Umweltbildung für Kinder ist im Landkreis ein Renner
Durch Unterstützung der Sparkassen kann große Nachfrage von Kitas und Grundschulen gedeckt werden
KREIS MYK. Wenn es darum geht, Kinder für Natur und Umwelt zu sensibilisieren, kann man gar nicht früh genug anfangen. Diesen Grundsatz verfolgen die Umweltbildungspro-jekte des Landkreises Mayen-Koblenz für Kindertagesstätten und Grundschulen. Und die Angebote aus dem Kreishaus fallen auf fruchtbaren Boden. Die Nachfrage nach Natur- und Umwelterlebnissen für Kitakinder und praktischer Umweltbildung für Grundschüler steigt kontinuierlich. Dass alle zum Zuge kommen, ist jetzt auch der großzügigen Unterstützung der Stiftungen von Sparkasse Koblenz und Kreissparkasse Mayen zu verdanken.
Zwei Standbeine hat die Umweltbildung für Kinder im Landkreis Mayen-Koblenz: Da wäre zum einen das Projekt „Natur- und Umwelterlebnisse für Kitakinder“, das seit 2014 läuft und als Pilotprojekt Modellcharakter für Rheinland-Pfalz hat. Mit dem Projekt werden ganzheitliche Erlebnisangebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung mit und für Kitas für Kinder ab vier Jahren entwickelt, umgesetzt und etabliert. Die Naturbeobachtungen und Umwelterlebnisse werden mit Unterstützung externer Referenten des Netzwerkes Umweltbildung Rhein-Mosel mit den Kindern durchgeführt und von den Erzieherinnen in den Kita-Alltag integriert. Insgesamt wurden im Projektverlauf zwölf verschiedene Naturerlebniseinheiten zur Unterstützung der praktischen Umweltbildung in den Kitas entwickelt. Die Naturerlebnisvormittage sind kostenfrei. Das Projekt finanziert sich neben kreiseigenen Mitteln durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz aus Mitteln der Glücksspirale. Die Laufzeit des Projektes endet 2017, soll aber nach dem Willen der Verantwortlichen weiter gehen. „Wir erleben ja, wie toll unser Angebot von den Kindern angenommen wird“, erklärt Projektverantwortliche Susanne Hildebrandt. „Die Umwelterlebnisstage geben den Kitakindern, aber auch den Erzieherinnen enorm viele elementare und positive Lernerfahrungen. Dieser Naturerlebnisschatz muss einfach fortgeführt werden.“ Seit Projektbeginn haben bereits 42 der insgesamt 132 Kindertagesstätten im Landkreis teilgenommen. Und von vielen weiteren liegen die Anmeldungen bereits vor.
Ähnlich geht es auch beim Projekt „Module zur praktischen Umweltbildung an Grundschulen“ zu. 15 verschiedene Module für die Klassen 1 bis 4 stehen zur Auswahl. Seit 2012 haben bereits 40 der 62 Grundschulen im Landkreis am Projekt teilgenommen. Die Fachreferenten vom Netzwerk Umweltbildung Rhein-Mosel kommen in die Grundschulen und bringen ihr Wissen und Material mit. Die Umweltbildungsaktionen finden je nach Thema an einem Vormittag in der Schule oder in der näheren Umgebung statt. Das Angebot ist für die Grundschulen ebenfalls kostenfrei. Die teilnehmenden Schulkinder können bei allen Modulen für ihren Umweltpass Stempel sammeln.
Kreiseigene Mittel aus der Integrierten Umweltberatung im Landkreis und aus der Kreislaufwirtschaft bilden den Grundstock der Finanzierung. Aber auch die Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz und die Stiftung Für unsere Jugend der Kreissparkasse Mayen gehören seit Jahren zu den Unterstützern. Und diese Hilfe wird nun fortgesetzt. „Bereits im März wurden aufgrund der großen Nachfrage unsere Mittel knapp“, beschreibt Rüdiger Kape von der Integrierten Umweltberatung die Situation. „Wir hatten Wartelisten. Umso erleichterter waren wir natürlich, als jetzt die Zusagen der beiden Sparkassen kamen, uns auch in diesem Jahr so toll aus den Stiftungsmitteln zu unterstützen.“
Es kann also weitergehen mit der Umweltbildung schon für die Kleinsten im Landkreis. Wer mehr Informationen hierzu haben möchte, kann sich an Susanne Hildebrandt wenden utner Tel. (02 61) 28 04 36 oder E-Mail info@umweltplanung-koblenz.de. Hier können auch Buchungen von Projekttagen vorgenommen werden.
Mappen mit ausführlichen Beschreibungen sind als Download verfügbar und in Papierform bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz erhältlich bei Rüdiger Kape, Tel. (02 61) 10 84 20, E-Mail: ruediger.kape@kvmyk.de.
Schutzbrille an und dann Feuermachen. Gar nicht so einfach, wenn man wie in der Steinzeit nur zwei Steine und ein bisschen trockenes Gras zur Verfügung hat.
