Politik | 07.07.2023

Sieben Städte und Verbandsgemeinden gründen Regiopole mittleres Rheinland

Verein in Weißenthurm aus der Taufe gehoben

Erste Projekte betreffen Mobilität, Wasserstoff und interkommunale Zusammenarbeit

Zur Gründung des Vereins Regiopole mittleres Rheinland waren nach Weißenthurm gekommen (von links) der Oberbürgermeister der Stadt Andernach Christian Greiner, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vallendar Adi Schneider, der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz David Langner, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm Thomas Przybylla, der Bürgermeister der Stadt Bendorf, Christoph Mohr, der Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Jan Einig und in Vertretung des Oberbürgermeisters der Stadt Lahnstein, Lennart Siefert, Bürgermeister Adalbert Dornbusch.  Foto: VG Weißenthurm / Katharina Demleitner

Weißenthurm. Die Städte Andernach, Bendorf, Koblenz, Lahnstein und Neuwied sowie die Verbandsgemeinden Vallendar und Weißenthurm haben den Verein Regiopole mittleres Rheinland gegründet. In der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm hoben die sieben Kommunen den Zusammenschluss aus der Taufe, wählten den Vorstand und legten bereits erste Themen für die noch jungfräuliche Agenda fest.

Die beteiligten Kommunen in ihrer Funktion für die Region zu entwickeln und zu stärken ist das erklärte Ziel des neuen Vereins. Dabei geht es nicht nur um die wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit sowie die Erarbeitung von räumlichen Entwicklungskonzepten, sondern auch um die Entwicklung von Strategien für die Zusammenarbeit innerhalb der Regiopole. In der Satzung sind unter anderem die Themen Energie und Klima, Wirtschaftsförderung, Arbeitsmarktpolitik sowie Tourismus und Naherholung genannt. Konkret legten die Gründungsmitglieder bereits drei Bereiche fest, mit denen die Regiopole mittleres Rheinland in die tatsächliche Arbeit und Umsetzung starten wollen. Im Fokus steht dabei zunächst die Mobilität.

So plant der eben etablierte Verein, eine Machbarkeitsstudie für den öffentlichen Personennahverkehr der Zukunft im Bereich der Regiopole in Auftrag zu geben. Zudem wollen sich die zusammengeschlossenen Städte und Verbandsgemeinden mit Wasserstoff als Energiequelle befassen. Die Stadt Bendorf ist eine von 15 Kommunen in Deutschland, die im Rahmen eines Förderprogramms des Bundes eine Wasserstoffstrategie erarbeitet hat. Die Studie soll im September vorliegen. Zusätzlich beabsichtigt der neue Verein, gemeinsam Wind- und Solarkraft weiter voranzutreiben. Ebenfalls um Synergieeffekte zu nutzen, hat sich der neue Verein verständigt, zu prüfen, ob und wie in welchen Bereichen Formen der interkommunalen Zusammenarbeit möglich wäre. Vorstellbar wäre beispielsweise eine zentrale Bußgeld- oder Zulassungsstelle.

Auf die zugrunde liegende Satzung der Regiopole mittleres Rheinland einigten sich die Verwaltungschefs bzw. deren Stellvertreter in großem Einvernehmen. Mitglieder sind die sieben Gründungskommunen, aber der Verein schaut durchaus auch über den sprichwörtlichen Tellerrand und bietet regionalen Partnern eine Zusammenarbeit an. „Wir wollen mit regionalen Partnern kooperieren zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger“, erklärte der Bürgermeister der VG Weißenthurm, Thomas Przybylla. Er war einstimmig zum Vorstand des neuen Vereins gewählt worden. Zu seinem Stellvertreter bestimmten die Gründungsmitglieder den Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner. Beisitzer der Regiopole ist der Bendorfer Bürgermeister Christoph Mohr. Alle Gründungsmitglieder zeigten sich überzeugt, dass der Zusammenschluss von großem Vorteil für die Menschen in der Region sein wird. „Das zeigt schon allein das Beispiel der gemeinsamen Energie- und Wasserstoffstrategie, es ist ein gemeinsames Investment in die Zukunft“, sagte Mohr. Auch für Langner ist klar, dass ein starker Verbund Motor für eine nachhaltige Entwicklung sein kann: „Wir wollen den Kernraum der Regiopole zukunftssicher gestalten, so dass alle profitieren“, betonte der Koblenzer OB. Keinen Zweifel hat Przybylla an Nutzen und Sinnhaftigkeit der Regiopole. „Die Idee hinter dem Verein ist für mich eine naheliegende, weil ich tief überzeugt bin, dass Kommunen die aktuellen und noch mehr die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam deutlich besser meistern können“, erklärte der frisch gewählte Vereinsvorsitzende. Nach den Sommerferien soll es los gehen: Dann startet die Regiopole mittleres Rheinland ihre konkrete Arbeit. Pressemitteilung der

VG Weißenthurm

Zur Gründung des Vereins Regiopole mittleres Rheinland waren nach Weißenthurm gekommen (von links) der Oberbürgermeister der Stadt Andernach Christian Greiner, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vallendar Adi Schneider, der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz David Langner, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm Thomas Przybylla, der Bürgermeister der Stadt Bendorf, Christoph Mohr, der Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Jan Einig und in Vertretung des Oberbürgermeisters der Stadt Lahnstein, Lennart Siefert, Bürgermeister Adalbert Dornbusch. Foto: VG Weißenthurm / Katharina Demleitner

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Boomerang : Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist eigentlich ein gutes Ziel. "Feministischer Kampftag" dagegen mutet an wie eine Kriegserklärung. Der moderne Feminismus ist pervertiert zu einem Anspruch die...
  • Günther: Es stellt sich nicht unbedingt die Frage der Beteiligung, sondern auch die Höhe der festgelegten Beteiligung. Soweit ich onformiert liegt der Anteil der Stadt bei 25% und die der Bürger bei 75%. Mindestens...
  • Roman: Und warum nicht NACHTS? wo so gut wie keiner behindert wird?
Dauerauftrag
Image Anzeige // Närrische Preise 50%
Stellenanzeige Produktionsmitarbeiter
Stellenanzeige
Rund ums Haus
Image Anzeige
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Stellenanzeige Mitarbeiter Straßen- und Tiefbaukolonne
Empfohlene Artikel

Bendorf. Am Freitag, 6. März 2026, öffnen die kreisweiten Containerinseln im Landkreis Mayen-Koblenz wieder ihre Tore. Bürgerinnen und Bürger erhalten dort wohnortnahe Entsorgungsmöglichkeiten für unbelasteten Bauschutt, Erdaushub sowie Rasenschnitt und Laub.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Breisig e.V.

Einladung zur Mitgliederversammlung

Bad Breisig. Der 1. Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Breisig e.V. (FVFFBBe.V.) lädt alle Vereinsmitglieder zur jährlich im ersten Quartal jeden Jahres durchzuführenden Mitgliederversammlung gem. § 32 BGB sowie § 9 b) der Satzung ein.

Weiterlesen

Reparatur- und Kommunikations- Café der Senioren-Union der VG Bad Breisig am 2. März

Kostenlose Reparatur von Elektrokleingeräten

Bad Breisig. Am Montag, den 2. März, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr, werden im „Haus der Begegnung“ in Bad Breisig wieder Kleinreparaturen an Elektrogeräten angeboten.

Weiterlesen

Verein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Burgbrohl e.V.

Einladung zur Mitgliederversammlung

Burgbrohl. Am Freitag, 13. März 2026, findet um 18 Uhr die Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Burgbrohl e.V. im Feuerwehrhaus Burgbrohl mit folgender Tagesordnung statt:

Weiterlesen

DA bis auf Widerruf
Dauerauftrag
Imageanzeige
Image Anzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Titelanzeige
Titelanzeige "Torsten Welling"
Fachkraft für Wasserversorgung
Närrische Preise 2026 - Bestellung Nr.: 0033084107
Handwerkerhaus
Stellenanzeige MA Bereich Verwaltung/Organisation und Personal
Gesundheit im Blick
Titelanzeige
Imageanzeige Radiologie & Nuklearmedizin
Selbständig und umsorgt
Veranstaltung "Schwanensee"