Freie Wähler: Tourismuspolitischer Sprecher warnt vor fünf Jahren Vollsperrung
Spaziergang unter Pfaffendorfer Brücke ermöglichen
Forderung: Ideen entwickeln und Koblenz neu denken
Koblenz. Nicht nur Goethes Faust nutzt Ostern für einen langen Spaziergang. Zu den Osterfeiertagen und dem beginnenden Frühling zieht es auch die Koblenzer und ihre Gäste wieder an die Hauptflaniermeilen entlang von Vater Rhein und Mutter Mosel. Doch an der Pfaffendorfer Brücke werden sie jäh gestoppt und dies für die kommenden fünf Jahre Bauzeit.
Für den Freie Wähler-Ratsherren Christian Altmaier ein Unding. Als Tourismuspolitiker tritt er dafür ein, dass Ideen entwickelt und Lösungen gefunden werden, wie die Bauphase der Pfaffendorfer Brücke mit so wenig Einschränkungen wie nötig und größtmöglichen Passagen für Fußgänger wie möglich umgesetzt werden. „Wir müssen Koblenz einfach neu denken, auch bei solchen Mega-Bauprojekten“, so Altmaier.
Daher hat er nun Oberbürgermeister David Langner (SPD) und Baudezernent Bert Flöck (CDU) angeschrieben und um Vorschläge gebeten, wie man die Bauphase auch zum Marketing nutzen kann und die Einschränkungen auf ein Minimum reduziert. „Denn schon mit den ersten sonnigen Tagen können wir in den Rheinanlagen ein hohes Verkehrsaufkommen an Flaneuren vermerken und die Umleitungen müssen besser ausgeschildert werden“, findet der stellvertretende Freie Wähler-Ratsfraktionsvorsitzende Altmaier. Auch den Landtagsabgeordneten Stephan Wefelscheid (Freie Wähler) will Altmaier einschalten: „Denn wenn wir auf allen Ebenen dafür werben, muss es doch möglich sein eine Lösung zu finden.“
„Verweile doch wir sind so schön“, rufen die Koblenzer wie dereinst Faust. „Seit 1999 bin ich Gremienmitglied der Koblenz-Touristik und wir können uns glücklich schätzen so starke Übernachtungs- und Gästezahlen in Koblenz zu haben. Daher muss die gesamte Verwaltung den Wirtschaftsfaktor Tourismus ernst nehmen und darf nicht nur ihr herausragendes singuläre Projekt sehen“, erläutert Altmaier, „wenn die Verträge die geschlossen worden sind es zulassen, müssen wir eine Passage durch die Baustelle ermöglichen. Wenigstens an den Wochenenden und zu Feiertagen wie Ostern darf die Baustelle keine Barriere für Fußgänger am Rheinufer sein.“
Freie Wähler hoffen auf Unterstützung des Stadtvorstandes und wollen ihren Beitrag konstruktiv verstanden wissen: „Wir haben alle das Großprojekt auf dem Schirm und bisher war die Informationspolitik zum Neubau der Brücke gut, doch es kann noch bessergehen“, schließt Altmaier in einer Presseaussendung, „es braucht keinen Mephisto um solch ein Konzept umzusetzen.“ Pressemitteilung der
Freien Wähler Koblenz

Koblenz neu denken?
Das dürfte schwierig werden.
Koblenz ist und bleibt eine Beamten-/Verwaltungsstadt, die sich mit ihrem Denken selbst im Wege steht.
Selbstständiges und konstruktives Denken setzt die Bereitschaft voraus, über den Tellerrand schauen zu können.
Dass damit manch einer überfordert ist, dafür gibt es zahllose Beispiele.
Man könnte auch sagen: "Denken ist Glücksache".