Politik | 08.04.2014

Ratsherr blickt auf reiche politische Karriere zurück

Vizebürgermeister Claus Wehage wird 75 Jahre

Rheinbach. Er ist am 12. April geboren - Sternzeichen Widder, und was man diesem Sternzeichen zuschreibt, trifft voll und ganz auf Claus Wehage zu. Dynamisch, zupackend, ideenreich und diskussionsfreudig - das ist er, auch mit „75“ noch. Das wird er in diesem Jahr.

Der gebürtige Oldenburger kam vor genau 40 Jahren nach Rheinbach mit Frau und zwei Kindern; nach zahlreichen Stationen, wie das bei Berufssoldaten üblich war. Nach der Wiedervereinigung wechselte er zu einem Bundesverband der Industrie und tat dort als Verantwortlicher das, was er - wie er selbst sagt - am besten kann: Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Marketing. Obwohl ein „Nordlicht“, ließ er sich schnell auf die Rheinländer und ihre Gepflogenheiten ein. Seine Töchter begleitete er als Klassen-, Schul- und Stadtschulpflegschaftsvorsitzender und sachkundiger Bürger im Schulausschuss. Er ist Mitbegründer des Vereins der Ehemaligen, Freunde und Förderer der Tomburg-Realschule und war dessen erster Vorsitzender. Die Rheinbacher Kommunalpolitik verfolgte er mit Interesse und nicht selten mit herber Kritik. Bis ihn einige Entnervte aufforderten: Dann kandidier doch selbst mal für den Rat. Das tat er dann auch - vor 25 Jahren in einem Wahlkreis von Südwest. Er zog mit einem guten Wahlergebnis in den Rat ein und wurde für seinen Einsatz von den Bürgerinnen und Bürgern mit stetiger Wiederwahl belohnt.

Bildung und Kultur waren seine ersten Schwerpunkte. Er wurde Vorsitzender des für Kulturfragen zuständigen Ausschusses und ist nach mehr als 15 Jahren noch immer Vorsitzender des Museumsbeirats. Rheinbachs Entwicklung vom Wohn- zum Wirtschaftsstandort führte Wehage zum nächsten Schwerpunkt: Wirtschaft und Finanzen. Er war lange Jahre finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt. Schon lange bevor der Begriff „demographischer Wandel“ in Mode kam, engagierte sich Wehage im Beirat der OT, war Mitbegründer eines CDU-Arbeitskreises Jugend/Integration und ist für die Arbeiterwohlfahrt im Jugendhilfeausschuss. Als „jugendlicher Senior“ beschäftigen ihn parallel dazu die Fragen, Probleme und Chancen der älteren Generation. Das bindet ihn im Ausschuss für Generationen, Integration und Soziales sowie als Mitglied der Senioren-Union. Und nicht zuletzt vertritt er als erster Stellvertreter Bürgermeister Stefan Raetz bei vielen gesellschaftlichen, sozialen und anderen repräsentativen Anlässen, ohne die Partei „heraushängen“ zu lassen.

Was viele nicht für möglich hielten: „Nordlicht“ Claus Wehage ist in den Karneval hineingewachsen und inzwischen Mitglied/Ehrenmitglied bzw. - senator aller fünf Kernstadtvereine, aber auch Mitglied anderer Vereine und Organisationen. Für die Rheinbacher Schützen hat er ein besonderes Faible, sie betrachten ihn schon als Maskottchen. Da muss er schon genau planen, um all diese Tätigkeiten und seine Hobbies (neben der Kommunalpolitik Sport, Geschichte und Literatur der Gegenwart) mit der Familie unter einen Hut zu bringen.

Wehage hat viele Bekanntschaften und auch Freundschaften im Laufe der Zeit geschlossen, weil er offen und ohne Vorurteile auf Menschen zugeht. Er kümmert sich um Anliegen, nicht selten auch um persönliche Dinge. Er bemüht sich stets um ein entspanntes und sachliches Verhältnis zu anderen Parteien. Zu seinen Auszeichnungen gehören das Bundesverdienstkreuz und der Ehrenring der Stadt Rheinbach. Wenn man ihn nach seinem Alter fragt, hört man gelegentlich: „Ich kenne 18-Jährige, die sich schon auf die Rente vorbereiten, 30-Jährige, die ich im 5.000 Meter-Lauf locker abhänge und nicht wenige, mit denen ich gerne in einen geistigen Wettkampf treten würde. So ist er - ein Widder eben, ein Norddeutscher, für den Rheinbach Heimat geworden ist.

Einer Feier zum 75. Geburtstag will er entfliehen. Wehage: „Vielleicht mit 80. Dieser Geburtstag gehört der Familie. Ich bin dann mal weg. Gratulanten haben sicher Verständnis dafür“.

Pressemitteilung der

CDU-Fraktion im Stadtrat

Rheinbach

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