Politik | 14.05.2017, 14:28 Uhr

Streik bei der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft

Ver.di: „Wir mussten den Druck erhöhen!“

Es geht um 5% mehr Lohn und 30 Tage Urlaub

Rhein-Sieg-Kreis. Neulich ist es zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr gekommen. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Beschäftigten der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) und der Bus- und Bahn Verkehrsgesellschaft mbH des Rhein-Sieg-Kreises (BBV) von 3:30 bis 11 Uhr zum Warnstreik aufgerufen. Ver.di erhöhte mit dem Warnstreik den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen bei der RSVG-BBV. Die Gewerkschaft fordert Verbesserungen im Entgelt und bei den Arbeitsbedingungen. Für die Tochtergesellschaft BBV soll das Entgelt auf die übliche Höhe im Nahverkehr angehoben werden. Für die dort länger beschäftigten Fahrerinnen und Fahrer bedeutet das eine Einkommenserhöhung von circa 5 %. Daneben geht es um 30 Tage Urlaub für alle Beschäftigten und Verbesserungen bei der Bezahlung von Nachtarbeit. „Nach zwei Verhandlungsrunden gibt es keine Anzeichen für eine Bewegung auf Arbeitgeberseite“, kritisiert Peter Büddicker, Fachbereichsleiter Verkehr im ver.di-Landesbezirk NRW. Die Beschäftigten des Nahverkehrs im Rhein-Sieg-Kreis arbeiten unter immer schwierigeren Bedingungen. Sie bewältigen komplexe Verkehrssituationen auf vollen Straßen und in gefüllten Innenstädten, die zu einer immer höheren Belastung der FahrerInnen führe. Hinzu komme Ärger mit Fahrgästen. „Leider sind unsere Kolleginnen und Kollegen häufig auch der erste soziale Prellbock für ungelöste gesellschaftliche Probleme“, so Büddicker weiter. Nach sieben Jahren muss der Tarifvertrag aus der Sicht von ver.di unbedingt angepasst werden, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Pressemitteilung von ver.di

Bezirk NRW-Süd

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