Stadtratsfraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN
Städtisches Übernachtungswohnheims ist enorm wichtig
Koblenz. Anfang des neuen Jahres besuchten die Ratsmitglieder Laura Martín Martorell, Julia Schmenk und Patrick Zwiernik der GRÜNEN Fraktion das städtische Übernachtungswohnheim in der Herberichstrasse. Die sehr engagierte Heimleiterin, Frau Gana Lück und die AWO- Vorsitzende Christiane Heinrich-Lotz führten durch die Einrichtung, zeigten ihre Erfolge und erläuterten anstehende Probleme. Obdachlose Menschen bekommen hier nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch Unterstützung bei ihrer Integration zurück in die Gesellschaft. Dazu gehören Beratung, persönliche Betreuung sowie die Erstellung eines individuellen Hilfeplans, um aus ihrer sozialen Notsituation zu entkommen.
Ratsmitglied Patrick Zwiernik betont: „Die Einrichtung ist enorm wichtig, sollte aber noch ausgebaut werden, da zu wenige Plätze zur Verfügung stehen. Die Stadt Koblenz muss sich auch hier als Oberzentrum begreifen.“
Die sozialpolitische Sprecherin Laura Martín Martorell ergänzt: „Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist enorm. Die ursprünglich nur als Übergangsunterkunft gedachte Einrichtung wandelt sich für viele Obdachlose zur Dauernotlösung, obwohl sie bereits eine Arbeit gefunden haben. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum verschärft die Probleme besonders dieser benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Wir brauchen endlich die schon vor einem Jahr geforderte Arbeitsgruppe zur Erstellung einer Strategie und eines Handlungskonzeptes für die Förderung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum.“
Die frauenpolitische Sprecherin Julia Schmenk führt aus: „Zur Zeit wohnen in der Einrichtung 20 Männer und 8 Frauen auf zwei getrennten Etagen. Da die Zahl der obdachlosen Frauen aber immer mehr zunimmt, muss über die Einrichtung einer eigenen Unterkunft nur für Frauen nachgedacht werden, das sagen auch Experten wie Dr. Dirk Holbach von der Hochschule Koblenz und der „AK Wohnungslose Frauen in der Region Koblenz“. Koblenz hat hierfür noch keine adäquate Lösung gefunden.“
Pressemitteilung der Stadtratsfraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN
