Politik | 12.04.2019

Informationsveranstaltung zum VRM-Gästeticket fand großen Zuspruch

VRM wirbt für raschen Beitritt der Beherbergungsbetriebe im Kreis Neuwied

Werben für die Einführung des VRM-Gästetickets im Landkreis Neuwied: Michael Lehmann, Kreisverwaltung Cochem-Zell, Stephan Pauly, VRM-Geschäftsführer, Landrat Achim Hallerbach, Abteilungsleiterin Helga Zoltowski, Kreisverwaltung Neuwied und 1. Kreisbeigeordneter Michael Mahlert (v. li.) Foto: privat

Kreis Neuwied. Freie Fahrt mit Bus und Bahn – diesen Service können künftig die Beherbergungsbetriebe im Landkreis Neuwied ihren Übernachtungsgästen anbieten. Im Rahmen einer Info-Veranstaltung zum Thema „Tourismusförderung“, zu der Landrat Achim Hallerbach als Landkreis und Harald Schmillen als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Neuwied eingeladen hatten, wurden die Vorteile des neuen Produkts schnell deutlich. Eingeladen waren neben den Bürgermeistern alle Beherbergungsbetriebe und die Vertreter der Tourismusbüros.

„Der Landkreis Neuwied vom romantischen Rhein bis hinein in den Westerwald ist sehr vielfältig und hat dabei für Jeden etwas zu bieten“, betonte Landrat Achim Hallerbach. Dies gelte es zu vermarkten und mit flankierenden Maßnahmen wie beispielsweise mit dem VRM-Gästeticket zu unterstützen.

Umweltfreundliche Mobilität am Urlaubsort anbieten

„Umweltfreundliche Mobilität, wie zum Beispiel Reisen mit Bus und Bahn, wird auch für unsere Gäste im Landkreis immer wichtiger. Und wir kennen es von uns selbst: Gerne lassen wir im Urlaubsort mal für eine Woche oder länger das Auto stehen und nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel vor Ort“, unterstrich Achim Hallerbach.

Der Tourismus bilde im Rheintal und Westerwald ein nicht zu unterschätzender Wirtschafts- und Standortfaktor. Die Tourismusbranche schaffe und sichere Arbeitsplätze, besonders auch in kleinen und mittleren Betrieben und sie erzeuge dabei erhebliche Einkommenseffekte. „Mit dem Gästeticket hätten unsere Gäste die Möglichkeit, im gesamten Verbundgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel den Nahverkehr kostenlos für die Dauer des gesamten Urlaubsaufenthalts zu nutzen“, betonte der Landrat.

Vertragliche Rahmenbedingungen sind zu schaffen

Als Referent begrüßte der Landrat den Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel Stephan Pauly, der in seinem Vortag die vertraglichen Rahmenbedingungen des neuen Angebotes erläuterte. Dabei ist zunächst zwischen der VRM-Geschäftsstelle, der Kreisverwaltung und den Verbandsgemeindeverwaltungen bzw. der Stadtverwaltung Neuwied ein Grundlagenvertrag abzuschließen. Ein weiterer Vertrag ist zwischen dem einzelnen Beherbergungsbetrieb und der jeweiligen Verbandsgemeindeverwaltung bzw. Stadtverwaltung Neuwied als verantwortliche Clearing- und Abrechnungsstelle erforderlich. Damit verpflichten sich die Beherbergungsbetriebe, für jeden Gast und jede Übernachtung einen Betrag von 60 Cent an den Verkehrsverbund abzuführen. Dieser leitet die vereinnahmten Beträge an die Verkehrsunternehmen weiter. „Die Gäste haben damit kostenfreien Zugang zu allen Bussen und Zügen im öffentlichen Nahverkehr im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel“, erläuterte VRM-Geschäftsführer Stephan Pauly.

Michael Lehmann, ÖPNV-Referent des Landkreises Cochem-Zell, ergänzte den Vortragsreigen. Er berichtete über die Umsetzung des Gästetickets und die positiven Erfahrungen. Das Gästeticket wird dort bereits seit Jahren mit sehr großem Erfolg und mit steigenden Nutzerzahlen angeboten.

„Es gibt eigentlich keine Gründe, die gegen ein Gästeticket sprechen. Und insofern würde ich mich sehr freuen, wenn alle den Rahmenvertrag unterschreiben und so den Betrieben die Möglichkeit eröffnen, bald schon das Gästeticket anbieten zu können“, fasste der 1. Kreisbeigeordnete und für ÖPNV zuständige Dezernent Michael Mahlert die Veranstaltung zusammen.

Pressemitteilung Kreis Neuwied

Werben für die Einführung des VRM-Gästetickets im Landkreis Neuwied: Michael Lehmann, Kreisverwaltung Cochem-Zell, Stephan Pauly, VRM-Geschäftsführer, Landrat Achim Hallerbach, Abteilungsleiterin Helga Zoltowski, Kreisverwaltung Neuwied und 1. Kreisbeigeordneter Michael Mahlert (v. li.) Foto: privat

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