Seniorenbeirat Koblenz
Vorstand begrüßt Coronaimpfung durch Hausärzte
Große Erleichterung über den Beginn direkt nach Ostern
Koblenz. Dieses Ergebnis der Telefonkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Länderchefs entspricht einer schon früher erhobenen Forderung des Seniorenbeirats. „Endlich ist die Diskussion um die Einbeziehung von Hausärzten beendet und damit ein Zustand wie bereits vor 150 Jahren wiederhergestellt“, stellt der Beiratsvorsitzende Prof. Dr. Heinz Günther Borck erleichtert fest. Denn schon im Reichsimpfgesetz von 1874 waren zwar öffentliche Bezirks Impfärzte, vergleichbar den heutigen Impfzentren, vorgesehen, aber alle anderen Ärzte sollten ebenfalls unter Beachtung staatlicher Vorgaben mitimpfen, um den angestrebten Zweck, die Bekämpfung der Pocken, schnell zu erreichen. Dafür sollten sie sogar den bei den Impfärzten entbehrlichen Impfstoff zusätzlich unentgeltlich erhalten. In Deutschland gibt es heute rund 50.000 Hausärzte, die nun zur Beschleunigung des Impfprozesses beitragen werden. Dass Hausärzte Vorerkrankungen und Gesundheitszustand ihrer Patientinnen und Patienten kennen und diese Kenntnis bei Einsatz der verschiedenen Impfstoffe wichtig ist, betrachten viele Seniorinnen und Senioren als besonders vorteilhaft. Dagegen stehen viele ältere Menschen den anonymen Impfzentren, in denen für die Sorgen, Zweifel und Fragen älterer Menschen nur wenig Platz sein kann, kritisch gegenüber. Wegen schleppender Bearbeitung von Impfanträgen hatte der Seniorenbeirat bereits vor Monaten eine ehrenamtliche, häufig in Anspruch genommene Impfberatung durch sein Vorstandsmitglied Lutgart Van Damme organisiert. Auch Edgar Kühlenthal, Mitglied im Vorstand der Landesseniorenvertretung und stellvertretender Vorsitzender des Koblenzer Seniorenbeirats begrüßt die nun beschlossene Einbeziehung der Hausärzte in den Impfprozess. Dass dabei die gesetzlich vorgesehene Impfreihenfolge eingehalten wird, steht für ihn außer Frage: „ Wir müssen den Ärzten das Vertrauen schenken, dass für sie in der Impfreihenfolge entsprechendden gesetzlichen Vorgaben das Patientenwohl an erster Stelle steht.“ Der Seniorenbeirat sieht im Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient ein wesentliches Erfolgsmoment des ganzen Impfprozesses und hält statt bürokratischer Verordnungsfluten jetzt schnelle Impfstoffbeschaffung für angesagt.
Pressemitteilung
Seniorenbeirat Koblenz
