Politik | 10.09.2016, 15:30 Uhr

Kreis Ahrweiler hat 2.100 Waffen vernichtet

Sportschützen müssen trainieren, Jäger müssen jagen

Noch 2.754 Besitzer - Nachweis ist ohne Aufforderung an den Kreis zu liefern

Abgegebene und beschlagnahmte Waffen werden in Schredderanlagen zerstört, sodass nur noch Altmetall übrig bleibt. Kreisverwaltung Ahrweiler
1272

Kreis Ahrweiler. Waffenbesitzer müssen das Bedürfnis nachweisen, warum sie ihre Pistolen, Gewehre oder andere Waffen besitzen. So müssen Sportschützen diesen Sport betreiben, Jäger einen gültigen Jagdschein vorweisen und Waffensammler aktiv ihrer Tätigkeit nachgehen. Darauf macht die Kreisverwaltung Ahrweiler aufmerksam. Die Vernichtung von Waffen, die bei der Kreisverwaltung abgegeben oder von dort eingezogen wurden, gehört mittlerweile zur festen Aufgabe der Waffenbehörde. Seit der Verschärfung des Waffengesetzes 2008 wurden rund 2.100 Waffen aus dem AW-Kreis in Schredderanlagen zerstört. Die Zahl der im Nationalen Waffenregister gespeicherten Waffenbesitzer im Kreisgebiet hat sich seither auf 2.754 verringert; 2008 waren es noch knapp 4.000 Personen. Die Kreisverwaltung stellt klar: Noch immer gibt es Waffenbesitzer, die die sichere Aufbewahrung ihrer Waffen nicht ausreichend dokumentiert haben, obwohl der Nachweis darüber ohne Aufforderung an den Kreis zu liefern ist. Wer dieser gesetzlichen Verpflichtung nicht nachkommt, muss mit dem Widerruf seiner waffenrechtlichen Erlaubnis rechnen. Die Kreismitarbeiter werden die betreffenden Besitzer weiterhin an die Nachweispflicht erinnern und in deren Häusern kontrollieren. Das Gros der Waffenbesitzer lässt sich in drei Kategorien einteilen: Jagdscheininhaber, Sportschützen und zu einem geringeren Anteil Waffensammler. Die gesetzlichen Voraussetzungen zum Erwerb und Besitz von Waffen stützen sich auf entsprechende Vorschriften im Waffengesetz. Für alle Besitzer gelten Grundvoraussetzungen, die zu erfüllen sind. Dies sind vor allem die Zuverlässigkeit, die persönliche Eignung, der Nachweis über die erforderliche Sachkunde und, als zentraler Punkt im Waffengesetz, das persönliche Bedürfnis.

Bedürfnis zum Waffenbesitz muss ständig erbracht werden

Vielen Waffenbesitzern ist nicht bewusst, dass der Nachweis über das Bedürfnis zum Waffenbesitz ständig erbracht werden muss. Nämlich: Sportschützen müssen jederzeit nachweisen können, dass sie den Schießsport regelmäßig betreiben. Die Jagdausübung und damit der Besitz von Waffen setzt einen gültigen Jagdschein voraus. Waffensammler müssen einer Sammeltätigkeit nachgehen, die zeigt, dass sie am Auf- und Ausbau einer kulturhistorisch bedeutsamen Sammlung in einem Sammelgebiet interessiert sind. Fällt das Bedürfnis weg - wenn der Sportschütze nicht mehr regelmäßig trainiert oder nicht an Wettkämpfen teilnimmt, der Jäger nicht mehr zur Jagd geht und keinen Jagdschein einlöst oder der Sammler keine adäquate Sammlung mehr aufbaut - führt dies in der Regel zum Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis. Mehr Infos unter www.kreis-ahrweiler.de, „Bürgerservice“, „Ordnungswesen“, „Waffen und Jagd“. Noch Fragen? Kreisverwaltung Ahrweiler, Tel.: (02641) 97 52 29, 97 52 71 und 97 55 24.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

Abgegebene und beschlagnahmte Waffen werden in Schredderanlagen zerstört, sodass nur noch Altmetall übrig bleibt. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
135

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
142

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Kokubu - 14.01.27
Sessionseröffnung der KG Ringener Wendböggele, 14.11.26
Titelanzeige
Anzeige Käufmannische Sachbearbeitung Versand
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1881

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

50 ehrenamtlichen Ordnern
577

Koblenz. Angeführt von Alexandra Susenburger und ihrem Hengst Cartujano zogen erneut rund 2.000 Teilnehmende vom Münzplatz durch die Straßen und Gassen der Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck. Musikalisch unterstützt wurde der Zug durch die Musikvereine von Löf und Rhens und dem Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes.

Von "Unsere Altstadt" aus Koblenz

Weiterlesen