Politik | 14.01.2025, 12:20 Uhr

Gründung der Bürgerinitiative „Zurück zur ursprünglichen Verkehrsführung“

Überarbeitung des Verkehrskonzepts gefordert

Zeitweise herrschen chaotische Verhältnisse auf Lahnsteins Straßen.Foto: privat

Lahnstein. Eine neue Bürgerinitiative hat sich am 7. Januar 2025 in Lahnstein formiert. Gegründet wurde eine parteiunabhängige, freiwillige Vereinigung ohne Vereinsstrukturen.

Das gemeinsame Ziel der Mitglieder ist es, die von ihr als nicht zielführend bewerteten Maßnahmen der von der Stadtverwaltung etablierten neuen Verkehrsführung rückgängig zu machen. Die Initiative kritisiert die weitreichenden Änderungen der neuen Verkehrsführung nach der Hochbrückensperrung, die sich insbesondere aus der Umkehrung der Fahrtrichtung der Adolfstraße ergeben.

Die Mitglieder sind sich in ihrer Bewertung einig, dass die veränderte Verkehrsführung zu erheblich mehr Querverkehr von PKW, Bussen und LKW führt und die Erreichbarkeit vieler Orte durch beträchtliche innerstädtische Umwege deutlich erschwert wurde. Die daraus resultierenden stärkeren Verkehrs- und Umweltbelastungen verringern die Lebensqualität entscheidend durch Lärm, Abgase und Feinstaub. Hinzu kommen erhöhte Unfallgefahren sowie Belastungen durch massive Tempoüberschreitungen und Schwerlastverkehr auf dafür nicht ausgelegten Straßen, was zu immensen Schäden der Infrastruktur führt.

Ebenfalls hat sich die Erreichbarkeit der Innenstadt von Oberlahnstein mit dem öffentlichen Personennahverkehr verschlechtert. Die Buslinien liegen nun deutlich weiter auseinander, wodurch Geschäfte und ärztliche Versorgung für viele, insbesondere Ältere und gehbehinderte Personen nur über lange und umständliche Umwege möglich sind. Zudem wurden wichtige, zentral gelegene Bushaltestellen von der Adolfstraße in Randbereiche verlegt.

Zu Sprechern der Initiative wurden Michael Cramer von Clausbruch und Jürgen Jung bestimmt, die eine Unterschriftenaktion gestartet haben. Grund hierfür war auch, dass die grundlegenden Entscheidungen zur Verkehrsführung bereits vor der sogenannten Probephase von der Verwaltung getroffen waren. Die seit wenigen Wochen laufende Unterschriftensammlung und Online-Petition unter https://www.change.org/Verkehrsführung hat mittlerweile eine Größenordnung von über 1.700 Unterschriften ergeben und wird weiter fortgesetzt.

In den kommenden Wochen sind weitere Veröffentlichungen in Presse und sozialen Netzwerken geplant, um auf das Anliegen der Bürgerinitiative aufmerksam zu machen und noch mehr Unterstützung aus der Bevölkerung zu gewinnen.

„Wir fordern eine Überarbeitung des Verkehrskonzepts, das die Bedürfnisse aller Bürger berücksichtigt und nachhaltige Lösungen bietet. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Verwaltung ein Konzept zu finden, das für alle tragbar ist und mit einem modernen Verkehrskonzept in gewachsenen Verkehrsbeziehungen umgesetzt wird“, so die Sprecher der Bürgerinitiative.

Die Bürgerinitiative hofft, dass ihre Bemühungen zu einer konstruktiven Diskussion über die Vor- und Nachteile einzelner Verkehrsmaßnahmen in den entsprechenden Gremien der Stadt beitragen und letztlich zu einer Verbesserung der Verkehrssituation in Lahnstein führen, so Michael Cramer von Clausbruch und Jürgen Jung.

Wer ein Anliegen hat, Näheres erfahren oder mitarbeiten möchte, kann sich unter folgender E-Mail-Adresse direkt an die Bürgerinitiative wenden: bi-verkehr-lahnstein@t-online.de

Pressemitteilung Bürgerinitiative „Zurück zur ursprünglichen Verkehrsführung“

Zeitweise herrschen chaotische Verhältnisse auf Lahnsteins Straßen. Foto: privat

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