Politik | 17.09.2019

CDU, FDP und FWG wollen Klimaschutzinitiative für den Kreis Ahrweiler

Umfassende Aktionsplan starten

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen für die nächste Kreistagssitzung im Oktober

Den CO2-Ausstoß im Kreis reduzieren möchten die Fraktionsvorsitzenden (v. l.) Ulrich van Bebber(FDP), Karl-Heinz Sundheimer (CDU) und Jochen Seifert (FWG). Foto: privat

Kreis Ahrweiler. Der Klimaschutz muss nach Auffassung der Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Sundheimer (CDU), Ulrich van Bebber (FDP) und Jochen Seifert (FWG) „umgehend erweitert, ausgebaut, intensiviert und beschleunigt werden.“ Mit dem Beitritt zum Klimabündnis der europäischen Städte habe sich der Kreis ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. Der CO2-Ausstoß soll in fünf Jahren umzehn Prozent gesenkt werden. Zur Erreichung dieses Zieles müsse jetzt, so die Fraktionsvorsitzenden, ein umfassender Aktionsplan gestartet werden. Dies soll bereits in der Oktobersitzung des Kreistags unter dem Tagesordnungspunkt „Klimaschutzinitiative für den Kreis Ahrweiler“ erfolgen. CDU, FDP und FWG würden sich freuen, wenn auch die anderen Fraktionen ihre Initiative unterstützen, denn die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels machten nicht vor Parteigrenzen halt.

Aktivitäten zusammenführen

Der gemeinsame Antrag von CDU, FDP und FWG sieht vor, dass erstmals eine aktuelle Treibhausgas- bzw. CO2-Bilanzierung für den ganzen Kreis angelegt wird. Darüber hinaus soll ein Klimaschutzmanager eingestellt werden, der ein entsprechendes Klimaschutzkonzept erarbeitet. Hierfür soll die Transferstelle Bingen sowie die Energieagentur des Landes Rheinland-Pfalz eingebunden und die notwendigen Mittel im Haushalt 2020 bereitgestellt werden. Ferner sollen künftig alle Aktivitäten des Kreises wie beispielsweise der Statusbericht zur Energiewende, der Energiebericht und die Aktivitäten der Solarstrom GmbH, des Projekts „Artenreiche Wiese“, aber auch des Abfallwirtschaftsbetriebs und des ÖPNV in einen umfassenden jährlichen „Klimaschutzbericht“ zusammengeführt werden. Ziel ist es, so ein vollständiges Bild zu den Aktivitäten und Entwicklungen des Klimaschutzes auf Ebene des Landkreises zu erhalten.

Jochen Seifert (FWG) sagt hierzu: „Im Jahr 2000 kam man zu dem Ergebnis, dass etwa zwei Drittel der globalen Erwärmung seit Mitte des vorigen Jahrhunderts durch die Lebensweise des Menschen hervorgerufen wurde. Demzufolge ist die Klimaerwärmung auch durch unser Handeln in Zukunft beeinflussbar. Auch wenn wir im Kreis nur ein kleines Teilchen sind, sollten wir beispielhaft vorangehen.“ Auch Ulrich van Bebber (FDP) meint: „ Wir wollen die Grundlagen für ein systematisches und ganzheitliches Vorgehen schaffen, um uns nicht in Einzeleffekten und symbolischen Projekten zu verlieren. Auf dieser Basis kann man dann mögliche Klimaschutzmaßnahmen fundiert bewerten und sie nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten auswählen.“ Für die CDU ergänzt Karl-Heinz Sundheimer: „Wenn wir unseren Nachkommen eine Welt hinterlassen wollen, die auch morgen noch lebenswert ist, müssen wir unsere Umwelt schützen und natürlich auch in Klimaschutz investieren. Außerdem schafft ein zukunftsorientierter Umwelt- und Klimaschutz auch Chancen für neue Arbeitsplätze.“

EMAS-Zertifizierung anstreben

„Wichtig ist“, so Sundheimer, van Bebber und Seifert einhellig, „dass auch die Kreisverwaltung eine Vorbildfunktion einnimmt.“ Deshalb solle sich die Verwaltung einschließlich Eigenbetrieb und Abfallwirtschaftsbetrieb einer EMAS-Zertifizierung unterziehen. Es handelt sich dabei um ein EU-Öko-Audit auf der Grundlage eines für die Gesamtverwaltung angelegten Umweltmanagements. Abschließend stellen die Fraktionsvorsitzenden fest, dass der Kreis Ahrweiler mit seiner Klimaschutzinitiative der erste Landkreis in Rheinland-Pfalz wäre, der in seinem kompletten Aktionsplan zum Klimaschutz auch eine EMAS-Zertifizierung initiiert.

Pressemitteilung von

CDU, FDP und FWG

im Kreis Ahrweiler

Den CO2-Ausstoß im Kreis reduzieren möchten die Fraktionsvorsitzenden (v. l.) Ulrich van Bebber(FDP), Karl-Heinz Sundheimer (CDU) und Jochen Seifert (FWG). Foto: privat

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