Und wir wissen auch alle - und das möchte ich an dieser Stelle auch ausdrücklich erwähnen - es muss nur zeitweilig geleistet und ausgehalten werden.

Lassen Sie mich abschließend noch eines ganz klar machen:

Diese Situation jetzt führt uns das Wesen unserer Solidargemeinschaft vor Augen.

Denn egal welche Entscheidungen Bund, Land oder Kommunen für uns treffen:

Jeder Bürger ist nicht für sich alleine verantwortlich, sondern solidarisch sein bedeutet, dass wir alle uns gegenseitig Hilfe und Unterstützung gewähren.

Jede Gemeinschaft ist nur so erfolgreich, wie jeder Einzelne von uns bereit ist, sich einzubringen und einzusetzen!

Liebe Westerwälderinnen und Westerwälder, bitte zeigen Sie sich solidarisch mit mir, mit allen Westerwälderinnen und Westerwäldern, und lassen Sie uns gemeinsam dafür einstehen, dass wir diese Krise gesund und unversehrt überstehen!

Ich danke Ihnen herzlich, bleiben Sie bitte gesund!

Ihr Achim Schwickert,

Landrat des Westerwaldkreises

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Gefährlicher Fund führt zu Straßensperrung

Spaziergänger findet Handgranate

Andernach. Am 2. Dezember erschien ein Spaziergänger auf der Polizeiinspektion Andernach, um einen Fundgegenstand abzugeben, den er kurz zuvor am Rhein in Andernach aufgefunden hatte. Die eingesetzten Beamten staunten nicht schlecht, als er aus einem Tuch eine Handgranate hervorholte. Da nicht auszuschließen war, dass die Handgranate noch scharf war, wurde der Spaziergänger unverzüglich gebeten, die Dienststelle zu verlassen, die Handgranate draußen abzulegen und die Örtlichkeit zu verlassen. mehr...

Gottesdienst-Stream aus Vallendar gewinnt JugendGottesdienstAward

„Liebesbündnisfeier“ belegt ersten Platz

Trier/Vallendar. „Einzigartig!“ unter dieser Überschrift hat der JugendGottesdienstAward im Bistum Trier gestanden, der nun im Rahmen einer digitalen Preisverleihung und eines gemeinsamen Gottesdienstes vergeben wurde. Gesucht war der beste Jugendgottesdienst, der von Kindern und Jugendlichen im Alter bis 27 Jahren konzipiert wurde. Gewonnen hat eine Gruppe der Schönstatt-Bewegung aus Vallendar. Sie... mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Wie feiert ihr im Corona-Jahr 2020 euer Weihnachtsfest?

Ich halte die Lockerungen für unsinnig und werde auch dann auf unnötige Kontakte verzichten.
Ich halte mich an die gültigen Corona-Regelungen. 10 Personen unterm Weihnachtsbaum reichen völlig!
Ìch feiere wie immer - wegen eines Virus' werde ich nicht auf geliebte Traditionen verzichten.
Ich nutze die Gelegenheit und erfinde das Fest neu - mit weniger Menschen, die ich umso mehr liebe.
Ich bin mittlerweile völlig von den immer neuen Regelungen verwirrt und weiß gar nicht so genau, was an Weihnachten genau gilt.
Marketing-Tipp "Corona-Spezial": Lächeln
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 
Kommentare

Burgfestspiele- Adventskalender 2020

Christa Spreemann:
Hallo und adventliche Grüße. Ich bin neu zu gezogen , habe aber schon von den wunderschönen Burgfestspielen gehört und würde mich freuen über den Gutschein um mir eine Meinung zu bilden in einer bis dahin hoffentlich coronafreien Spielzeit.Bleiben Sie gesund...
Gabriele Friedrich:
So kann man natürlich auch die Leute ausfragen. Ich glaube kaum das jemand hier schreibt, wie er Weihnachten feiert. Wenn 3 Geschichten hier stehen, schließe ich mich an....
Wally Karl:
Ich glaube nicht das die Politik es darauf anlegt vom Bürger verstanden zu werden. Abgehobene Gespräche werden in Politkreise als adelnd empfunden....
Gabriele Friedrich:
So ein geschwurbelter Text, nur um 100.000 Euro zu verbrennen. Bürgerinformationen sehen anders aus! WO soll WAS gemacht werden? ...
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlenKommentiert