Politik | 08.04.2016

Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V.

Treffen mit Justizminister Heiko Maas

Politik und Flüchtlingshilfe kamen miteinander ins Gespräch (v.l.): Heiko Maas, Mohamed Loulou und Hans-Joachim Dedenbach. privat

Kreis Ahrweiler. Zu einer Klausurtagung mit Justizminister Heiko Maas hatte der „Arbeitskreis Asyl Rheinland-Pfalz“ auch die Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. (ÖFH) Anfang März nach Bad Kreuznach eingeladen. Hans-Joachim Dedenbach, hauptberuflicher Koordinator der ÖFH, und Mohamed Loulou aus Syrien, ehrenamtlicher ÖFH-Mitarbeiter, waren neben vielen anderen Vertreterinnen und Vertretern an diesem internen Gespräch beteiligt, das sich mit der Asylpolitik und der aktuellen Verschärfungen im Asylrecht sowie mit dem Asylpaket II auseinandersetzte.

Bei diesem Austausch wurden auch unterschiedliche Sichtweisen deutlich, als es zum Beispiel um das Thema Waffenlieferungen ging oder mit welchem Diktator deutsche Politiker ins Gespräch treten dürften. Einerseits wird das Asylverfahren innerhalb von drei Monaten beschleunigt, betonte der Justizminister. Dem hielten die Vertreter in der Flüchtlingsarbeit entgegen, dass sich die Familienzusammenführung um zwei Jahre verzögert, was große Gefahren für Leib und Leben bedeutet. Heiko Maas: „Wir haben schon viel gewonnen und müssen mit der Realität umgehen.“ Deutschland habe viel mehr unternommen, als andere EU-Staaten. Diese große Aufgabe sei ohne das ehrenamtliche Engagement nicht zu bewältigen, betonte der Politiker und stellte fest, dass eine langfristige Lösung nur in den Krisenländern selbst geschaffen werden könne. Bei dem Gespräch informierte sich Justizminister Heiko Maas über die in der Flüchtlingsarbeit gemachten Erfahrungen und interessierte sich auch für den aktuellen Stand der Arbeit bei der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. Dass sich der Justizminister so offen mit den Vertretern der rheinland-pfälzischen Flüchtlingsarbeit austauschte und statt von „Träumen zu sprechen, die Realität in den Blick nahm“, beeindruckte Mohamed Loulou besonders. Diesen Eindruck bestätigte Hans-Joachim Dedenbach: „Es war ein kontroverses, sehr gutes Gespräch!“

Pressemitteilung

Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V.

Politik und Flüchtlingshilfe kamen miteinander ins Gespräch (v.l.): Heiko Maas, Mohamed Loulou und Hans-Joachim Dedenbach. Foto: privat

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