Politik | 19.01.2023

Landtagsabgeordneter Peter Moskopp, Ring Christlich-Demokratischer Studenten RLP und Junge Union Koblenz

War Einstellung des Präsenzbetriebes der Hochschule Koblenz gerechtfertigt und fair gegenüber den Studenten und Studentinnen?

Peter Moskopp, MdL. Fotos: privat

Koblenz. Der Präsenzbetrieb der Hochschule Koblenz wurde vom 5. Dezember bis zum 8. Januar eingestellt, um die Energiesparziele der Landesregierung zu erreichen. In dieser Zeit fanden die Vorlesungen im Online-Format statt.

Der rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Peter Moskopp (CDU), der auch den Wahlkreis Koblenz auf Landesebene mitbetreut, hat zu diesem Sachverhalt detaillierte Informationen von der rheinland-pfälzischen Landesregierung angefragt. Bereits Anfang Dezember hatte er zwei kleine parlamentarische Anfragen gestellt, die durch den rheinland-pfälzischen Minister für Wissenschaft und Gesundheit, Clemens Hoch, beantwortet worden sind.

„In meinen beiden kleinen Anfragen ging es vor allem darum zu hinterfragen, warum die Hochschulen Koblenz und Trier überhaupt den Präsenzbetrieb einstellen mussten und welche Auswirkungen das auf die Studierendenschaft hatte. Es gehört zum Respekt gegenüber den Studenten und Studentinnen, dass wir uns diese Frage stellen“, erklärt Peter Moskopp seine Motivation.

In den beiden kleinen Anfragen wurde die Landesregierung gefragt, ob bei der Einstellung des Präsenzbetriebes bedacht worden sei, dass für die vielen Studenten und Studentinnen erhöhte Energiekosten anfallen würden. Denn normalerweise sitzen die Studenten und Studentinnen im Hörsaal, der von der Hochschule beheizt wird, und nicht vor dem Laptop in der Wohngemeinschaft, um an der Online-Vorlesung teilzunehmen. Die Studentinnen und Studenten sind also zwangsläufig dazu gezwungen mehr zu heizen und haben höhere Energiekosten.

Im Mittelpunkt der gestellten Fragen stand daher, ob die Landesregierung Kompensationsleistungen vorsieht, wie Mensagutscheine oder ein vergünstigtes Semesterticket, um finanzielle Nachteile auf Seiten der Studenten und Studentinnen auszugleichen. Die Antworten von Minister Clemens Hoch überraschten. Im Kontext der Verlagerung der Energiekosten von der Hochschule auf die Studentinnen und Studenten wurde auf die Gaspreisbremse und die Energiepauschale von 200 Euro des Bundes verwiesen. „Diese Antwort hat mich verwundert. Es handelt sich doch hier um Maßnahmen, die im Allgemeinen die hohen Energiekosten abfedern sollen. Aber es kommen ja jetzt noch weitere Mehrkosten auf die Studentinnen und Studenten zu. Die konkrete Situation der Studenten und Studentinnen, die von der Einstellung des Präsenzbetriebes betroffen sind, wir hier überhaupt nicht berücksichtigt. Außerdem wurde diese Energiepauschale immer noch nicht ausgezahlt und es ist aktuell nicht absehbar, wann genau das passieren wird“, schildert Peter Moskopp die Situation der Studentenschaft.

Weiterhin verwies der Wissenschaftsminister Clemens Hoch darauf, dass die entstehenden Mehrkosten durch entfallenden Benzinkosten aufgewogen werden, da die Studentinnen und Studenten nicht mehr zum Standort der Hochschule fahren müssen. „Mit der Jungen Union waren wir auf der Demo, die von Vertretern der Studentenschaft und den Fachschaften auf dem Campus der Hochschule Koblenz organisiert wurde, um gegen die Einstellung des Präsenzbetriebes der Hochschule zu protestieren. Viele Studentinnen und Studenten legen mit dem Auto keine langen Strecken zurück und nutzen bei den hohen Benzinkosten lieber den ÖPNV. Auf der Demo hatte man daher wenig Verständnis für das Argument der entfallenen Benzinkosten. Wir haben mit Studentinnen und Studenten gesprochen, die Sorgen haben, wie sie mit den entstehenden Mehrkosten über die Runden kommen. Bei einer Verdopplung der Heizkosten wirkt die Aussage des für die Studierenden zuständigen Ministers Clemens Hoch wie Hohn und Spott! Er hätte sich mal vor Ort mit den Studierenden unterhalten sollen“, erklärt der Kreisvorsitzende der Jungen Union Koblenz, Philip Rünz.

Die Verlagerung des Präsenzbetriebes in die Onlinevorlesung der Hochschule ist angesichts der vielen Entbehrungen und Einschränkungen im Lehrbetrieb in Folge der langjährigen Corona-Pandemie nur schwer zu verstehen. „Ich hätte erwartet, dass das Land finanziell einspringt, um unter allen Umständen den Präsenzbetrieb an den Hochschulen in Koblenz und Trier zu ermöglichen. Die Hochschulen so alleine zu lassen, ist unhaltbar. Es werden finanzielle Mittel benötigt, um die steigenden Energiepreise abfedern zu können!“, fasst der Landesvorsitzende des RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) Rheinland-Pfalz, Maximilian Kosing, abschließend zusammen.

Gemeinsame Pressemitteilung

MdL Peter Moskopp,

RCDS RLP und JU Koblenz

Philip Rünz.

Philip Rünz.

Maximilian Kosing.

Maximilian Kosing.

Peter Moskopp, MdL. Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
  • K. Schmidt: Das "Sicherheitskonzept" überzeugt. Ein Polizeieinsatz, "geringe Anzahl" Rettungsdienst, keine Feuerwehr nötig. Im Haushaltsplan 2025 hatte Boppard 10.000 Euro für ein Sicherheitskonzept vorgesehen, in...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
Hausmeister, bis auf Widerruf
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Industriemechaniker
Tank leer?
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Gesundheit im Blick
Innovatives rund um Andernach
Gegengeschäft
Empfohlene Artikel
Blick auf die Grundschule Weststraße in Bad Neuenahr mit den Klassencontainern, in denen während der Bauzeit der neuen Grundschule unterrichtet wird. Foto: GS
22

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat beschlossen, die Elternbeiträge für die Betreuende Grundschule an den drei städtischen Grundschulen für das Schuljahr 2026/2027 von bislang jährlich 450 Euro auf 500 Euro je fünf Betreuungsstunden pro Woche und Kind festzulegen. Die Erhöhung wurde von allen Fraktionen als „moderat“ bezeichnet, Kritik gab es indes daran, dass „das...

Weiterlesen

Die Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Ahrweiler ist seit der Flut in Containern am Bad Neuenahrer Feuerwehrhaus untergebracht.  Fotos: GS
25

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kreisstadt investiert in ihre Feuerwehr. Während an der Ramersbacher Straße in Ahrweiler die Arbeiten für das neue Feuerwehrhaus begonnen haben, standen zwei weitere Maßnahmen auf der Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung unter Leitung von Bürgermeister Guido Orthen. Orthen wurde am 22. März als Direktkandidat der CDU in den neuen Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt, der sich am 18. Mai konstituiert.

Weiterlesen

21

„Saubere Flüsse bieten Schutz vor Hochwasser“ lautete die Überschrift eines Berichts in der Ausgabe 14/2026 des BLICK aktuell. Darin hieß es u.a.: „Während die Verbandsgemeinde Bad Breisig die öffentlich-rechtliche Verpflichtung zur Gewässerunterhaltung wahrnimmt, obliegt den Grundstückeigentümern die zivilrechtliche Verkehrssicherungspflicht für Uferbereiche und Bewuchs.“

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
38

Astrologische Vorschau für die KW 19: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 4. bis 10. Mai 2026

Die zweite Maiwoche bringt spürbar mehr Licht, mildere Abende und eine zunehmende Dynamik im Alltag. Mit dem Übergang in die wärmere Jahreszeit verschieben sich Prioritäten: Außenaktivitäten gewinnen an Bedeutung, Beziehungen werden intensiver beleuchtet und berufliche Entwicklungen nehmen Fahrt auf. Gleichzeitig zeigen sich bei einigen Sternzeichen auch Spannungen zwischen Aufbruchsstimmung und innerer Unruhe.

Weiterlesen

Symbolbild.
286

Diez. Die Feuerwehren aus Diez, Altendiez und Heistenbach löschten den Brand zügig. Entgegen der ersten Meldungen kam es nicht zu einem Vollbrand des Mehrfamilienhauses oder einer einzelnen Wohnung. Das Feuer brach auf einem Balkon im Erdgeschoss aus, griff jedoch nicht direkt auf die Wohnung über.

Weiterlesen

Ralf Schweiss
Imageanzeige
Gesundheit im Blick
Maifest in Dedenbach
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Gesundheit im Blick Lahnstein
Maifest Gönnersdorf
Gesundheit im Blick // Anzeige Kinder
Minijob
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Pädagogische Fachkraft (w/m/d)
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Anzeige KW 17
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr