Politik | 26.10.2020, 15:32 Uhr

Wahl des Stadtbürgermeisters von Bad Hönningen

Vom VG-Beauftragten zum Stadtbürgermeister von Bad Hönningen

62,7 Prozent der Bad Hönninger wählen Reiner W. Schmitz als Nachfolger von Ulrich Elberskirch

Ohne Gegenkandidat war die Wahl von Reiner W. Schmitz zum Stadtbürgermeister. Foto: DL
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Bad Hönningen. Die Tage von Reiner W. Schmitz als Beauftragter der Verbandsgemeinde Bad Hönningen, deren die Geschicke er seit dem 13. August 2018 als Beauftragter geleitet hat, sind mit der Wahl des parteilosen Jan Ermtraud gezählt.

Kommunalpolitisch in vorderster Linie aktiv bleibt der 68-jährige Verwaltungsfachmann als neuer Stadtchef in Bad Hönningen aber weiterhin. Dem gemeinsamen Kandidaten der Fraktionen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat von Bad Hönningen als Nachfolger von Stadtbürgermeister Ulrich Elberskirch, der nach wenigen Monaten aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, schenkten 62,7 Prozent der Wähler ihr Vertrauen, während sich mit 829 Wählern 37,3 Prozent gegen den Sozialdemokraten als Stadtchef aussprachen. Ein Gegenkandidat war nicht angetreten, die Wahlbeteiligung lag bei 50,0 Prozent.

„Da sieht es so doch tatsächlich so aus, als ob das mit meiner Rente noch nichts wird“, unkte Reiner W. Schmitz als auf den Bildschirmen in der Alten Turnhalle Ecke Bischof-Stratman-Stra0ße/Rudoof-Buse-Straße das Ergebnis des ersten Wahlbezirks mit knapp 70 Prozent Ja-Stimmen aufflammte. Und auch bei den nächsten Zwischenergebnissen – 66,5 Prozent Ja-Stimmen gegen 18.50 Uhr nach Auszählung von drei von vier Wahlkreisen - zeichnete sich an dem langen Wahlabend ab, dass er eine Mehrheit erreichen würde. Unstimmigkeiten mit dem Abgleich des Wählerverzeichnisses und die Auszählung der Bad Hönninger Briefwahlunterlagen waren dafür verantwortlich, dass nicht nur die drei potenziellen Chefs der Verwaltung bis lange nach 19 Uhr auf die Endergebnisse warten.

„Ich wollte auch nach dem Ende meiner Funktion als VG-Beauftragter weiterhin etwas für Bad Hönningen tun. Immerhin habe ich unter Stadtchef Guido Job einiges an Projekten mit angestoßen, die jetzt Früchte tragen.

Da müssen wir dafür sorgen, dass diese im Gleis bleiben, nachdem durch die Krankheit von Ulrich Elberskirch, dem ich eine baldige Genesung wünsche, das Tempo etwas nachgelassen hatte“, erklärte Reiner W. Schmitz. Außerdem sei er von Bürgern angesprochen worden, was ihn sehr motiviert habe. Wichtig sei ihm auch gewesen, dass er für alle Stadtratsfraktionen zur Wahl angetreten sei, statt sich auf der Flagge einer einzigen Partei zu bewerben, betont der gebürtige Rheinbrohler.

Gut 2200 Bad Hönninger hatten ihre Stimme an den Urnen oder per Brief abgegeben. Eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent bezeichnete Reiner W. Schmitz als ein durchaus annehmbares Ergebnis. „Ich danke den Bürgern für ihr Vertrauen“, so der neue Stadtchef, der aber nicht nur diese, sondern auch diejenigen in die Bad Hönninger Kommunalpolitik einbeziehen möchte, die ihn nicht gewählt hatten. „Die Bürger sind Hönningen.

Ich möchte ein neues Wir-Gefühl in der Stadt etablieren und eine Bürgerstiftung ins Leben rufen, damit die Bürger ihre Stadt selbst gestalten können“, formulierte er sein langfristiges Ziel. Vorrangig gehe es zunächst aber um die Stadtsanierung und die der Städtebauförderung, um die Einführung der wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge und die Kristall Rheinpark-Therme. „Angesichts steigender Fallzahlen müssen wir uns natürlich verstärkt der Corona-Pandemie und ihrer Bekämpfung widmen“, so Reiner W. Schmitz, der versprach, auch den Klimawandel nicht aus den Augen zu verlieren, der sich alarmierend am Zustand des heimischen Waldes zeige. DL

Ohne Gegenkandidat war die Wahl von Reiner W. Schmitz zum Stadtbürgermeister. Foto: DL

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