Politik | 11.10.2023, 08:00 Uhr

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Waffenverbotszonen: Mehr Sicherheit im öffentlichen Raum?

Beim Cochemer Heimat- und Weinfest war das Mitführen von Waffen in diesem Jahr verboten. Ein Vorbild auch für andere Anlässe?  Foto: pixabay.com
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Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um Waffenverbotszonen. Beim Cochemer Heimat- und Weinfest gingen die Verantwortlichen in diesem Jahr einen besonderen Weg: Verbandsgemeindebürgermeister Wolfgang Lambertz erließ im Vorfeld eine Allgemeinverfügung, durch die das Mitführen von gefährlichen Gegenständen auf dem Festgelände verboten wurde. „Was will jemand mit einem Messer auf einem Fest? Diese haben nach meiner Überzeugung auf einem Fest nichts zu suchen“, begründete Lambertz diesen Schritt.

Sind Waffenverbotszonen also ein probates Mittel, um die Sicherheit auf öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen oder bei Volksfesten zu erhöhen?

Pro: Klares Signal

Durch die Einrichtung von Waffenverbotszonen auf öffentlichen Plätzen oder bei Großveranstaltungen können wir die Sicherheit maßgeblich erhöhen. An Orten, an denen große Menschenmassen zusammenkommen, ist die Gefahr von gewalttätigen Auseinandersetzungen oder Übergriffen statistisch höher. Durch ein Waffenverbot werden diese Risiken minimiert.

Ein Waffenverbot sendet ein deutliches Signal an alle potenziellen Streithähne und Straftäter, dass aggressives Verhalten nicht geduldet wird. Und kommt es doch einmal zu einer Auseinandersetzung, so ist die Gefahr der Eskalation geringer, wenn kein Messer zur Hand ist.

Contra: Fragliche Wirksamkeit

Nicht jeder, der einen „gefährlichen Gegenstand“ bei sich trägt, hat damit auch kriminelle Absichten. Unter ein Waffenverbot würde nämlich auch sogenanntes Pfefferspray fallen, das von vielen Menschen rein zur Gefahrenabwehr mitgeführt wird. Sollen wir beispielsweise Frauen also wirklich den einzigen Schutz verbieten, den sie im Ernstfall gegen übergriffige Männer haben?

Darüber hinaus ist fraglich, inwiefern eine Waffenverbotszone tatsächlich für mehr Sicherheit sorgt. Kriminelle, die gewillt sind, eine Straftat zu begehen, finden sicherlich Mittel und Wege, solche Verbote zu umgehen.

Wie ist Euer BLICKwinkel?

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf Waffenverbotszonen? Würdet Ihr Euch auf Volksfesten oder am Bahnhof sicherer fühlen, wenn das Mitführen gefährlicher Gegenstände dort verboten wäre?

Lasst uns Eure Meinung wissen – auf unseren Social Media-Kanälen, unserem Webportal www.blick-aktuell.de oder mit einem Leserbrief unter Nennung des vollen Namens und Wohnorts per E-Mail an blickwinkel@kruppverlag.de. BA

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Beim Cochemer Heimat- und Weinfest war das Mitführen von Waffen in diesem Jahr verboten. Ein Vorbild auch für andere Anlässe? Foto: pixabay.com

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