SPD Kreisverband: „CDU Cochem-Zell fehlt Wille und Fähigkeit zur personellen Erneuerung“
Vollständige Aufklärung der Mauss-Affäre ist wichtig
Kreis Cochem-Zell. Benedikt Oster, MdL und SPD-Kreisvorsitzender Cochem-Zell, reagiert mit Erstaunen auf die Mitgliederversammlung des CDU-Kreisverbands Cochem-Zell und die damit verbundene Berichterstattung, bei der die Kreisvorsitzende Anke Beilstein mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigt wurde.
Oster kritisiert vor allem den Umgang der CDU-Kreisvorsitzenden mit der Mauss-Spendenaffäre während der Versammlung.
„Die Tränen, die Anke Beilstein während ihrer Rede vergossen hat, sind allenfalls Krokodilstränen.
Wer nicht in der Lage ist, den größten politischen Skandal seit Bestehen des Landkreises Cochem-Zell mit professionellem Krisenmanagement und einer transparenten und ehrlichen Kommunikation sowie vor allem der Übernahme persönlicher Verantwortung zu bewältigen, der sollte die Finger von politischen Spitzenämtern lassen. Zum Weinen ist die Mauss-Affäre insbesondere für die Menschen im Landkreis Cochem-Zell, die ertragen müssen, dass wegen des Fehlverhaltens von verantwortungslosen CDU-Politikern der Ruf einer gesamten Region in den Schmutz gezogen wird.“
Die Tatsache, dass Beilstein erneut mit großer Mehrheit in ihrem Amt als Kreisvorsitzende von den Mitgliedern bestätigt worden ist, erzeugt bei Oster ebenfalls nur Kopfschütteln: „Die Cochem-Zeller CDU-Mitglieder haben erneut die Chance verpasst, ihr Führungspersonal auf demokratische Weise auszutauschen.“
Oster bezieht sich dabei auf den Nominierungsparteitag der CDU, als Peter Bleser mit breiter Mehrheit trotz der sich abzeichnenden Verstrickungen in die Mauss-Affäre zum Bundestagskandidaten gewählt wurde.
Oster: „Anke Beilstein schlüpft gerade in die Rolle der Unschuldigen, die vermeintlich alles ausbaden muss, was ihr Vorgänger Bleser ihr angeblich eingebrockt hat.
Dabei war sie – wie in den Medien deutlich sichtbar war – bereits 1989 als Mitarbeiterin bei der Kreisverwaltung Cochem-Zell an der Bearbeitung des Schreibens von Dr. Langen an Landrat Schwan in Sachen Gestüt-Bau Mauss beteiligt. Beilstein ist nicht das Opfer der Mauss-Affäre – sie ist mittendrin statt nur dabei und Teil dieses schmutzigen Skandals.“
Der SPD Kreisverband fühlt sich durch das Verhalten der CDU-Mitglieder einmal mehr darin bestätigt, dass es wichtig ist, als größte Oppositionskraft im Landkreis Cochem-Zell zur vollständigen Aufarbeitung und Aufklärung der Mauss-Affäre beizutragen: „Wir von der SPD werden nicht locker lassen, bis die gesamte Spendenaffäre Mauss mit allen Beteiligten und allen Tatbeständen vollumfänglich aufgeklärt ist.
Das sind wir den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Cochem-Zell schuldig.“
Pressemitteilung
SPD-Kreisverband Cochem-Zell
