Politik | 31.08.2021

Martin Kallweitt (AfD), Mitglied im Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler

Staatliche Zweckentfremdung der Spendengelder

Kreis Ahrweiler. In Folge der unglaublichen Flutkatastrophe im Ahrtal haben tausende von Menschen über Nacht ihr Hab und Gut verloren und stehen vor dem finanziellen Nichts. Viele Häuser sind unbewohnbar oder müssen mit großen finanziellen Aufwand saniert werden. Andere haben ihr Auto oder sämtliche Möbel, Kleidung und Inventar verloren. Die Allermeisten sind gegen die unglaublichen Folgen dieser Flut noch nicht mal versichert.

In solchen schwierigen Zeiten ist Solidarität gegenüber den Opfern dieser Katastrophe angesagt. Neben körperlicher Hilfe aus ganz Deutschland war auch die Spendenbereitschaft sowohl im In- als auch im Ausland zugunsten der Flutopfer riesengroß.

Fleißig wurde in den Medien dazu aufgerufen zugunsten der Flutopfer zu spenden. Unzählige Gelder wurden auf verschiedenen Konten von den Spendern eingezahlt. Die Spendenbereitschaft war gewaltig.

Als selbst Betroffener dieser Flut bekam ich kurze Zeit nach Beantragung unabhängig von einer Bedürftigkeitsprüfung unbürokratisch 1.000 Euro aus dem Spendentopf der Kreisverwaltung Ahrweiler ausbezahlt. Nochmal 2.000 Euro wurde mir kurze Zeit später aus dem landeseigenen Fonds überwiesen. In Anbetracht des enormen finanziellen Schadens jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

In Funk und Fernsehen wurde über die gewaltige Welle der Hilfsbereitschaft berichtet. Viele bekannte Unternehmen spendeten Millionen Beträge zugunsten der Opfer.

Aber kommen diese Gelder wirklich bei den Flutopfern direkt an?

Der SWR berichtete kürzlich darüber, wie die geflossenen Spenden tatsächlich verteilt werden. Auf dem Konto „Aktion Deutschland hilft“ beispielsweise gingen bisher über 170 Millionen Euro an Spendengeldern ein. Ein Großteil dieses Geldes wird jedoch nicht an die betroffenen Flutopfer gezahlt, sondern wird an die insgesamt über 20 verschiedenen Hilfsorganisationen wie Johanniter oder Malteser Hilfsdienst weitergeleitet. Das meiste Spendengeld wird jedoch nach Auskunft der Sprecherin dieses Aktionsbündnisses für den Wiederaufbau in den Flutregionen verwendet. Darüber hinaus verbleiben ca. 13 Prozent der Spendengelder für die eigene Verwaltung dieses Bündnisses.

Aus meiner Sicht werden hier die vielen großzügigen Spender ganz bewusst von den Organisationen getäuscht. In der falschen Annahme den Opfern direkt zu helfen werden hier Spendengelder vom Staat in Form von „Aktionsbündnissen“ einkassiert und für Dinge eingesetzt, für die derselbige direkt mit seinem vereinnahmten Steuergeldern aufzukommen hat!

Mit anderen Worten ausgedrückt erbettelt hier der Staat Spendengelder von den Bürgern für seine originären Aufgaben wie den Wiederaufbau der Infrastruktur und Verpflegung der Bevölkerung im Katastrophenfall unter dem Vortäuschen der direkten finanziellen Hilfe für die Opfer. Das ist aus meiner Sicht ein ganz bewusstes Täuschen der breiten Öffentlichkeit die meint das die vielen Opfer zumindest finanziell durch den Staat als auch durch die vielen Spender großzügig entschädigt werden.

Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Bundesregierung bereits kurze Zeit nach der Flutkatastrophe großzügig darauf verzichtet hat auf dafür gedachte und bereitstehende Gelder aus dem europäischen Hilfsfonds abzurufen. Die vielen Flutopfer wurden dazu nicht befragt, ob diese wirklich auf die direkte finanzielle Hilfe aus dem europäischen Hilfsfond verzichten wollen.

Da kann die Bundesregierung aktuell ja auch mal eben unbürokratisch 100 Millionen Euro für die Taliban in Afghanistan als finanzielle Soforthilfe zur Verfügung stellen. Auf dem Reichstagsgebäude in Berlin ist die Inschrift „Dem Wohle des deutschen Volkes“ angebracht. Leider gilt dieser Leitsatz für die deutsche Bundesregierung und vieler Politiker in der heutigen Zeit nicht mehr.

Pressemitteilung

Martin Kallweitt (AfD)

Mitglied im

Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Image Anzeige
Alles rund ums Haus
Imageanzeige - Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Titel
50% Sommeraktion
Premium-Titel 2
Empfohlene Artikel
Vor dem „Rodderhof“: Die Mitglieder des Landeskabinetts mit den kommunalpolitisch Verantwortlichen.
205

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Landesregierung hat gewechselt. Doch eine nach der Flut eingeführte Tradition bleibt. Die neue rheinland-pfälzische Landesregierung um Ministerpräsident Gordon Schnieder hat sich im Ahrtal mit der Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand, sowie haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern getroffen. Nach dem internen Austausch zu den aktuellsten...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Einsatz nach Unwetter in Mayen. Foto: Winkler TV
2438

Bäume stürzten auf Autos, Gehwege und Stromleitung

19.08.: Mayen: Zahlreiche Einsätze nach schwerem Unwetter

Mayen. Im Stadtgebiet Mayen kam es infolge des Unwetters am 19.08. zu zahlreichen Einsätzen. Unter anderem stürzten Bäume auf Pkw, Gehwege und Stromleitungen. Einsatzkräfte waren an mehreren Stellen mit der Beseitigung der Schäden und der Absicherung von Gefahrenstellen beschäftigt. BA

Weiterlesen

Am Freitagabend, 4. September, wird es spannend, wenn verkündet wird, wer die Nachfolgerin von Burgundia Hannah Schooß wird.
206

Ahrweiler. Die vier mächtigen Stadttore der historischen Altstadt empfangen die Gäste an den ersten beiden Septemberwochenenden zu den Ahrweiler Weinwochen, dem größten und traditionsreichsten Weinfest des Ahrtals. Zwischen Fachwerkhäusern und lauschigen Gassen verwandelt sich das Städtchen vom 4. bis 6. September sowie vom 11. bis 13. September in eine stimmungsvolle Festmeile voller Genuss, Musik und Lebensfreude.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

RenaRenaturierung des Bereichs an der Netteturierung des Bereichs an der Nette
136

Nette Renaturierung & Hochwasserschutz

Renaturierung der Nette und Bau des Nettedükers starten

Mayen. Ab dem 28. August beginnen die Arbeiten zur Renaturierung der Nette im Bereich der Pumpstation an der Sagnesmühle sowie am Nettedüker. Die Maßnahmen werden voraussichtlich bis Ende Oktober abgeschlossen.

Von Zoe Mertz aus Mayen

Weiterlesen