Restrukturierung bei Schottel
Sozialverträglich heißt, keine betriebsbedingten Kündigungen
Spay. Der geplante Stellenabbau beim Schiffsantriebunternehmen Schottel mit Sitz in Spay, wurde von den Beschäftigten in Spay und Emmelshausen-Dörth auf einer Mitgliederversammlung der IG Metall heftig diskutiert.
Mehr als zehn Prozent der Belegschaft sollen das Unternehmen verlassen. Laut Geschäftsführung soll der Abbau sozialverträglich erfolgen. Die Arbeitnehmervertreter sehen sich allerdings nicht ausreichend über die geplanten Maßnahmen informiert.
„Uns liegen Pläne vor, dass mehr als die Hälfte über betriebsbedingte Kündigungen und Aufhebungsverträge ausscheiden sollen,“ erklärt Sven Schröder, Betriebsratsvorsitzender der Standorte Spay und Dörth und betont weiter: „Kündigungen sind nie sozialverträglich.“ „Hinter Kündigungen stehen immer Menschen mit ihren Familien in der Region. Außerdem schwächen solche Ankündigungen die Motivation der Belegschaft und damit die Zukunftsfähigkeit des Betriebes,“ unterstreicht Heinz Braun, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Schottel in Spay und Dörth.
Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall fordern die Geschäftsführung auf, nicht nur von sozialverträglichen Maßnahmen zu sprechen, sondern dies in die Tat umzusetzen. „Das geht nur, wenn betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Die Geschäftsführung muss sich zur Verantwortung für die Belegschaft und die Region bekennen“, sagt Sven Schröder. Stefanie Majer von der IG Metall Koblenz erklärt: „Wir fordern Sicherheit im Wandel für die Beschäftigten. Wenn die Geschäftsführung den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen erklärt, stehen wir für Gespräche über alternative Lösungen zur Verfügung.“ Pressemitteilung der
IG Metall Koblenz
