OB-Wahl am 24. September: Jetzt stehen vier Kandidaten zur Wahl
Ulrich Adams tritt an
Neuwied. Jetzt ist aus dem Trio ein Quartett geworden. Wenn die Neuwieder am 24. September neben dem Bundestag und dem Landrat auch den Oberbürgermeister wählen, dann stehen ihnen vier Kandidaten zur Auswahl. In der Vorwoche hatten SPD und CDU ihre Bewerber bekannt gegeben. In dieser Woche werden Michael Mang und Jan Einig in den jeweiligen Stadtverbandskonferenzen voraussichtlich mit überwältigender Mehrheit gewählt. Ebenfalls hatte Paul-Peter Baum bekannt gegeben, für die FDP ins Rennen zu gehen. In der vergangenen Woche kündigte Ulrich Adams an, ebenfalls zu kandidieren. Eigentlich hatte der 62-Jährige vorgehabt, bis zum regulären Ablauf der Wahlperiode übergangsweise, getragen von der CDU und der SPD, das Amt des Oberbürgermeisters zu übernehmen. Die großen Parteien wollten von diesem Angebot aber nichts wissen und gaben praktisch mit Veröffentlichung der Ausschreibung ihre Kandidaten bekannt. Ende vergangener Woche entschied sich Ulrich Adams, dann für die volle Amtszeit von sieben Jahren kandidieren zu wollen. Zwar ist der Leiter des Neuwieder Rechtsamts SPD Mitglied. Diese Mitgliedschaft würde er für den Zeitraum allerdings ruhen lassen. Als parteiloser OB-Kandidat benötigt er im Vorfeld zweihundert Unterstützer. Die waren relativ schnell gefunden. Lief schon mit drei Bewerbern um das Amt des Oberbürgermeisters alles auf eine Stichwahl hinaus, ist diese mit der Kandidatur von Ulrich Adams nun fast schon sicher. Dass einer der vier Kandidaten gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erringt, gilt bei allen Beteiligten als unwahrscheinlich. Die vorzeitige Neuwahl wird durch das plötzliche Ableben von Nikolaus Roth notwendig. Er hatte sich 2015 ebenfalls erst im zweiten Wahlgang gegen Martin Hahn (CDU) durchgesetzt. Paul Peter Baum, seinerzeit parteilos und Ralf Seemann (Die Grünen) waren mit 11,5 Prozent bzw. 7,98 Prozent im ersten Wahlgang ausgeschieden. FF
