Politik | 16.12.2016

Grüne sperren sich gegen noch mehr Kunstrasenplätze

Stadtrat stellt Prioritätenliste für Sportstätten auf

Stadtrat stellt Prioritätenliste für Sportstätten auf

Neuwied. Zu kontroversen Diskussionen im Stadtrat führte ein gemeinsamer Antrag von CDU und SPD. Die Großkoalitionäre brachten eine Prioritätenliste für Sportstätten bei fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen durch das Stadtparlament. An oberster Stelle soll der Neubau eines Umkleidegebäudes am Sportplatz Niederbieber von der Verwaltung zur Sportförderung beim Landkreis, ehemals Goldener Plan, angemeldet werden. Die Kosten dafür betragen 280.000 Euro.

2018 soll Umwandlung beantragt werden

Im Förderjahr 2018 soll dann die Umwandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz an der Dierdorfer Straße beantragt werden. Ein Jahr später die Herstellung eines Kunstrasenplatzes im Stadtteil Heimbach-Weis. In der weiteren Folge steht die Umwandlung der Tennenplätze in Kunstrasenplätze in Irlich und Niederbieber-Segendorf an. „Mit unserem Antrag machen wir nun Nägel mit Köpfen. Gern hätten wir den Vereinen früher Positives vermeldet“, formulierte CDU Fraktionschef Martin Hahn. Der Verwaltung machte er Untätigkeit zum Vorwurf. Schon vor drei Jahren sei das Sportstättenkonzept entworfen worden.

Auch aus der Sportstättenkommission sei ebenfalls nichts geworden. Mit dem Antrag sei den Vereinen nun Planungssicherheit gegeben. Seitens der Politik wolle man am Konzept von zwei modernen Sportanlagen für jeden der vier definierten städtischen Bereiche festhalten.

Ablehnung bei den Grünen

SPD Fraktionsvorsitzender Sven Lefkowitz schloss sich seinem Vorredner an. Die Vereine müssten Bescheid wissen, wie es nach dem Kunstrasenplatz in Engers weitergeht. Auf Ablehnung stieß die Prioritätenliste bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Gebt den Männern einen Ball, und sie bauen einen Kunstrasenplatz“, kritisierte Regine Wilke. Die Fraktionsvorsitzende warf der Koalition vor, sich auf den kleinstmöglichen Nenner geeinigt zu haben ohne die Beteiligten, sprich die Vereine, mit einzubeziehen.

Regine Wilke machte ihren Unmut Luft, dass so viel Geld in Sportstätten investiert wird. Dabei gebe es an vielen anderen Stellen in der Stadt Investitionsbedarf. Als Beispiel nannte sie die Grundschulen. Die Ausführungen der Grünen Ratsfrau riefen Jörg Niebergall (FWG) auf den Plan.

Der Ratsherr, im Hauptberuf Lehrer und ehrenamtlich im Fußball engagiert, verwies darauf, das alleine der VfL Neuwied und der 1. FFC Neuwied in der Innenstadt an die einhundert Kinder und Jugendliche, darunter auch viele Mädchen, trainiere.

Innerstädtische Sportplätze unzureichend

In vielen Fällen werde, aufgrund der Herkunft, praktisch Sozialarbeit geleistet und die Kinder somit von der Straße geholt. Die Sportplätze in der Innenstadt seien unzureichend für die Fußballer, da man sich die beiden Stadien häufig zeitgleich mit andern Sportlern teilen müsse. Nicht selten bringe das Unfallgefahren mit sich. Unstrittig war an diesem Abend allein der Neubau eines Umkleidegebäudes am Sportplatz Niederbieber.

Daher wurde die Verwaltungsvorlage dahingehend umformuliert, dass man getrennt abstimmte. Dem Neubau in Niederbieber stimmten alle Fraktionen geschlossen zu. Jörg Niebergall bat die Verwaltung eindringlich darum, dass, neben den Interessen der Sportvereine, die der benachbarten Schulen in die Planungen einbezogen werden müssen. Während die Vereine am Nachmittag und Abend die Sportstätte nutzen, seien die Schulen am Vormittag vor Ort

. FF

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