Schweigemarsch mit Kundgebung in Meckenheim
Solidarität mit iranischen Frauen
Meckenheim. Bei eisiger Kälte trafen sich auf Initiative der Frauen Union gut 20 Bürgerinnen und Bürger am Neuen Markt zu einem Schweigemarsch, um Solidarität mit den Frauen im Iran zu bekunden. Mit Plakaten und Lichtern zog die Gruppe durch die Fußgängerzone zur orangefarbenen Bank gegenüber dem Mosaik-Kulturhaus, die ein Symbol gegen Gewalt an Frauen darstellt. Auch eine iranische Frau war unter den Demonstranten, sie berichtete, es sei ihr wichtig, ein Zeichen zu setzen.
Bei der kurzen Abschlusskundgebung sagte Frauen-Unions-Vorsitzende Sabrina Gutsche: „Für uns ist es selbstverständlich, in einem Land zu leben, in dem wir unsere Meinung sagen und frei sein können.“ In Iran seien die Frauen bereit, für diese Rechte ihr Leben zu riskieren. Sie endete mit dem Slogan der demonstrierenden Frauen und der Männer, die sie in ihrem Kampf unterstützen: „Frau, Leben, Freiheit!“
Zum Hintergrund: Nach dem Tod der zweiundzwanzigjährigen Jina Mahsa Amin sind in Iran Proteste aufgeflammt, die sich zu einem Flächenbrand entwickelt haben. Die junge Frau war von der berüchtigten Sittenpolizei festgenommen worden, weil ihr Kopftuch nicht „korrekt“ saß. Dies bezahlte sie mit ihrem Leben; mutmaßlich wurde sie in der Haft schwer misshandelt.
Pressemitteilung der
CDU Meckenheim
