Herausgabe des gedruckten Verbundfahrplans eingestellt
Verbundfahrplan muss erhalten bleiben
Engers. Ohne jegliche Information der Bevölkerung hat der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) die Herausgabe des gedruckten Verbundfahrplans für das Jahr 2018 eingestellt. Hiergegen hat der ‚Arbeitskreis Tourismus Engers‘ Protest eingelegt. Dieses, über 560-seitige Kompendium, mit detaillierten Angaben der Fahrzeiten im Schienenverkehr, der Busse, Schiffe und Fähren war ein wichtiges Hilfsmittel für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die gesamte Gastronomie, einschließlich der Inhaber von Ferienwohnungen. Einfach und übersichtlich und ohne endloses surfen im Internet war der gesamte öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) im Verbundfahrplan aufgelistet.
Arbeitskreisvorsitzender Josef Kretzer hat Politik und die Verwaltungen aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass diese Maßnahme der VRM rückgängig gemacht wird, denn nicht alle, die den ÖPNV nutzen, verfügen über einen Internet-Zugang und zudem ist das Suchen der Fahrzeiten im Verbundfahrplan mit den dort angegebenen Anschlussmöglichkeiten wesentlich einfacher.
Erste Reaktionen kommen von der Kreisverwaltung Neuwied und der GRÜNEN-Stadtratsfraktion. Der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert bestätigt, dass auch bei seiner Behörde bereits mehrfach nach dem Verbundfahrplan gefragt wurde und er will in der nächsten Sitzung mit dem VRM das Thema ansprechen. Die Fraktionsgeschäftsführerin der GRÜNEN, Inge Rockenfeller will ebenfalls in dieser Richtung aktiv werden. Auch die Stadtratsfraktion Etscheid-Keßler will in dieser Sache mehr Informationen.
Der Verkehrsverbund hüllt sich in Schweigen. Politik und Wirtschaft müssen sich im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, aber auch aus touristischem Interesse vehement dafür einsetzen, dass dieses gute Informationssystem in der bisherigen Form erhalten bleibt.
Gemeinsames Ziel muss es sein, so Josef Kretzer, dass dieser Fahrplan wieder aufgelegt wird, denn soviel Kundenservice muss der ÖPNV den Bürgern, den Gästen, die die Region besuchen und gegenüber der gesamten touristischen Infrastruktur leisten. Pressemitteilung des
Arbeitskreises Tourismus Engers
