Politik | 14.06.2021

Regionale Internet-Verkaufsplattform soll im Sommer an den Start gehen – Handel muss sich online aufstellen

„Wäller Markt“ vor dem Start

Kreis Neuwied. „Hilfe, meine Kunden kaufen online. Was nun?“ Diese Frage stellen sich derzeit viele Einzelhändler in Deutschland. Der Marketingexperte und Berater für das regionale Bündnisprojekt „Wäller Markt“, Wendelin Abresch, skizzierte bei einer „Phönix“-Veranstaltung zum Thema „Marketing-Mix und Online-Verkauf die neuesten Zahlen: Der Umsatz aus dem Online-Handel in Deutschland hat sich im Jahr 2020 mit 73 Milliarden Euro netto um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht (Studie IFH Köln E-Commerce). Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn das Kundenverhalten hat sich drastisch verändert: Konsumenten schätzen bequemes, schnelles und passgenaues Einkaufen.

„Viele, die während der Pandemie erstmals online gekauft haben, werden dabei bleiben. Und das wird zu Lasten des stationären Einzelhandels gehen, wenn er sich nicht zusätzlich für den Online-Verkauf aufstellt“, ist sich auch Landrat Achim Hallerbach bewusst, der gleichzeitig darauf hinweist, dass andererseits viele Kunden auch ihre Geschäfte vor Ort unterstützen wollen. „Es muss ihnen nur entsprechend leicht gemacht werden“, weiß er.

Eben deshalb soll es den „Wäller Markt“ geben. Als genossenschaftlich betriebene, digitale Verkaufsplattform ist er ein Beispiel für einen regionalen Online-Marktplatz mit Erfolgsaussichten: Denn für ihn haben sich die drei Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald mit ihren rund 512.000 Einwohnern zusammengeschlossen. So kann ein Marktgebiet entstehen, das ein ausreichend breites Sortiment von 200-300 Händlern und ein Schaufenster für alle Gewerbetreibenden bietet. Damit verbunden ist eine eigene Lieferlogistik. Und das hat viele Vorteile für die ganze Region: Die regionalen Erzeuger und mittelständischen Händler bleiben erhalten, Leerstände werden vermieden, Ausbildungs- und Arbeitsplätze existieren weiterhin.

Ein Projekt wie der Wäller Markt braucht allerdings Zeit und hat viel Kommunikationsbedarf. Mittlerweile fanden daher 120 Infoveranstaltungen statt, bei denen sich viele Unterstützer gefunden haben. Auch eine Förderung aus dem LEADER-Programm der EU ist beantragt. Im Sommer 2021 soll die digitale Verkaufsplattform an den Start gehen, wenn die Finanzierung ausreichend abgesichert ist. (www.waellermarkt.de)

Für alle Einzelhändler, die noch keinen Online-Shop haben, rät Marketingexperte Abresch, sich drei Fragen zu stellen: Bringe ich die nötige Konsequenz auf, zwei bis drei Jahre in den Aufbau eines Online-Shops zu investieren, bis er sich finanziell lohnt? Wo sitzen meine Kunden – richte ich mich regional oder national aus? Will ich online als Unterstützung für das stationäre Geschäft oder als zweites Standbein? Sein Fazit: Der „neue stationäre Handel“ muss seine Stärken ausspielen und gleichzeitig neue Attribute bedienen: inspirierender/emotionaler, digitaler und nachhaltiger. Der lokale Bezug wird für den Handel immer wichtiger.

Weitere Infos und Termine: https://www.etain-gesundheit.de/termine-und-veranstaltungen.html

Projekthintergrund: Projektträger ist ETAIN. „Phönix“ wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Ansprechpartnerin: Projektleiterin Inge WolfHinter dem Rathaus 2, 56283 HalsenbachTel.: 017642098506, E-Mail: i.wolf@etain-gesundheit.de

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

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