Sitzung des Stadtrates der Stadt Bendorf
Vorgabe des Gemeinde- und Städtebundes wird umgesetzt
Organisation der Stadtverwaltung Bendorf ändert sich
Bendorf. Bürgermeister Michael Kessler informierte den Stadtrat in der letzten Sitzung, dass ab dem 1. Februar 2019 die Verwaltung in Teilen neu organisiert wird. Kessler: „Auslöser für diese Überlegungen ist vordergründig Herr Görgen, der am 31. Januar 2019 als Fachbereichsleiter ausscheiden wird. Aber auch im Bereich Bauamt haben wir verschiedene personale Veränderungen durch normales Ausscheiden aus dem Dienst. Durch möglichst gute Nachbesetzungen wollen wir sicherstellen, dass wir als Verwaltung nach wie vor schlagkräftig bleiben um unsere Aufgaben zu erfüllen.“
Die Aufgaben der Kommunalverwaltung und auch die Behördenkultur unterstehen einem ständigen Wandel. Schwerpunkte ändern sich und neue Bereiche kommen hinzu und der technische Fortschritt im Büro schreitet unaufhaltsam voran. Die Kommunalverwaltung versteht sich inzwischen als moderner Dienstleister gegenüber dem Bürger bzw. Kunden. Hiermit einher geht auch eine Änderung des kommunalen Dienstleistungsangebots. Hierbei spielt die zunehmende Digitalisierung eine wesentliche Rolle. So muss beispielsweise bis 2022 ein umfassendes Online-Angebot für „alle rechtlich und tatsächlich geeigneten“ Verwaltungsleistungen vorgehalten werden. Diese sind dann ebenfalls über einen Verbund der Verwaltungsportale von Bund und Länder zugänglich zu machen, das trifft auch auf die Stadtverwaltung Bendorf zu.
In den vergangenen Jahren wurden in Bendorf wesentliche Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt und initiiert, die zu einem Wandel in der Stadt geführt haben. Weitere Maßnahmen sind geplant um die Stadt lebenswert und zukunftsfähig zu machen. Um entsprechend Schritt zu halten müssen regelmäßige Reformen der Verwaltungsstruktur umgesetzt werden. Die bisherigen Fachbereiche 4 und 5 (Bauen und Umwelt sowie Wirtschaftsförderung) werden zusammengelegt zum Fachbereich 4 (Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Kultur). Innerhalb dieses Fachbereichs soll das Gebäude- und Grundstücksmanagement alle Aufgaben einer modernen Immobilienverwaltung für die Grundstücke der Stadt Bendorf übernehmen. Ein neues Fachgebiet innerhalb des Fachbereichs 4 wird alle Themen der planerischen Entwicklung der Stadt Bendorf zusammenfassen. In beiden Bereichen werden gewachsene Parallelstrukturen abgebaut, zum Beispiel im Bereich der Liegenschaftsverwaltung. Der einstige Fachbereich 6 (Stadtwerke) wird hierdurch zum Fachbereich 5. Als Folge der Umstrukturierung wird das Bauamt jetzt im Stadtpark angesiedelt und der Fachbereich 2 (Finanzen) zieht in die bisherigen Räume des Bauamtes in der Unteren Rheinau. Damit der neu gebildete Fachbereich 4 auch solide geführt werden kann, ist es notwendig alle Mitarbeiter in einem räumlich zusammenhängenden Bereich unterzubringen. Daher werden die Mitarbeiter des bisherigen Fachbereichs 4 im Februar 2019 in das Dachgeschoss des Dienstgebäudes II ziehen, gleichzeitig werden die Mitarbeiter des Fachbereichs 2 in das Dienstgebäude III umziehen. Die finanzielle Lage der Stadt lässt kurzfristig keine großen Spielräume zu. Infolgedessen wird der Umzug möglichst kostengünstig durchgeführt, der Bauhof soll in die Transportarbeiten eingebunden werden. Kleinere Ausbesserungs- und Malerarbeiten werden ebenfalls bei der Mittelveranschlagung für das Haushaltsjahr 2019 berücksichtigt. Die Veränderungen werden in Anlehnung an das Organisationsmodell „Gemeinde 21“ des rheinland-pfälzischen Gemeinde- und Städtebundes (GStB) umgesetzt.
Darüber hinaus wird weiterhin nach Möglichkeiten gesucht, um weitere Büroflächen für die Verwaltung zu erschließen. Die räumliche Trennung der Verwaltung soll sobald wie möglich aufgehoben werden. Die Notwendigkeit, die freie Fläche hinter dem Dienstgebäude II zu überarbeiten und das Erdgeschoss vor Feuchtigkeit zu schützen, führte zu der Überlegung, die Fläche für die Errichtung eines Anbaus zu nutzen.
Dem zunehmenden Bedarf zur Bereitstellung barrierefreier Zugänge zu Angeboten der Verwaltung und zu öffentlichen Veranstaltungen werden die Dienstgebäude im Stadtpark auf Dauer nicht mehr gerecht. Auch hier könnte ein Anbau auf der Fläche hinter dem Dienstgebäude II die Lösung sein, um schwierige und kostspielige An- und Umbauten ohne Raumgewinn zu vermeiden.
Die Verwaltung wird sich im Jahre 2019 mit der Möglichkeit der Erschließung der Fläche beschäftigen, für die Planungen werden entsprechend Haushaltsmittel eingestellt.