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Grünes Statement zur Trennung der Universität Koblenz von Landau

Trennung wird uneingeschränkt befürwortet

18.02.2019 - 15:45

Koblenz. Bei der Gründung der Doppeluniversität Koblenz-Landau im Jahr 1990 erhoffte man sich unterschiedlichste Synergieeffekte. Die Idee dahinter war sicher lobenswert, die tatsächliche Zusammenarbeit blieb aber weit hinter den Erwartungen zurück. Eine eigenständige Universität Koblenz kann nun eine ganz neue Rolle in Stadt und Region spielen. Sie kann neue Formen der Kooperation mit der Hochschule Koblenz und den anderen Hochschulen wie z.B. der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar finden.

Aus diesem Grund befürworten die Grünen Koblenz die Trennung der Universität Koblenz-Landau uneingeschränkt. Das „Tagesgeschäft“ an der Universität ist von der Trennung nicht betroffen. Es wird durch den Umzug des Präsidialamtes sogar eher erleichtert, weil die Kommunikation nicht mehr über Mainz laufen muss. Die räumliche Distanz zwischen Universitätsleitung, StudentInnen und dem Präsidialamt wird überwunden, die Kommunikation wird wieder direkter geführt.

Perspektivisch betrachtet eröffnen sich für eine eigenständige Universität Koblenz mit der Trennung viele Chancen. Hier soll und kann der Fokus noch mehr auf interdisziplinäre Studiengänge gelegt werden und die Akteure der Region noch besser mit eingebunden werden, wie das z.B. bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde ja schon ansatzweise praktiziert wird. Die Koblenzer ForscherInnen waren bereits zum 2. Mal erfolgreich im Exzellenzprogramm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ beteiligt. Dieses Knowhow muss genutzt werden, in-dem auch attraktivere Kombinationsmöglichkeiten der Lehramtsfächer angeboten werden.

So können die vor ein paar Jahren abgeschafften Lehramtsstudiengänge wie Sozialkunde, Französisch und Kunst wieder eingeführt werden. Die Infrastruktur hierfür, z.B. Werkstätten und Materialien für Kunst, ist noch komplett vorhanden. Auch die Ausbildung für Sonderpädagogen könnte wieder aufgenommen werden.

Ein weiterer den Grünen wichtiger Punkt ist die Lehrerausbildung in islamischer Religion, für sie ein wichtiger Schritt in Richtung bessere Integration. Das kulturwissenschaftliche Umfeld in Koblenz mit Theologien, Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Ethik und Sprachwissenschaft ist dabei hervorragend geeignet.


Viel Potential


Die Koblenzer Informatik ist unter anderem in den Bereichen Web-Science und Computer-Visualistik international renommiert und kann daher ein Zugpferd für die neue Universität Koblenz werden. Aber auch in den Kultur- und Bildungswissenschaften gibt es jetzt schon wegweisende Projekte in den Bereichen Integration, Bildung und Kultur mit Partnern aus der Region. Hier gibt es noch viel mehr Potenzial, die Universität Koblenz noch besser in der Region zu vernetzen, was Chancen für alle Beteiligten bietet. Universitäten sind Einrichtungen, die über Jahrhunderte bestehen (können).

Auf lange Sicht haben die Grünen die Vision, Koblenz zur Volluniversität auf- und auszubauen. Mit einem größeren Fächerspektrum und dem Aufbau weiterer Fakultäten und Forschungszentren können der Universitätsstandort Koblenz und die Region nur gewinnen. Gerade im medizinischen und juristischen Bereich haben wir viele kompetente Akteure in Koblenz, dieses Potenzial sollte gehoben werden.

Natürlich ist uns klar, dass die dafür notwendigen Gelder nicht von jetzt auf gleich bereit-gestellt werden können. Aber hier wäre es möglich, kurz- und mittelfristige Zwischenformen zwischen Universität und Akteuren in der Region zu finden, damit schon in wenigen Jahren erfolgreiche Kompetenznetzwerke in Bereichen wie Gesundheit und Recht für Koblenz und die Region wirken können.

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen Koblenz

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An sich ist das Bücherschrank-Projekt ja eine tolle Sache. Das innogy hier jedoch mit einem Lieferanten zusammenarbeitet, der seine Zulieferer nicht bezahlt hat und der wegen Insolvenzverschleppung verurteilt wurde geht gar nicht. Man kann nur hoffen, daß mit dem absehbaren Ende von innogy nun auch dieses Treiben ein Ende hat.

Behauptungen ohne Beispiele

Ulrich Kossak :
Hat jemand überprüft ob nur Sinziger Bürgerinnen und Bürger unterschrieben haben? Und wo konnte man für das NVZ unterschreiben
Roland Janik:
Entschuldigung, ich vergaß, das Abstimmungsverhalten der CDU-Fraktion beim Thema Nahversorgungszentrum als Beispiel zu nennen, als gegen mehr als 3.500 Unterschriften Sinziger Bürgerinnen und Bürger entschieden wurde.
armesDeutschland:
ist ja super, dann haben wir demnächst noch mehr Mitmenschen die Ihr Haus und Hof verspielen, der einzige der hier profitiert der Staat und die Casinos.
Spieler:
Gut das dieses rechtliche Hick-Hack endlich beseitigt wird und die Nutzer nun legal diese Dienste verwenden könen. Ein Stück mehr Rechtssicherheit.
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