Politik | 07.02.2019

Gespräch in Kita Löwenzahn eröffnet neue Perspektiven

Sozialdemokraten begrüßen Kitaplatz-Anmeldung per „Little Bird“

Die Mitglieder des SPD-Stadtverbandes, tauschten sich vor Ort mit der Leiterin der Kindertagesstätte Löwenzahn, Frau Heike-Neumann-Dittrich, über die aktuelle Situation junger Familien mit Kindern aus.Foto: privat

Andernach. Wie der aktuellen Presse entnommen werden kann, fehlen in Andernach noch immer etwa 150 Plätze Kita-Plätze. Grund genug für die Mitglieder des SPD-Stadtverbandes, sich vor Ort mit der Leiterin der Kindertagesstätte Löwenzahn, Frau Heike-Neumann-Dittrich, über die aktuelle Situation junger Familien mit Kindern auszutauschen.

Großes Interesse und positiven Anklang fand das neue Anmeldesystem für Kita-Plätze in Andernach unter dem Namen „Little Bird“. Über eine Webseite können Eltern ihre Kinder direkt in einer der angebotenen Einrichtungen anmelden und dabei bis zu drei Einrichtungen favorisieren.

Positiv beeindruckt zeigten sich die Sozialdemokraten vor allem vom Konzept der „offenen Räume“, bei dem die Kinder zwar in einem farblich markierten Raum „ihren“ Bezugserzieher finden, aber dennoch frei sind in der Wahl anderer Raum- und Spielmöglichkeiten. Vor allem die Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre seit Eröffnung des neuen zweigeschossigen Gebäudes am Rennweg interessierten die SPD-Mitglieder. „Auf der Suche nach Lösungen zur Deckung des aktuellen Bedarfs an Kita-Plätzen wollen wir natürlich aus erster Hand erfahren, ob es Dinge gibt, die bei einem eventuellen Neubau zu beachten sind.“, erläutert Ulla Wiesemann-Käfer, stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes.

„Nach dem die Kita Löwenzahn mit dem Neubau des Gebäudes von erstmals 44 auf heute 110 Kinder aufwuchs, mussten sich einige Erzieher und Erzieherinnen zunächst an den neuen Geräuschpegel gewöhnen.“, gibt Heike Neumann-Dittrich offen zu. Für die Kita-Leiterin ging der Aufwuchs gleichzeitig mit einem höheren Verwaltungsaufwand einher. Wie die Sozialdemokraten auf Nachfrage erfuhren, spielt die Größe einer Kita-Einrichtung nicht nur bei Eltern, sondern auch bei Erziehern eine große Rolle. So käme es beispielsweise vereinzelt vor, dass ErzieherInnen nach gewisser Zeit in kleinere Einrichtungen der Umgebung wechseln würden, was sich wiederum auf die Organisation der Einrichtung auswirkt. „Unser Gespräch vor Ort zeigt deutlich, dass wir uns beim Bau einer Kita in der Innenstadt eher für zwei kleinere Gebäude mit jeweils drei Gruppen entscheiden sollten, als für ein einzelnes Gebäude mit sechs Gruppen.“, stellt SPD Fraktionsvorsitzender Marc Ruland, MdL, deutlich heraus.

Die Besichtigung der Kita Löwenzahn bot den Sozialdemokraten auch die Möglichkeit, sich über die Möglichkeiten präventiver Sozialarbeit im Kindertagesstättenbereich Gedanken zu machen. „Wir wollen nicht nur Chancengleichheit schaffen, sondern die Kinder möglichst früh abholen.“, unterstreicht Ruland.

Darüber hinaus diskutierten die SPD-Mitglieder über die Möglichkeiten zur Einstellung einer Verwaltungskraft für Andernacher Kitas sowie über eine Erweiterung des bereits vorhandenen „Springerpools“, also ErzieherInnen, die im Krankheitsfall einspringen können. Grund hierfür war die Tatsache, dass gleich mehrere Andernacher Kita-Einrichtungen in der Woche des Vor-Ort-Termins aufgrund des hohen Personal-Krankenstandes früher schließen mussten. Zwar hat die die Stadt seit längerem neue „Springer-Kräfte“ in einem Pool bilden können, doch reichen diese in Zeiten von Erkältungswellen noch immer nicht aus. Ein erweiterter „Springerpool“ könnte Zeiten hoher Krankenstände deshalb besser auffangen und hätte zudem den Vorteil, dass das ausgebildete Personal für neuerrichtete Kitas gewonnen werden könnte.

Pressemitteilung

der SPD Andernach

Die Mitglieder des SPD-Stadtverbandes, tauschten sich vor Ort mit der Leiterin der Kindertagesstätte Löwenzahn, Frau Heike-Neumann-Dittrich, über die aktuelle Situation junger Familien mit Kindern aus.Foto: privat

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