Haupt- und Finanzausschuss Meckenheim diskutierte Bericht des Wehrleiters
Tagesverfügbarkeit der Feuerwehr ist kritisch
Meckenheim. Seinen Bericht für das Jahr 2015 gab Wehrleiter Günter Wiegershaus im Haupt- und Finanzausschuss der Apfelstadt ab. Das vergangene Jahr war mit 405 Einsätzen das stärkste in den vergangenen Jahren. Grund hierfür war das Starkregenereignis im August, als alleine in einer Nacht 150 Notrufe bei der Wehr eingingen. Aber auch einige größere Brände hatte die Wehr zu absolvieren. Alle Einsätze konnten mit Bravour gemeistert werden, dafür sorgen 120 aktive Feuerwehrmänner und auch -frauen sowie 46 Mitglieder der Jugendwehr und 39 Mitglieder der Ehrenabteilung. Besonders erfreut zeigte sich der Wehrleiter darüber, dass es erneut gelungen ist, viele Mitglieder der Jugendwehr für den aktiven Dienst zu begeistern und er zeigte auf, dass die Jugend- und Nachwuchsarbeit einer der wichtigsten Grundpfeiler der Nachwuchsgewinnung ist. Aber auch das Thema Fortbildung wurde ganz groß geschrieben, so konnten zahlreiche neue Atemschutzträger ihre Ausbildung erfolgreich absolvieren, beim Kameradschaftstag waren daher in diesem Jahr besonders viele Bescheinigungen zu übergeben. Aber auch in der Technik hat man sich weiter entwickelt, so wurden alle Fahrzeuge mit digitalem Funk ausgerüstet und auch die analogen Sirenen werden auf digitale Technik umgerüstet. Nach wie vor kritisch betrachtet der Wehrleiter jedoch die Tagesverfügbarkeit der Meckenheimer Wehr. Da längst nicht mehr alle Angehörigen der Wehr in Meckenheim oder der näheren Umgebung arbeiten, ist es oft schwer, die Fahrzeuge im Alarmfall in der notwendigen Stärke zu besetzen und gleichzeitig die Acht-Minuten Grenze einzuhalten. Dies ist jedoch in der Vergangenheit gelungen. Er appellierte daher auch an die Verwaltung darauf einzuwirken, dass neue Mitarbeiter bei der Stadt nach Möglichkeit auch bei der Feuerwehr Dienst tun. Zum Abschluss bedankte sich Günter Wiegershaus sowohl bei der Stadt wie auch dem Rat für die gute Zusammenarbeit.
Sicherheit der Bürger habe oberste Priorität
In der sich anschließenden Diskussion betonte Joachim Kühlwetter für die CDU-Fraktion, dass die Sicherheit der Bürger oberste Priorität habe und er lobte die Angehörigen der Wehr für deren gute Leistungen. Seine Frage nach Optimierung in der Ausstattung der Wehr sowie nach der Tagesverfügbarkeit wurde von Günter Wiegershaus dahingehend beantwortet, dass die Stadt bisher alle Anforderungen der Wehr hinsichtlich der Ausstattung unterstützt habe. Sein Fazit: „Hinsichtlich Fahrzeugen und Geräteausstattung ist die Feuerwehr Meckenheim gut ausgestattet.“ Holger Jung ging für die Verwaltung auf das Thema Tagesverfügbarkeit ein und betonte, dass es bei Einstellungen natürlich erst einmal um die notwendige Qualifikation gehe. Sollte es hier jedoch Gleichstand zwischen mehreren Bewerbern geben, so wird einem Bewerber, der bei der Feuerwehr Dienst macht, der Vorzug gegeben. Auch alle anderen Parteien lobten die Tätigkeit der Wehr und bedankten sich bei den Feuerwehrleuten. Zum Thema Tagesverfügbarkeit müssen sich alle Gedanken machen, so der einhellige Tenor, wobei Günter Wiegershaus auch die gute Zusammenarbeit mit der Rheinbacher Wehr lobte, während die Wehr in Altendorf-Ersdorf auch häufiger die Rheinbacher Wehr unterstütze, was aus der Lage der Ortsteile resultiere.
Neuen Rüstwagen bestellt
Bürgermeister Bert Spilles nutzte die Gelegenheit, sich ebenfalls bei der Wehr und der Wehrleitung zu bedanken. Er appellierte an alle Bürger, sich bei den Tagen der offenen Tür bei den Feuerwehren selbst ein Bild von der Leistungsstärke zu machen und dankte auch für die Fortbildungsbereitschaft der Wehrleute sowohl in technischer Sicht wie auch in Führungsangelegenheiten. Besonders groß dürfte die Freude der Wehr dann aber auch darüber sein, dass der Rat anschließend in nichtöffentlicher Sitzung die Beschaffung eines Rüstwagens für die Feuerwehr in Form einer Bestellung auf den Weg gebracht hat.
STF
