Politik | 12.06.2019, 11:42 Uhr

Jusos fordern besseren Radverkehr im Rhein-Sieg-Kreis

Verzwanzigfachung des Radwegebaus

Rhein-Sieg-Kreis. Unzufrieden mit dem Ausbau des Radverkehrs im Rhein-Sieg-Kreis zeigen sich die Jusos Rhein-Sieg. An vielen Kreisstraßen fehlen sichere Radwege, Planungen dauern oft viele Jahre. Die schwarz-grüne Koalition schaut zu oder weg.

„Wer die klimafreundliche und sozial gerechte Mobilitätswende wirklich möchte, muss auch in den Radverkehr investieren. Wir begrüßen, dass der Rhein-Sieg-Kreis eine Prioritätenliste erarbeitet hat. Aber eine lange Liste nutzt nichts, wenn letztlich kein Geld in den konkreten Ausbau investiert wird. Wir fordern daher, die Mittel für Planung und Bau von Radwegen an Kreisstraßen und schnellen Radrouten im Alltagsverkehr zu verzwanzigfachen. Das klingt zunächst viel, allerdings wird heute nur eine lächerlich kleine Summe im Kreishaushalt bereitgestellt“, erklärt der Juso-Kreisvorsitzende Mario Dahm.

Für den Haushaltstitel „Neubau von Radwegen“ stehen im Jahr nur 150.000 Euro zur Verfügung. Im Jahr 2019 wird kein einziger Meter Radweg an Kreisstraßen gebaut.

Als scheinheilig bewertet die SPD-Jugendorganisation Forderungen der Grünen im Kreisverkehrsausschuss, nun in den Radverkehr zu investieren: „Die Grünen blenden aus, dass sie seit 20 Jahren politische Verantwortung im Rhein-Sieg-Kreis tragen und für den heutigen Zustand verantwortlich sind. Das Arbeitsergebnis der schwarz-grünen Selbstgefälligkeit beim Thema Radverkehr ist katastrophal. Von grünen Sonntagsreden werden keine Radwege gebaut. Es muss gehandelt werden. Die von uns geforderte Erhöhung auf 3 Millionen Euro jährlich entspräche rund 0,4% des Kreishaushaltes. Das müsste selbst CDU und Grünen ein besserer Radverkehr wert sein“, so der Juso-Kreisgeschäftsführer Nils Suchetzki.

Pressemitteilung der Jusos

Rhein-Sieg

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