Bündnisgrünen im Remagener Stadtrat
Verkehrssituation auf der B9
Remagen. Thema der ersten Fraktionssitzung der Bündnisgrünen im Remagener Stadtrat nach der Sommerpause war am Sonntag die Verkehrssituation auf der B9. Die Grünen hatten nach einer Bürgerversammlung im Juni in Remagen die Rheinland-Pfälzer Landesminister für Verkehr und des Inneren in zwei Briefen angeschrieben, um auf die schwierigen Verhältnisse auf der Bundesstraße aufmerksam zu machen. Beklagt wurde unter anderen die Missachtung des Nachfahrtverbots durch ortsfremde LKWs auf der B9, die zudem mit stark überhöhter Geschwindigkeit und oft sogar unter Missachtung roter Ampeln durch die Engstellen von Rolandswerth, Rolandseck und Remagen brausten. Ebenso wiesen die Grünen in dem Brief auf die Remagener Situation am Bahnhof hin, wo es keinerlei Querungshilfe über die Bundesstraße für die Bewohner der hangseitigen Stadtteile gebe. Auch die unerträgliche Verkehrslage an der Einmündung der Bergstraße auf die B9 im Remagener Norden wurde in dem Brief angesprochen und um Abhilfe seitens der Ministerien gebeten.
Nun kamen die beiden Antwortschreiben der Landesminister Wissing und Lewentz, die nach Bewertung der Grünen alles andere als befriedigend ausgefallen seien. Fraktionssprecher Frank Bliss sieht das Anliegen vieler Remagener Bürger als wenig ernst genommen: „Da wurde offenbar die Stellungnahme des Landesbetriebes Mobilität eins zu eins übernommen. Dieser hat bisher selbst einstimmig vom Stadtrat gewünschte Verbesserungen im Verkehr stets abgewimmelt, so besagte Querungshilfe am Bahnhof oder die Beruhigung der Bergstraße beziehungsweise Birrensdorfer Straße“. Verärgert sind die Grünen auch darüber, dass der schwarze Peter hinsichtlich der verbotswidrig nachts durch Remagen brausenden LKWs dem Kreis zugeschoben wurde. Zudem sei in der Antwort schlichtweg die überhöhte Geschwindigkeit nachts auf der B9 bestritten worden, „eine Realität die jeder von uns kennt, der nachts durch Remagen fährt. Halten wir Tempo 50 im Ortsbereich ein, so hängt uns schnell ein hinterherbrausender LKW mit Lichthupe fast auf der Stoßstange“, so Grünen-Sprecher Frank Bliss.
Die Remagener Grünen wollen es mit dem Briefwechsel nach und von Mainz aber nicht belassen. Im Oktober oder November soll eine weitere Bürgerversammlung zum Thema B9 veranstaltet und über das weiter Vorgehen beraten werden.
Pressemitteilung Bündnis 90/ Die Grünen Stadtratsfraktion
Remagen
