Politik | 14.11.2019

Verwaltung setzt gemeinsam mit AWO neues Projekt um

Tasche mit Herz für Obdachlose

Beate Dietl (3.v.r.), stellv. Kreisvorsitzende der AWO, zeigt Bürgermeister Michael Mang (rechts), Arno Jacobi, stellv. AWO-Kreisvorsitzender, und Sozialarbeiterin Züleyha Boz (3.v.l.) was die Frauen der AWO in vielen Stunden bereits genäht haben. Foto: privat

Neuwied. Interessanter Job, schöne Wohnung, enge Freunde, eine liebevolle Familie und dazu noch gesund – wenn es einem gut geht, vergisst man oft, wie schnell sich das auch ändern könnte. Ein, zwei schwere Schicksalsschläge und im schlimmsten Fall droht ein sozialer Abstieg bis hin zur Obdachlosigkeit. Mittellos und alleine auf der Straße - diesen Menschen möchte die Stadt Neuwied gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt zur Weihnachtszeit mit ihrem Projekt „Eine Tasche mit Herz“ eine kleine Freude machen.

Züleyha Boz ist Sozialarbeiterin bei der Stadtverwaltung Neuwied und Ansprechpartnerin für alle, die in einer solchen Lage sind und Hilfe bedürfen. Sie hört zu und versucht, gemeinsam mit den Betroffenen Lösungen zu finden. Doch nicht jeder findet den Weg zu ihr in die Heddesdorfer Straße 33-35, Zimmer 30. Viele kostet es eine große Überwindung, um Hilfe zu bitten. Vor allem Obdachlose scheuen oft den Gang zu ihr. Deshalb kam Züleyha Boz die Idee, eine Tasche mit guten, nützlichen und herzerwärmenden Dingen für bedürftige Menschen auf der Straße zu füllen.

In Arno Jacobi, stellvertretender Kreisvorsitzender der AWO, fand sie einen Verbündeten, der die Idee zu einem Projekt werden ließ. Ebenso unterstützt Bürgermeister Michael Mang das Engagement: „Das ist eine ganz tolle Idee. Frau Boz steht exemplarisch für die Mitarbeiter, die mehr machen als Verwaltung. Sie kümmert sich um Menschen am Rande der Gesellschaft. Und wer würde da als Partner nicht besser passen als ein Sozialverband wie die AWO? Mit ihren ehrenamtlichen Frauen setzen sie das Projekt super um.“ Denn die Damen nähen bereits seit Wochen aus den Stoffspenden örtlicher Unternehmen Taschen, die entsprechend dem Titel des Projektes mit einem Herz verziert werden. Diese liebevoll gestalteten Beutel werden dann vor Weihnachten mit guten, nützlichen und herzerwärmenden Sachen gefüllt, und an die bedürftigen Menschen auf der Straße verteilt.

Dafür suchen die Stadtverwaltung und AWO noch Sachspenden in Form von Socken, Schals und Handschuhen, die gerne selbstgestrickt sein können, Hygieneartikel, Thermobecher, Fleecedecken und Schlafsäcke, Süßigkeiten, Plätzchen und gerne auch einen netten Gruß auf einer Karte. Die Spenden können in den AWO-Lädchen in Gladbach und Heimbach-Weis sowie in der Geschäftsstelle des AWO-Kreisverbandes, Rheinstraße 35, Neuwied, Tel.: 02631 83840, abgegeben werden.

Pressemitteilung

der Stadt Neuwied.

Beate Dietl (3.v.r.), stellv. Kreisvorsitzende der AWO, zeigt Bürgermeister Michael Mang (rechts), Arno Jacobi, stellv. AWO-Kreisvorsitzender, und Sozialarbeiterin Züleyha Boz (3.v.l.) was die Frauen der AWO in vielen Stunden bereits genäht haben. Foto: privat

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