Bund gibt Bendorf fast 3,2 Millionen Euro für Sanierung der Mehrzweckhalle Sayn
Über Heilungsverfahren entscheidet Ausschuss
Stadtrat genehmigte Containersystem mit Klassenraum für Grundschule Stromberg
Bendorf. Über ein Heilungsverfahren entscheidet der Bau- und Vergabeausschuss und nicht mehr der Bendorfer Stadtrat, hat der in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Beim Heilungsverfahren geht es nicht um medizinisches, schließlich hat Bendorf ja auch kein Krankenhaus mehr, sondern um zwei Normenkontrollklagen, die gegen den Bebauungsplan „Hauptstraße – Im Stadtpark – Im Andorf“ eingereicht wurden. Und damit wird sich jetzt wegen Terminproblemen schnell der Bau- und Vergabeausschuss beschäftigen und entscheiden, wie es weitergeht.
Rat, Verwaltung und Sayner Bürger freuen sich, denn die seit fünf Jahren geschlossene Mehrzweckhalle Sayn (MZH) wird generalsaniert und soll im Herbst 2027 wieder geöffnet werden. Denn der Bund will aus seinem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ fast 3,2 Millionen Euro geben zu den Gesamtkosten von rund 5,1 Millionen Euro.
Dennoch kritisierten Ratsmitglieder, dass es dort nur 23 Parkplätze gibt. „Mehr dürfen wir nicht“, sagte Bürgermeister Christoph Mohr und weiter: „Damit haben wir unsere Stellplatzverpflichtung erfüllt.“
Der Baukörper der Halle darf außen nicht verändert werden, weil die MZH dann keinen Bestandsschutz mehr hätte. Aber Dach, Fassaden und Innenraum werden neu gestaltet. Und wie das aussehen wird, schilderte Architekt Thomas Steinhardt den Ratsmitgliedern. Fassade und Inneres erhalten eine Gestaltung aus Holz, Metall, Beton und Glas und das Dach ist begrünt. Die Halle bekommt einen elastischen Sportboden mit einem strapazierfähigen Linoleumbelag, der aufgearbeitet werden kann.
Einstimmig votierte der Stadtrat für diesen Plan und dass es eine fest eingebaute Bühne gibt. „Nutzungsziele sind Sport und Kultur, aber alle Interessen sind nicht unter einen Hut zu bringen. Die fest verbaute Bühne bedeutet Einschränkungen beim Sport, bei dem nicht alle Nutzungen möglich sein werden“, erläuterte Christoph Mohr.
Hintergrund ist aber auch, dass die Halle ohne fest eingebaute Bühne für Kongresse, Konzerte und Vortragsveranstaltungen nicht vermietet werden kann.
Anders als beim Heilungsverfahren ist es bei den Containern für die Grundschule Stromberg. Weil ein weiterer Klassenraum dringend gebraucht wird, die Schüleranzahl in Stromberg ist hoch, holt der Stadtrat die Zuständigkeit für die Miete der Container vom Bau- und Vergabeausschuss zurück.
So beauftragte der Stadtrat einstimmig die Verwaltung, entsprechende Container für einen Klassenraum anzumieten. Das geschieht schnell für zwei Jahre und kostet insgesamt 33 000 Euro. Das Containersystem aus vier Elementen entsteht auf dem Schulhof neben dem Anbau.
Nachdem der Rechnungsprüfungsausschuss seinem Namen alle Ehre gemacht und die Jahresschlussrechnung für 2023 geprüft und dem Stadtrat vorgetragen hatte, wurde sie genehmigt. In Folge erteilte das Gremium Bürgermeister Christoph Mohr und dem Beigeordneten Bernhard Wiemer Entlastung.
HEP