SPD-Ratsfraktion Unkel
Verkehrspolitik für alle
Unkel. „Wir wollen eine Verkehrspolitik für alle,“ stellte Ralf Klein für die SPD-Fraktion klar, als am Dienstag im Stadtrat von Unkel ein Vorschlag der FWG zur Diskussion stand. Diese Ideen seien unausgewogen und bevorzuge einseitig Radfahrerinnen und Radfahrer. Senioren und I-Dötze, Eltern mit Kinderwagen und andere Fußgänger kämen in dem Vorschlag gar nicht vor. Für Radfahrer werde ein Schilderwald gefordert, aber die Gefährdung Schwächerer durch rasende Pedalritter würde geflissentlich übersehen. Indem er von „Nürburgring für Radfahrer“ sprach, polarisierte Klein und provozierte zunächst Empörung. „Aber dafür reden wir ja miteinander. Niemand wird persönlich angegriffen, aber in der Sache brauchen wir klare Worte, um gute Politik für Unkel zu machen!“, parierte er die Reaktionen. „Natürlich sind die meisten Radler rücksichtsvoll und fahren verantwortlich“, erklärte Klein später. Selbstverständlich unterstütze man auch den Klimaschutz. Aber der Anteil der „Raser“ sei nicht unerheblich, und gerade in der Fußgängerzone und auf der Rheinpromenade fühlen Fußgänger sich immer wieder bedrängt oder belästigt. Das Konzept wurde vom Rat in den Hauptausschuss verwiesen, wo Klein selbst die Fraktion vertritt. Er will sich dort unüberhörbar für eine Verkehrspolitik starkmachen, die die Interessen aller berücksichtigt. Radfahrerinnen und Radfahrer seien hierbei ausdrücklich mitgemeint.
Pressemitteilung
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