Politik | 12.02.2024

Bendorf wird geplagt von 42 Millionen Euro Gesamtschulden und erhält vom Land 9,5 Millionen Euro

Stadtrat macht Weg frei für Bahnhaltepunkt

Bendorf. Damit der geplante Bahnhaltepunkt Bendorf attraktiv erreicht werden kann, hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Änderungen von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan „MobiHUB-Untere Rheinau“ zugestimmt.

Attraktiv heißt, dass nicht nur ein sogenannter „MobiHUB“ (Zentrum/Schwerpunkt) entsteht, sondern auch ein „RheinWalk“. Das ist eine Fußgänger- und Radwegebrücke über Gleise und Bundesstraße 42, die die Stadtmitte mit dem „MobiHUB“ verbindet.

Unter dem „MobiHUB“ verstehen Stadtverwaltung und Planer einen Verknüpfungspunkt für Bus, Fahrrad, Fußgänger und Bahn. Da der Haltepunkt auf dem Bahngelände entsteht, hat die Stadt auf den Bau keinerlei Einfluss.

Ferner ging es im Stadtrat mal wieder ums Geld. Bei der Jahresschlussrechnung für 2022, die wurde einstimmig genehmigt und Bürgermeister Christoph Mohr und dem Beigeordneten Bernhard Wiemer Entlastung erteilt, gab es einen Fehlbetrag von fast 450 000 Euro. Insgesamt hat die Stadt Bendorf aber über 42 Millionen Euro Gesamtschulden. Doch jetzt will das Land Kommunen, zumindest bei den Liquiditätskrediten entschulden. Für Bendorf bedeutet das einen Landeszuschuss von über 9,5 Millionen Euro.

Da freuen sich natürlich Verwaltung und Rat und die Stadt nimmt das Geschenk gerne an. Aber: „Diese Entlastung löst nicht unsere Grundprobleme, wir brauchen eine andere Finanzausstattung. Auch der Bund müsste einsteigen bei der Entlastung, da ist aber noch nichts. Wir haben aber Aufgaben, die wir für Land und Bund erledigen müssen“, sagte Bürgermeister Christoph Mohr.

Alle Ratsmitglieder unterstützen eine Resolution, die der Deutsche Städtetag in Trier verabschiedete. Darin heißt es u.a.: „Das jüngst bekannt gewordene Treffen von AfD-Funktionären mit Mitgliedern der Identitären Bewegung und die dort diskutierte Deportation von Millionen Menschen aus Deutschland hat uns alle schockiert. Wir nehmen es nicht hin, dass rechtsextreme Kräfte eine Atmosphäre der Verunsicherung, der Angst und des Hasses in unserem Land und in unseren Städten schüren. Wir akzeptieren nicht, dass Bürgerinnen und Bürger, dass Familien, dass sogar Kinder in unseren Städten Angst davor haben müssen, von hier vertrieben zu werden.“ Die Bürger im Quartier „Alt Sayn“ können sich bald bei der Stadtverwaltung für 200 Euro einen Bewohnerparkausweis kaufen, der ein Jahr gültig ist. Entsprechende Stellplätze gibt es dann in Brunnengasse, Brexstraße, Burggasse und dem Parkplatz vor der Feuerwehr, dort von 18 bis 9 Uhr. Die übrigen Parkplätze innerhalb des Quartiers „Alt-Sayn“ stehen weiterhin der Allgemeinheit zur Verfügung. Jedoch haben die Ausweisinhaber kein Recht auf einen freien Parkplatz. Einstimmig beauftragte der Stadtrat die Verwaltung mit der Anbringung des Schutzstreifens für Radfahrer in der Ringstraße zwischen Engerser Straße und Alter Weg/Concordiastraße.

Der Schutzstreifen auf beiden Straßenseiten soll 1,50 breit sein, für die Fahrbahn jedoch noch 4,50 Meter Platz lassen. Für Parkplätze am Straßenrand ist da kein Platz mehr und so fallen ca. 6 Stellplätze in der Ringstraße und etwa 10 zwischen REWE und Engerser Straße weg.

„Schutzstreifen sind die niedrigschwelligste Maßnahme und können schnell umgesetzt werden“, unterstrich Bürgermeister Christoph Mohr und weiter: „Werden die Interessen des Fahrradverkehrs umgesetzt, leiden andere wie Parkverkehr, Fußgänger und ÖPNV.“ HEP

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Titel - Alles für die Schule
Stellenanzeige Landschaftsgärtner und Hausmeister, 1.Anzeige "2+1 Aktion"
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juli 2026
Rund ums Auto
150 Jahre Blick aktuell
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die TuS Koblenz freut sich auf Euren Besuch
291

Koblenz. Die TuS Koblenz lädt am Samstag, 25. Juli 2026, zum großen Sommerfest ins Stadion Oberwerth ein. Von 13 bis 22 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Neben der offiziellen Mannschaftsvorstellung steht ein bunter Mix aus Unterhaltung, Musik und Mitmachaktionen auf dem Programm.

Von Marcel Günther aus Koblenz

Weiterlesen

Ein weiterer wunderschöner Sommerabend am Vallendarer Rheinufer.
2366

Sundowner am Rheinufer

Volles Rheinufer und beste Stimmung

Vallendar. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen ließen es viele Gäste etwas entspannter angehen, doch mit den angenehmeren Abendstunden füllte sich das Rheinufer am 9. Juli zusehends, und bald entstand wieder die besondere Atmosphäre, die den Sundowner der Bemoosten ausmacht.

Von Große Karnevalsgesellschaft Die Bemoosten aus Vallendar

Weiterlesen