Politik | 02.09.2015

SPD Swisttal und Bündnis 90/Die Grünen

Von den Erfahrungen der Nachbarkommunen profitieren

Gespräche mit den Bürgermeistern von Bornheim und Wachtberg über Ehrenamtskarte, Wirtschaftsförderung und Sozialarbeit

Von den Erfahrungen der Nachbarkommunen profitieren

Swisttal. „Nicht alles müssen wir in Swisttal neu erfinden. Wenn irgendwas in den Nachbarkommunen besonders gut läuft, können wir von den Erfahrungen profitieren“, fasst Gisela Hein, Swisttaler Bürgermeisterkandidatin von SPD und Grünen, ihre Gespräche mit der Wachtberger Bürgermeisterin Renate Offergeld und Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler zusammen.

Gespräch mit Renate Offergeld

Mit Renate Offergeld (SPD), die vor etwas mehr als einem Jahr zur Bürgermeisterin der mit Swisttal vergleichbaren ländlichen Flächengemeinde gewählt wurde, sprach Gisela Hein über kommunale Wirtschaftsförderung und die Ehrenamtskarte NRW, die sie auch in Swisttal einführen möchte. Offergeld berichtete, dass sie kürzlich den ersten Ehrenamtlichen in Wachtberg eine Karte überreichen konnte. Mit dieser kommen sie in den Genuss vieler attraktiver Vergünstigungen und das in rund 200 teilnehmenden Kommunen im Land und schon 13 im Rhein-Sieg-Kreis. Hinzu kämen landesweite Sonderaktionen wie aktuell zum Bonner Beethovenfest. „Damit erhalten Menschen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen, eine besondere Würdigung“, erklärte Renate Offergeld - eine Wertschätzung, die Gisela Hein möglichst bald auch den vielen Ehrenamtlichen in Swisttal zukommen lassen will.

Bürgermeisterin Renate Offergeld, die von Gisela Heins Vorstellungen zur kommunalen Wirtschaftsförderung gelesen hatte, erklärte, dass es in ihrer Verwaltung dafür eine 4-köpfige Stabsstelle „Wirtschaftsförderung, Gemeindemarketing und Kultur“ gebe, diese biete einen umfassenden Service bis hin zur Ausbildungsplatzbörse. Auch Gisela Hein sieht Wirtschaftsförderung als Querschnittsaufgabe: „Ich will für Swisttal ein Profil entwickeln. Was macht uns besonders? Warum sollen Menschen hier wohnen, leben und arbeiten? Warum sollen sich hier Unternehmen ansiedeln? Die Verwaltung muss sich dabei als moderne Dienstleisterin verstehen.“

Zu Gast bei Wolfgang Henseler

Im Anschluss war Gisela Hein bei Wolfgang Henseler (SPD) zu Gast, der seit 2004 Bürgermeister der Nachbarstadt Bornheim ist, die sich seitdem sehr erfolgreich entwickelt. Gisela Hein und Wolfgang Henseler reagierten mit Unverständnis auf die geplanten Einschränkungen des Bahnverkehrs in Roisdorf. „Wir freuen uns, dass Heimerzheim mit dem Fahrplanwechsel im Dezember durch eine neue Busverbindung am Bahnhof Roisdorf an die Regionalbahn zwischen Köln und Bonn angeschlossen wird. Gleichzeitig wird bekannt, dass der Roisdorfer Haltepunkt zu bestimmten Zeiten nicht mehr angefahren werden soll, eine nicht ganz schlüssige Planung, die wir mal hinterfragen werden“, meinten Gisela Hein und Wolfgang Henseler. Bürgermeister Wolfgang Henseler berichtete zudem über die Einführung des papierlosen Rates. Durch Umstieg der Ratsmitglieder auf Tablets und digital zur Verfügung gestellte Unterlagen werde die Stadt Geld sparen.

Ausführlich besprachen Gisela Hein und Wolfgang Henseler das Thema Jugendsozialarbeit, das beiden besonders am Herzen liegt. Gisela Hein, die in Waldorf geboren und in Bornheim selbst in der Jugendarbeit aktiv war, erklärte: „Neben offenen Türen unterschiedlicher Träger unterhält Bornheim auch klassisches Streetwork und ein mobiles Angebot für die Dörfer. Diese bieten Jugendlichen auch in den Abendstunden Beschäftigung und Unterstützung. Alle Angebote sind miteinander vernetzt. Eine ähnliche Struktur in etwas geringerem Umfang brauchen wir auch in Swisttal, z.B. um auch den Kindern und Jugendlichen in Morenhoven Angebote machen zu können und abendliche Treffpunkte von Jugendlichen in Heimerzheim aufzusuchen.“ Zuvor hatte Gisela Hein bereits Gespräche mit dem amtierenden Weilerswister Bürgermeister und ehemaligen Swisttaler SPD-Ratsmitglied, Peter Schlösser, geführt.Pressemitteilung

SPD Swisttal

Bündnis 90 / Die Grünen

Gisela Hein zu Gast bei Bürgermeister Wolfgang Henseler. Foto: privat

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