CDU kritisiert Listenverbindung von SPD und Grünen
„Taktisches Spiel“ um Ortsvorsteher
CDU blickt optimistisch der Wahl der Ortsvorsteher entgegen
Meckenheim. Als „taktisches Spiel“ kritisiert die CDU Meckenheim die Listenverbindung von SPD und Grünen zur Wahl der Ortsvorsteher nach der Kommunalwahl. „Das ist ein Novum für Meckenheim“, sagt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Rainer Friedrich. „Es geht dabei nicht um Inhalte oder die Anliegen der Menschen aus den Ortsteilen, sondern um Pöstchenschacherei.“
Wie berichtet, strebt die SPD das Vorschlagsrecht für die Ortsvorsteher in Merl und Lüftelberg an, sollten die gemeinsam mit den Grünen erzielten Stimmen reichen; die Grünen dürften dann im Rat die Vorschläge für Altendorf und Ersdorf machen. Eine Aussage zu einer Koalition oder sonstigen Zusammenarbeit sei damit nicht verbunden. „Ganz zu Recht haben sie diese Methode ein ‚Instrument‘ genannt, mehr ist es auch nicht. Gemeinsame Basis, gemeinsame Aussagen – Fehlanzeige!“, so Fraktionsvorsitzender Joachim Kühlwetter. Ferdinand Koll, Ortsvorsteher aus Ersdorf, fügt hinzu: „Der Posten eines Ortsvorstehers ist kein Parteiamt, da liegt offenbar ein grundsätzliches Missverständnis vor. Wenn ich in Ersdorf unterwegs bin, die Vereine besuche und mit den Leuten spreche, dann tue ich das nicht als CDU-Mann, sondern als hier fest verwurzelter Vertreter der Menschen im Ort.“ Die CDU sieht auch der Wahl der Ortsvorsteher gelassen entgegen. Sie stellt derzeit die Ortsvorsteher in allen vier Meckenheimer Ortsteilen: Siegfried Schwaner in Lüftelberg, Ralf Decker in Altendorf, Ferdi Koll in Ersdorf und Michael Sell in Merl. Bei der Kommunalwahl kandidieren alle bis auf Ralf Decker, der aus beruflichen Gründen nicht mehr antreten kann, erneut. An seiner Stelle bewirbt sich Otmar Soukup, derzeit Vorsitzender des Ortsausschusses, um den Altendorfer Wahlbezirk. Nach der Wahl wählt der Rat dann auf Vorschlag der Fraktion, welche im jeweiligen Ortsteil die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte, eine Ortsvorsteherin oder einen Ortsvorsteher. „So spiegelt es auch den Willen der Wählerinnen und Wähler wider“, sagt Friedrich. „Unsere Kandidaten sind den Ortsteilen, in denen sie auch wohnen, fest verbunden, überall bekannt und sehr engagiert. Damit haben wir sehr gute Chancen. Wichtig ist eine rege Wahlbeteiligung.“
Pressemitteilung
CDU Meckenheim
