Politik | 19.08.2014

Die Gemeinde Swisttal infomiert

Verbesserung des Hochwasserschutzes

Hochwasserereignis in Odendorf und Miel am 30. Juli

Swisttal-Odendorf/Miel. Beigeordnete Petra Kalkbrenner hatte unmittelbar nach dem Hochwasserereignis vom 30. Juli, bei dem Keller in Odendorf und Miel unter Wasser standen, zu einem Erörterungsgespräch eingeladen.

Kürzlich trafen sich die Vertreter des Erftverbandes, der Regionalgas Euskirchen als Betreiber der Steinbachtalsperre und der Gemeinde Swisttal im Rathaus.

Der Ablauf des Hochwasserereignisses wurde rekonstruiert und die Aufgabenverteilung der Institutionen erörtert. Alle Beteiligten sehen Möglichkeiten in einer verbreiterten, verbesserten Erfassung und Vernetzung der Daten. Konkret geprüft wird ein Ausbau von Messeinrichtungen und Weiterleitung der Messergebnisse der Steinbachtalsperre an den Erftverband. Durch die Messungen sollen frühzeitige Aussagen zu den Auswirkungen von außergewöhnlichen Niederschlägen im Zufluss der Steinbachtalsperre erreicht werden. Der Erftverband wird einen separaten Datenzugang für die Gemeindeverwaltung prüfen. Die Gemeinde Swisttal hat während des Hochwasserereignisses diejenigen Stellen, an denen der Orbach in Miel über das Ufer getreten ist, dokumentiert. Die Dokumentation wird dem Erftverband zur weiteren Auswertung zugeleitet. Gemeinsam mit den Anwohnern des Küpperwegs und unter Beratung des Erftverbandes wird die Gemeinde die Möglichkeit örtlicher Schutzmaßnahmen erörtern. Die entsprechenden Termine werden von der Gemeinde koordiniert.

Für den Bereich des betroffenen Neubaugebiets Bendenweg in Odendorf hatte die Gemeinde bereits erste Verbesserungsmöglichkeiten mit dem Bauträger besprochen. Diese betreffen die Grundstücksdrainage und die Anlegung eines Grabens mit Verwallung. Als langfristiges Projekt wurde auch eine Verbesserung der Situation des Rodderbachs mit dem Erftverband diskutiert. Die Gemeinde und der Erftverband sind zur Umsetzung des Vorhabens auf Grunderwerb angewiesen. Die Gemeinde wird hierzu Gespräche mit den angrenzenden Grundstückseigentümern führen.

Mit der Regionalgas wurde auch der Wunsch der Bürger und der politischen Vertreter nach einer Besichtigung und Information der Steinbachtalsperre besprochen. „Die Regionalgas ist hierzu gerne bereit. Wir wollen für die Bürger und Politiker größtmögliche Transparenz“, sagte deren Geschäftsführer Christian Metze.

Beigeordnete Petra Kalkbrenner vereinbarte eine Fortführung der Gespräche, in die sie auch die Leitstelle des Rhein-Sieg-Kreises einbeziehen möchte. „Wir haben heute ein sehr gutes konstruktives Gespräch geführt. Alle Beteiligten haben Vorschläge zur Verbesserung der bestehenden Situation vorgetragen. Ein besonderer Aspekt ist für mich die Überlegung einer möglichen Hochwasserschutzfunktion der Steinbachtalsperre. Es soll untersucht werden, inwieweit die Steinbachtalsperre, die als Brauchwasserreservoir gebaut wurde, zum Hochwasserschutz beitragen könnte. Eine Ergänzungsfunktion für den Hochwasserschutz könnte uns ins Swisttal sehr helfen. Ich bin mir bewusst, dass ein solches Projekt nur mittelfristig umzusetzen ist. „Wir werden die Möglichkeiten gemeinsam mit den zuständigen Stellen prüfen und danach entsprechende Schritte in die Wege leiten“, sagte die Beigeordnete. Die Gemeinde wird zunächst die vom Hochwasser am 30. Juli betroffenen Anlieger in Odendorf und Miel über das Gespräch informieren und im Umweltschutz-, Wirtschaftsprüfungs- und Energieausschuss am 21. August hierzu berichten.

Pressemitteilung der

Gemeinde Swisttal

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