Politik | 02.12.2021

Ungeimpfte sind keine Bürger zweiter Klasse

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der letzten Woche wurde nun von der Landesregierung in Rheinland-Pfalz die sogenannte 2G Regel eingeführt. Entscheidender Faktor für die Einführung der einschneidenden Corona-Maßnahmen ist die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz. Sobald der errechnete Wert die kritische Marke von über 3 übersteigt greifen die strengeren Corona-Einschränkungen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist die Zahl der Covid-Krankenhausfälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Im letzten Jahr wurde jedoch in Zeiten der Pandemie in ganz Deutschland über 6000 Intensivbetten von der Bundesregierung abgebaut. Über 1000 abgebaute Betten entfallen alleine auf Rheinland-Pfalz. Es erscheint nun geradezu grotesk wenn dieser von der Bundes- und Landesregierung zu verantwortete Abbau auf diese Art und Weise dazu genutzt wird Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger weiter einzuschränken.

Unter diesem Abbau der Krankenhauskapazitäten müssen nun expliziert die sogenannten Ungeimpften leiden. Trotz negativem Schnelltest dürfen nachweislich gesunde Menschen nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Der Besuch eines Restaurants entfällt, Weihnachtsmärkte dürfen nicht mehr besucht werden oder beispielsweise die Teilhabe an sämtlichen sportlichen Aktivitäten im gesamten Innenbereich ist nun nicht mehr erlaubt.

Von den verantwortlichen Politikern und den Medien wurde uns anfangs versichert, dass die Impfung gegen Corona der sogenannte „Gamechanger“ sei und Geimpfte nicht mehr ansteckend seien und auch in der Regel nicht mehr schwerwiegend an Corona erkranken können. Ein Ende der Pandemie sei so absehbar.

Es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass eine Impfung eben nicht die versprochene Wirkung entfaltet. Fast 40% der aktuellen Corona-Toten waren vollständig geimpft. Es ist auch wissenschaftlich erwiesen, dass in der Pandemie gerade die Geimpften das Virus unbemerkt weitergeben. Anders sind auch die hohen Inzidenzzahlen bei einem Impfstatus von fast 70% nicht erklärbar. Von einem frisch negativ getesteten Menschen ohne Impfung geht eine wesentlich geringere Gefahr aus als von einem unbedachten infektiösen Geimpften.

Auch in anderen Ländern mit einer Impfquote von weit über 95% schießen die Inzidenzzahlen in die Höhe. Ich fordere daher ein Ende dieser ungerechtfertigten Benachteiligung der ungeimpften Menschen. Es besteht aus pandemischer und gesundheitspolitischer Sicht kein Grund für diese Benachteiligungen und massiven Einschränkung der Grundrechte dieser Menschen.

Von den verantwortlichen Politikern soll mit der 2G-Regel weiterer Druck auf die Ungeimpften aufgebaut werden. In den Medien und der breiten Öffentlichkeit findet zurzeit eine unerträgliche Diffamierung der ungeimpften Menschen statt. Beleidigungen wie Covidioten, Ausgrenzungen und berufliche Benachteiligungen gehören mittlerweile zur Tagesordnung.

Der Biontech/Pfizer-Konzern rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinn in Höhe von 33 Milliarden Dollar. Die angewandte mRNA-Technik des Impfstoffes wurde auch über staatlich finanzierte Grundlagenforschung vorangetrieben und von den Steuerzahlern mit mehreren Hundert Millionen Euro finanziert. Die Bundesregierung und der Gesundheitsminister Spahn haben jedoch trotz exorbitanter Gewinne wohlwollend auf eine Rückzahlung dieser Hilfen verzichtet und stattdessen die Hersteller der Impfstoffe von jeglichen Haftungsansprüchen in Bezug auf die Wirkung, Wirksamkeit und anderen unkalkulierbaren Nebenwirkungen dauerhaft freigestellt.

Aktuell werden die Bürgerinnen und Bürger wieder von den Medien und politischen Verantwortlichen wegen einer angeblich besonders gefährlichen afrikanischen Mutation des Virus in Angst und Schrecken versetzt. Damit sollen ungeimpfte Menschen von der Impfung überzeugt werden. In Wahrheit ist es jedoch so, dass in den betreffenden afrikanischen Ländern bei einer Impfquote von unter 20% eine um über 40-fach geringere Inzidenz als in der Bundesrepublik Deutschland vorliegt. Demnach sollten eher die afrikanischen Länder Angst vor der hier bestehenden Covid-Variante haben.

Ich lehne jede indirekte oder direkte Impflicht für die Bürgerinnen und Bürger ab und empfehle allen Beteiligten dringend eine Rückkehr zur Vernunft.

Pressemitteilung Martin

Kallweitt (AfD), Mitglied

im Stadtrat von

Bad Neuenahr-Ahrweiler

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