Stadtspitze unterschreibt Nachfolgebeschluss zu den UN-Millenniumszielen
UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Die kommunale Entwicklungszusammenarbeit weiterhin fördern und umsetzen
Lahnstein. Die Vereinten Nationen haben auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel vom 25. bis 27. September 2015 die „2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Die 2030-Agenda knüpft an die sogenannten Millenniumsziele an, die im Jahre 2000 ebenfalls von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden und Zielsetzungen formulierten, die bis zum Jahre 2015 erreicht werden sollten. Es war damals der erklärte Wille der Vereinten Nationen, die Zahl der Hungernden von 1990 bis 2015 zu halbieren. Dieses Millenniumsziel wurde jedoch nicht erreicht. Tatsächlich sank die Zahl um ein Fünftel. Gründe für die Unterernährung sind insbesondere Kriege, Krisen, Naturkatastrophen und Korruption. Allerdings ist es weltweit gelungen, in vielen Bereichen der Millenniumsziele, im Vergleich zu 1990, Fortschritte zu erzielen. Die Stadt Lahnstein hat in den vergangenen Jahren viele Aktivitäten entwickelt, um die Relevanz der Millenniumsziele in der Öffentlichkeit zu verdeutlichen und an deren Umsetzung aktiv mitzuwirken. Bürgermeister Adalbert Dornbusch, der die Federführung für den Bereich der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit bei der Stadtverwaltung innehat, verwies in der Stadtratssitzung auf die größeren Projekte, welche die Stadt Lahnstein durchgeführt hatte und berichtete von der Wertschätzung der Landesregierung für diese Arbeit, welche durch die Preisverleihung „Eine Welt - meine Welt“ im September des Jahres ihren Ausdruck gefunden hatte. Explizit machte Oberbürgermeister Labonte auch auf die vielfältigen Aktivitäten für die „Eine Welt“ aufmerksam, die von Vereinen, Schulen, Kindergärten, Kirchen und andere gesellschaftlichen Vereinigungen in der Stadt Lahnstein geleistet wird. Daraufhin sprach sich der Stadtrat einmütig dafür aus, diese Arbeit fortzusetzen und beschloss, dass die Stadt Lahnstein im Rahmen der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung folgende Maßnahmen durchführen wird: Erstens die Information und Bewusstseinsbildung, zweitens Maßnahmen der Vernetzung und Interessenvertretung und drittens die Übertragung der 2030-Agenda auf die kommunale Ebene. Dornbusch und Labonte merken dazu an: „Mit diesem Stadtratsbeschluss wird es der Stadtverwaltung Lahnstein auch in Zukunft möglich sein, im Sinne einer nachhaltigen Politik und Haushaltswirtschaft zu handeln und die kommunale Entwicklungszusammenarbeit weiterhin zu fördern und umzusetzen.“
Pressemitteilung der
Stadt Lahnstein
