Politik | 03.03.2026

Schulplatzvergabe an Gesamtschule Swisttal

Transparenz und Kapazitätsausbau im Fokus

Swisttal. Die Absage an zahlreiche Familien bei der Vergabe von Schulplätzen an der Gesamtschule Swisttal hat für Enttäuschung und Verunsicherung gesorgt. Wie der schulpolitische Sprecher der Grünen Swisttal, Michael Hellmich, mitteilt, sei die Situation für betroffene Familien belastend, da kurzfristige Neuplanungen, Wegeorganisation und emotionale Begleitung erforderlich würden. Gleichzeitig betont Hellmich, dass die Aufnahmeverfahren an anderen weiterführenden Schulen in der Region noch nicht abgeschlossen seien und weiterhin Schulplätze zur Verfügung stünden.

Die Gesamtschule Swisttal habe ihr Aufnahmeverfahren nach geltenden rechtlichen Vorgaben durchgeführt, darunter Beratungsgespräche, Anmeldewochen und ein Losverfahren. Die Ergebnisse seien transparent und zeitnah veröffentlicht worden, unter anderem auf der Schulhomepage. „Ein transparentes, rechtskonformes Verfahren ist kein Selbstzweck, sondern ein komplexer Prozess, der schnell, sauber und nachvollziehbar ablaufen muss“, erklärt Hellmich. Die Schule habe dabei unter Beweis gestellt, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen professionell und paritätisch arbeite.

In der öffentlichen Diskussion werde oft vereinfacht dargestellt, wer über die Aufnahme entscheide. Laut §46 Abs. 6 SchulG könne der Rat der Gemeinde festlegen, ob gemeindeeigene Kinder bevorzugt oder ausschließlich aufgenommen werden. Ein solcher Beschluss berge jedoch Risiken: „Gesamtschulen leben pädagogisch von einer Durchmischung, und die Gesamtschule Swisttal steht noch im Aufbau“, so Hellmich. Eine rein kommunale Begrenzung könne mittelfristig dem Standort schaden, insbesondere angesichts des Wettbewerbs im Umland und der profilbildenden Schwerpunkte der Schule, etwa im Sport.

„Die Platzknappheit ist vor allem eine Frage von Raum und Tempo“, stellt Hellmich klar. Der Neubau der Schule müsse zügig vorangetrieben werden, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Bis dahin gelte es, das Interimsgebäude optimal zu nutzen und den Bauprozess zu beschleunigen. „Unser politischer Fokus liegt darauf, dass sowohl Interim als auch Neubau so schnell wie möglich fertiggestellt werden“, betont der schulpolitische Sprecher.

Die Grünen Swisttal würdigen ausdrücklich die Arbeit der Schulgemeinde, die unter schwierigen Bedingungen eine paritätische Besetzung der Leistungsgruppen ermögliche. Dies sei ein Zeichen für Qualität und Professionalität.

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die

Grünen in Swisttal

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