Politik | 29.07.2016, 15:26 Uhr

Agentur nennt rein saisonale Gründe als Ursache

Sommerloch fällt sehr moderat aus

Statistik: Arbeitslosigkeit im Landkreis Ahrweiler steigt im Juli minimal an

Kreisgebiet. Wie erwartet ist der Arbeitsmarkt mit Beginn der Sommerferien ins sogenannte „kleine Sommerloch“ gefallen. Allerdings fällt dieses im Landkreis Ahrweiler bislang sehr gering aus: 2.450 arbeitslose Frauen und Männer zählten die Statistiker der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen Ende Juli in der Region – zwölf mehr als vor einem Monat. Verglichen mit dem Vorjahr geht die Arbeitslosigkeit hingegen deutlich zurück, denn Ende Juli 2015 waren im Ahrkreis noch 457 Arbeitslose mehr registriert. Die Arbeitslosenquote liegt wie vor vier Wochen bei 3,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.

Grund für die im Sommer regelmäßig ansteigende Arbeitslosigkeit seien vor allem jene jungen Menschen, die kurz vor Ferienbeginn ihre Lehrzeit beenden, von ihren Ausbildungsbetrieben jedoch nicht übernommen werden, erklärt Christina Arend, die stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. „Da sich auch viele Betriebe in den Sommerurlaub verabschieden, finden manche dieser Nachwuchskräfte erst nach Ende der Ferien eine Anschlussbeschäftigung.“ Ein Problem sei das aber in aller Regel nicht. „Zuverlässige Fachkräfte werden von Unternehmen händeringend gesucht, so dass die allermeisten Betroffenen nach der Sommerpause schnell eine neue Stelle finden werden. Etwas länger dauert´s wohl nur bei denjenigen, die studieren wollen und auf den Semesterbeginn im Herbst warten müssen.“

2.450 arbeitslose Frauen und Männer

Gestützt wird diese Einschätzung von der Entwicklung am Stellenmarkt. Im Landkreis Ahrweiler wurden in den letzten vier Wochen 230 neue Stellenangebote an den Arbeitgeberservice gemeldet. Damit registriert die Agentur 726 offene Stellen in der Region – 158 mehr als vor einem Jahr.

Vom saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit ist diesmal, statistisch betrachtet, ausschließlich der Rechtskreis des Sozialgesetzbuches (SGB) III betroffen: Die Arbeitslosigkeit stieg bei jenen Menschen, die meist noch nicht länger als ein Jahr arbeitslos sind und zur Gemeinschaft der Arbeitslosenversicherung gehören, um 105 auf 991 an. Vor einem Jahr waren allerdings auch in diesem Rechtskreis noch 162 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Im Rechtskreis SGB II - dem jene Arbeitslosen zugeordnet sind, die von den Jobcentern betreut werden und auf Grundsicherung angewiesen sind - sank die Arbeitslosigkeit dagegen in den letzten vier Wochen um 93 auf nun 1.459 ab. Vor einem Jahr waren im SGB II noch 295 Personen mehr gemeldet.

Alles in allem, betont Christina Arend, sei die Situation aus Sicht der Arbeitsagentur also trotz minimalem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Landkreis Ahrweiler sehr erfreulich. Dabei betont sie vor allem die günstige Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. „Zwar kann es noch einige Wochen dauern, bis die Arbeitslosenzahlen wieder im gewohnten Maß sinken, aber das bislang eher schwach ausgeprägte Sommerloch deutet darauf hin, dass der regionale Arbeitsmarkt nach wie vor äußerst robust ist.“

Agentur für Arbeit

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