Politik | 02.05.2018

Senioren-Union Swisttal in Berlin

Spannende Tage in der Hauptstadt

Die Swisttaler Gruppe auf der Kuppel des Reichstagsgebäudes. privat

Swisttal. 20 Mitglieder der Senioren Union Swisttal unter der Leitung des Vorsitzenden Wilfried Mühlhausen besuchten auf Einladung von Dr. Norbert Röttgen, MdB, und der Organisation durch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung die Bundeshauptstadt Berlin. Zwei volle Tage mit einem abwechslungsreichen Programm standen den Besucherinnen und Besuchern, die durch Mitglieder der Senioren Unionen des Wahlbezirks von Röttgen (Bad Honnef und Rheinbach) insgesamt auf 48 Personen angewachsen waren, zur Verfügung. Die gesamte Gruppe war in einem Hotel im Prenzlauer Berg untergebracht und so bot die Umgebung des Hotels mit vielen Kneipen, der Kulturbrauerei, dem Prater und mehr auch nach dem offiziellen Programm, reichlich Möglichkeiten, Berlin zur Nachtzeit kennen zu lernen. Da Röttgen eine Strähne schönstes Frühlingswetter und Wärme bis in die späte Nacht gebucht hatte, stand nichts dem politischen Kennenlernen und der Erholung davon im Wege.

Dem Finanzministerium galt die erste Visite.

Das Haus hat eine unterschiedliche Vorgeschichte und war zu DDR-Zeiten das Haus der Ministerien, nachdem es zuvor unter Göring als Luftfahrtministerium gedient hatte. Heute residiert seit der Wende der Finanzminister in diesen geschichtsträchtigen Mauern. Es ist ein Schlüsselministerium, in dem Bundesminister Schäuble die schwarze Null erfunden hat. Der Neue, Olaf Scholz, will daran festhalten, wie im Koalitionsvertrag vereinbart.

Das Herz unserer Demokratie ist das Parlament. Der umgestaltete Reichstag war deshalb die zweite Station.

Das Geschehen im Deutschen Bundestag hautnah mit zu erleben, dafür sorgt ein nicht abreißender Besucherstrom, der durch die Saaldiener im alten Habit mit Frack und Fliege auf die Besuchertribüne gelenkt wird.

Die Senioren erlebten eine aktuelle Fragestunde, in der der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Günter Krings aus dem Innenministerium Rede und Antwort auf Fragen zur Flüchtlingspolitik geben musste und viele Ergänzungsfragen zu beantworten hatte. Als Sitzungspräsident erlebten die Besucher den ehemaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden Oppermann.

Nach diesem kurzen Einblick in den parlamentarischen Betrieb stand Dr. Norbert Röttgen für einige Fragen zur Verfügung. Leider war seine Zeit für die Wahlkreisbürger knapp bemessen, da er an der aktuellen Debatte um die Syrien-Frage im Bundestagsplenum teilnehmen musste. Aber er konnte versichern, dass der Syrienkonflikt nicht das einzige Thema sei, sondern auch die Ukraineproblematik nach wie vor mit Priorität auf der Themenliste der Kanzlerin und des Bundestages stehe.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der jüngeren Geschichte. In Potsdam in der Lindenstraße wurde deutlich, mit welcher bodenlosen Menschverachtung radikale Systeme anders denkende Menschen verfolgten, quälten, zu Gefängnis oder gar zum Tode verurteilten. So diente die Lindenstraße sowohl den Nazis, als auch der Besatzungsmacht Sowjetunion und schließlich der DDR als Gefängnis, als Folteranstalt und perfider Maschinerie, um Menschen zu brechen und ihrer Würde zu berauben. Es wurde Rechtsstaatlichkeit vorgegaukelt, in Wahrheit keine Spur davon, sondern reine Willkür. In der DDR-Zeit wurden Verurteilte von der Bundesrepublik freigekauft. Es sollen 72.000 Menschen gewesen sei. Der DDR-Unrechtsstaat verdiente an diesem Menschenhandel 2,8 Mrd. DM.

Ebenfalls in Potsdam wurde von den damaligen Alliierten Nachkriegsgeschichte geschrieben. Auf Drängen Stalins kamen Truman und Churchill in das Schloß Cecilienhof und legten dort den politischen Rahmen für das Nachkriegsdeutschland und Berlin fest.

Im Schloss sind die historischen Räume noch (oder wieder) so eingerichtet, dass man den Eindruck gewinnen kann, selbst mit dabei gewesen zu sein. Das Potsdamer Abkommen wurde verhandelt, als Truman die Nachricht erhielt, dass die erste Atombombe auf dem Weg zum Zielgebiet in Japan war und wenige Tage danach gezündet wurde. Erst mit der zweiten Atombombe „Fat Man“ und der Zündung über Nagasaki endete der Krieg auch im Pazifik.

Nach so viel politischer Geschichte bot das Restaurantschiff John Barnett in Potsdam, den würdigen Abschlussrahmen. Denn dieses Schiff erinnert an die Zeit, als hier in Potsdam John Barnett eine Werft errichtete und erste Dampfschiffe für Deutschland baute. Heute erinnert wenig an diese Vorgründerzeit. Immerhin ein Schiff mit seinem Namen, auf der die Besucher ein Menü genießen konnten.

Was gab es sonst noch? Eine 500kg Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg war in der Nähe des Hauptbahnhofs gefunden worden und wurde am Abreisetag nach entsprechen weiträumiger Absperrung und Evakuierung erfolgreich entschärft. Deshalb musste die Abreise in den Spandauer Bahnhof verlegt werden.

Pressemitteilung

Senioren Union Swisttal

Die Swisttaler Gruppe auf der Kuppel des Reichstagsgebäudes. Foto: privat

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