Politik | 09.12.2021

Horst Gies fordert provisorischen Ausbau der K 35

Straße soll Ortslagen von starkem Verkehr entlasten

V.li. Achim Juchem, Bürgermeister der Gemeinde Grafschaft, der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL und Arno Müller, Leiter Abteilung Finanzen der Kreisverwaltung, informierten sich über die Situation an der möglichen Alternativstrecke zur Entlastung der Ortslagen Esch und Holzweiler. Foto: Bernhard Risse/Kreisverwaltung Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Durch die Unwetterkatastrophe im Juli dieses Jahres kam es durch die Aufräumarbeiten und den jetzt für den Wiederaufbau nötigen Einsatz von teils schweren Fahrzeugen zu einer massiven Verkehrs- und vor allem LKW-Belastung auf allen Zufahrtsstraßen ins Ahrtal. Vor allem die K 34 und die K 35 sind vom Autobahndreieck Meckenheim in Richtung Dernau stark belastet. Erschwerend kommt dort hinzu, dass die Straßen durch die sehr engen Ortslagen von Grafschaft-Esch und -Holzweiler führen. Deshalb war bereits vor der Flut eine Ortsumgehung geplant, die zudem schon im Planfeststellungsverfahren ist. Diese Umgehung soll in großen Teilen über die sogenannte „Bunkerstraße“ führen, die als Betonpiste von der Autobahn zum ehemaligen Regierungsbunker im Ahrtal führt. Aufgrund der derzeitigen Situation hatte die Kreisverwaltung beantragt, diese Trasse über den Wiederaufbaufonds des Bundes provisorisch als Umgehungsstraße auszubauen. Die Ortslagen sollen so vom enorm gestiegenen LKW-Verkehr, der die nächsten Monate und Jahre für den Wiederaufbau notwendig sein wird, entlastet werden. Auch Anwohnerinnen und Anwohner hatten dies jetzt durch eine Unterschriftensammlung befürwortet.

Das Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz hat diesen Antrag jetzt jedoch abgelehnt. Begründet wird die Entscheidung damit, dass es sich nicht um einen „zwingenden Fall“ im Sinne der Regelungen des Wiederaufbaufonds handle. Im Klartext heißt das, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Esch und Holzweiler nun monate- und vielleicht jahrelang das gestiegene LKW-Aufkommen ertragen müssen, obwohl mit vergleichsweise geringem Aufwand eine alternative Streckenführung möglich ist.

„Ich appelliere eindringlich an die Landesregierung, sich in unserem Sinne gegenüber dem Bund dafür einzusetzen, dass dieses Straßenprovisorium über den Wiederaufbaufonds gefördert wird. Hier erwarten wir ganz klar mehr Rückendeckung – vor allem auch in Hinblick auf eine am Montag geplante Infrastruktur-Konferenz“, so der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL.

Pressemitteilung des Kreis Ahrweiler

V.li. Achim Juchem, Bürgermeister der Gemeinde Grafschaft, der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL und Arno Müller, Leiter Abteilung Finanzen der Kreisverwaltung, informierten sich über die Situation an der möglichen Alternativstrecke zur Entlastung der Ortslagen Esch und Holzweiler. Foto: Bernhard Risse/Kreisverwaltung Ahrweiler

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